Attraktive Arbeitsplätze statt DOC – Ein Messe- und Kongresszentrum für Duisburg!

Im Vorfeld zur morgigen Podiumsdiskussion „Starke Stadt durch starke Innenstadt! Braucht Duisburg ein DOC?“ der Initiative „Ja zu Duisburg“ am 11. Juli 2017 um 19 Uhr in der Liebfrauenkirche am König-Heinrich-Platz, schlägt Ratsfrau Britta Söntgerath (PIRATEN) eine Alternative zum Designer-Outlet-Center vor:
 
Britta Söntgearth (auf dem rechten Bild mit Boris Roßkothen) von den Piraten mit einem guten Vorschlag als Alternative zum DOC
„Anstatt der Fantasterei eines DOC hinterherzujagen, müssen wir nüchtern schauen, wie das Gelände auf der Duisburger Freiheit sinnvoll genutzt werden kann. Gefragt ist ein Gesamtkonzept, dass die Duisburgerinnen und Duisburger, den Einzelhandel sowie die Stadt einbezieht.
Ich bin überzeugt, dass ein Messe- und Kongresszentrum wichtige Impulse für Duisburg und die Region setzen würde. Besucher- und Fachmessen sind und bleiben auch in Zeiten des Onlinehandels ein zentrales Instrument der Wirtschaft. Die Messe Düsseldorf mit 1.591.424 Besuchern im Jahr 2016 und die Messe Essen mit 1.4 Millionen Gästen im Jahr 2015 zeugen von einem ungebrochenen Boom. Um dem Bedarf gerecht zu werden und neue Messen in das Ruhrgebiet zu locken, bietet sich ein Modell an, wie es schon bei der Universität erfolgreich praktiziert wird: Messe Duisburg-Essen. Wo wären die bislang in München stattfindende Internationale Handwerksmesse oder die IT2Industry besser aufgehoben als an den Industriestandorten Duisburg-Essen? Kurzum: Potenziale für Messen sind vorhanden.
Hinzu kommt: Messe und Kongresszentren sind Generatoren für attraktive Arbeitsplätze. Zahlen des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft zufolge sind rund 230.000 Personen in der Messewirtschaft beschäftigt. Angefangen beim individuellen Standbau, bis zur Innenarchitektur über Design entstehen in Duisburg nachhaltige und attraktive Arbeitsplätze auch im Handwerk.
Mit der zentrumsnahen Lage gelingt der Brückenschlag zur Innenstadt: Gastronomie, Kultur, Einzelhandel und Hotels würden von einem Messezentrum profitieren. Viele Gäste bleiben über Nacht und nutzen das vielfältige Angebot der Duisburger City. Die Genehmigung des B&B- und Intercity-Hotels am Hauptbahnhof hat die Messestadt Duisburg praktisch vorweggenommen. Für den Erfolg als Messestandort spricht die ausgezeichnete Verkehrsanbindung: A59, der Hauptbahnhof sowie der Flughafen Düsseldorf sind Standortvorteile.
Auch die Stadt Duisburg hätte einen wirtschaftlichen Gewinn: Eine Beteiligung am Messe- und Kongresszentrum nach Düsseldorfer Vorbild könnte erhebliche Mehreinnahmen in die Stadtkasse spülen. Die Messe Düsseldorf GmbH hat im Jahr 2016 einen Umsatz von 407 Millionen Euro und schüttet eine Dividende von 17 Millionen Euro aus – keine Peanuts. Aber, von einem Messe- und Kongresszentrum profitiert nicht eine Stadt alleine. Durch die Nähe zum Duisburger Hauptbahnhof werden die Hotels einer ganzen Region, beispielsweise in Krefeld oder Moers, erschlossen.
Duisburg steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung: Soll mit einem Kongresszentrum ein nachhaltiger Beitrag für den Standort Duisburg umgesetzt werden oder ein DOC, von dem Duisburg nicht mehr hat, als die Rücklichter der abfahrenden Kunden. Fällt die Wahl auf das DOC, heißt es: Duisburger City, game over.“
Britta Söntgerath
Anmerkung von Michael Schulze: Eine gute Idee Frau Söntgerath, mehr davon.
Das könnte Sie auch interessieren:
  Link im Abwind - wer wird die nächste Duisburger Stadtspitze?

Comments are closed.