Experten schlagen Alarm: Schwerhörigkeit unter jungen Menschen nimmt zu

Schwerhörigkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen. Schienen früher vorwiegend ältere Menschen davon betroffen zu sein, sind es heute auch schon Jugendliche oder Kinder, die unter Hörstörungen und Verständnisschwierigkeiten leiden. Besserung lässt sich meist nur mit einer Hörhilfe erzielen. Doch eines steht für Ärzte und Fachleute aus der Hörgeräteindustrie fest: Ist das Gehör erst einmal geschädigt, lässt es sich nicht mehr reparieren.

 

Was ist zu tun, wenn man Hörschwierigkeiten bei sich feststellt?

Wer das Gefühl hat, weniger zu hören als normalerweise, sollte einen HNO-Arzt aufsuchen oder den Weg zum Akustiker einschlagen. Beide können einen Hörtest durchführen. Dieser gibt Aufschluss über das Hörvermögen. Ist dieses deutlich eingeschränkt, ist zu prüfen, ob von ärztlicher Seite eine Hörhilfe verschrieben werden kann. Ist das Testergebnis bei einem Akustiker positiv, sollte ebenfalls ein HNO-Arzt aufgesucht und um ein Rezept für ein Hörgerät gebeten werden. Danach führt der Weg zu einem erfahrenen Hörgeräte-Akustiker, welcher in einer umfassenden Beratung gemeinsam mit dem Patienten feststellen kann, welches moderne Gerät am besten zum Ohr und zu den individuellen Bedürfnissen passt. Zur Auswahl stehen heute übrigens verschiedenste Geräte namhafter Hersteller – eine Auflistung nationaler und internationaler Hersteller finden Sie zum Beispiel hier.

Der Test bei einem Arzt oder Akustiker verrät jedoch nicht, ob bereits Nerven geschädigt wurden. Nervenschäden selbst sind nicht behandlungsfähig. Die massive Empfindlichkeit von Nerven jetzt kann später zu einem Hörverlust führen.

Die Ursachen von Hörschwierigkeiten bei Jugendlichen

© istock.com/martin-dm

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Bei Jugendlichen ist vor allem eine vermehrte Beschallung mit lauter Musik ursächlich für schlechtes Hören. Auffällig ist, dass Hörstörungen seit der intensiven Nutzung von Lautsprechern und Kopfhörern drastisch zugenommen haben. Schuld daran sind jedoch nicht die Kopfhörer, sondern die oft viel zu laute Musik, die über die Geräte konsumiert wird. Das Ohr ist in solch einer Situation oft 100 Dezibel und mehr ausgesetzt. Das gleicht der Lautstärke eines Presslufthammers in nur wenigen Metern Entfernung. Eine ähnliche Lärm-Situation findet sich auf Rock-Konzerten oder in der Disko wieder.

Vorsorge besser als Nachsorge

© istock.com/SIphotography

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Ist das Gehör in Mitleidenschaft gezogen worden, kann auch der Arzt nicht viel mehr tun als abzuwarten. Selbst akute Hörminderungen sowie ein akuter Hörsturz sind nur bedingt behandlungsfähig. Es bleibt immer ein Risiko, denn jedes Gehör und jede Erkrankung ist individuell. Besser ist, rechtzeitig vorzusorgen. Schützen lassen sich die Ohren vor lauter Musik am besten mit Ohrstöpseln. Auch die Reduzierung der Lautstärke auf den Kopfhörern kann einiges bewirken. Die beste Vorsorge ist, sich gar nicht erst lauten Geräuschen oder einer starken Lärmbelastung auszusetzen.

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