Arbeitsmarkt im Januar 2019 in Duisburg

Arbeitslosenzahl im Januar:                                       28.668
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:          + 1.436
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:              – 2.115
Arbeitslosenquote im Januar:                                     11,2%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                               10,6%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                                   12,2%

 

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember 2018 ist ein typischer saisonaler Effekt. Zum Ende des Jahres laufen viele Arbeitsverhältnisse – auch nach dem Weihnachtsgeschäft – nach Befristungsende oder nach Kündigung aus. Und es wirkt sich die Witterung in einigen Branchen aus. Wir sprechen also von der typischen Winterarbeitslosigkeit,“ so die Einschätzung von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, zum Jahresstart am Arbeitsmarkt. „Die Gesamtentwicklung mit Blick auf die Vorjahreswerte bleibt durchaus positiv. Wir haben die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 25 Jahren und mit 4.423 den höchsten Stellenbestand seit mindestens sieben Jahren. Bei einem anhaltenden Fachkräftebedarf wird der Arbeitsmarkt also Kurs halten, wenn wir neue Fördermöglichkeiten offensiv nutzen. Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg sind darauf vorbereitet und machen sich die für die Weiterbildungsförderung beschäftigter Menschen stark. Hiervon können jetzt grundsätzlich alle Arbeitnehmer und Unternehmen aller Größenordnung profitieren. Wir wissen, dass mit zunehmender Digitalisierung der Qualifizierungsbedarf in den Unternehmen steigt, das können und wollen wir unterstützen. 


Arbeitslosigkeit

Bestand an Arbeitslosen in Duisburg von Januar 2018 bis Januar 2019

Bestand an Arbeitslosen in Duisburg von Januar 2018 bis Januar 2019

Mit 28.668 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Januar 1.436 Personen mehr als im Dezember 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen (+ 5,3 Prozent).
Damit waren in diesem Monat 2.115 Personen oder 6,9 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (Januar 2018: 30.783 Arbeitslose).

Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,2 Prozent (Vormonat 10,6 Prozent). Im Januar des Vorjahres lag sie bei 12,2 Prozent und damit um 1 Prozentpunkt über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Januar um 532 oder 9,7 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.461 im Dezember auf jetzt 5.993 gestiegen. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 5.895 und damit um 98 oder 1,7 Prozent unter den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Januar.

Von den 5.993 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Januar 1.773 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.420 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos (+ 353, + 24,9 Prozent gegenüber dem Vormonat). Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kommen die meisten Arbeitslosmeldungen aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz“.                                                                                                         
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Januar 4.617. Das waren 1.190 oder 20,5 Prozent weniger Menschen als im Dezember (5.807) und 57 oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr (4.560). 847 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (- 218, -20,5 Prozent zu Dezember 2018).


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Von dem saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit sind alle Personengruppen betroffen.

Mit 2.359 Personen waren im Januar 119 mehr junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Dezember (2.240). Diese Zahlen liegen um 167 oder 6,6 Prozent unter dem Wert von Januar 2018 (2.526).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen stieg im Januar um 574 oder 7,3 Prozent auf aktuell 8.423 (Vormonat 7.849) und liegt um 204 (-2,4 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.627).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat von 4.603 auf jetzt 4.948 (+345). Hier waren im Vorjahresmonat 5.000 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 52 Personen oder 1 Prozent weniger als im Januar 2018 arbeitslos gemeldet.

Im Januar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Dezember gestiegen und liegt aktuell bei 12.031 betroffenen Personen; 172 oder 1,5 Prozent mehr (Vormonat 11859). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 1.620 Personen oder 11,9 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (13.651).

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.605 (+ 433 oder + 3,9 Prozent), davon befinden sich 9.685 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 626 oder 5,1 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres (12.231).

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.778 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 2.380 sind davon arbeitslos; rund 94 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

 Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so steigt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,3 Prozent. Der Januar-Wert 2019 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau von Januar 2018 mit 2,4 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 6.008 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 525 oder 9,6 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Dezember (5.483). Vor einem Jahr, im Januar 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 90 oder 1,5 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.918).


Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte angestiegen und liegt jetzt bei 8,8 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Januar bei 9,9 Prozent.

22.660 Personen (+911 und +4,2 Prozent) waren im Januar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Dezember 21.749). Im Vergleich zum Januar 2018 (24.865) sind in der Grundsicherung aktuell 2.205 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage

739 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 198 Stellen weniger als im Vormonat (Dezember 2018: 937) und 129 oder 14,9 Prozent weniger als im Januar 2018 (868).

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Januar zurückgegangen und liegt aktuell mit 4.423 Stellenangeboten (-141, – 3,1 Prozent im Vergleich zu Dezember) immer noch auf einem hohen Niveau. Damit liegt der Stellenbestand des aktuellen Monats weiterhin spürbar über dem des Vorjahresmonats (4.184 Stellenangebote im Januar 2018, +239 Stellen / + 5,7 Prozent).

Unterbeschäftigung

 Die Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen – um 652 Personen oder 1,8 Prozent auf aktuell 37.614 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 2.210 oder 5,5 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen und liegt aktuell bei 76,2 Prozent (Vergleich Vormonat 73,7 Prozent, Vorjahresmonat 77,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,3 Prozent; 0,3 Prozentpunkte mehr als im Dezember 2018 (Januar 2018: 15,4 Prozent). In die  Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.573 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 205 Personen mehr in beruflicher Weiterbildung. 573 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.210). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse  für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.239 Personen (624 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

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