Fortuna Düsseldorf: Erfolgreiche Rückkehr in die Bundesliga – Eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen

Im Mai 2018 stieg die Fortuna unter der Regie von Chef-Trainer Friedhelm Funkel in die 1. Bundesliga auf. Ein großer Erfolg für die Fortuna, aber auch für die Stadt Düsseldorf. Der Aufstieg ins Oberhaus des deutschen Fußballs sorgt auch innerhalb der gesamten Stadt für einen leichten Aufschwung, denn die Zahl der „Auswärtsfahrer“ ist im Oberhaus deutlich höher als in der 2. Bundesliga. Die Gastronomen in der Altstadt bestätigen den Unterschied 1. Liga und 2. Liga „Wir haben richtig Stimmung auf der Meile, wenn Dortmund, Schalke oder die Bayern hier in der Stadt sind spüren wir es extrem“, so ein Geschäftsinhaber. Die Nachfrage nach Übernachtungen steigt auch ein wenig. Fortuna Düsseldorf ist ein Aushängeschild für die Stadt und die Region. Nach dem gigantischen Feier-Marathon folgte aber mit Beginn des 1. Spieltags in der Bundesliga wieder der Alltag. Der Alltag sieht so aus, dass die Fortuna im „Haifischbecken“ erstmal schwimmen lernen musste.

Funkel eröffnet Torwart-Kampf

Verwunderung sorgte die Nachricht, dass es auf der Torwartposition einen erneut offenen Kampf geben wird. Die Fans sind gespaltener Meinung was ihre Schlussmänner angeht. Es gibt die Rensing-Fraktion, aber auch die Wolf-Fraktion. Beide Torhüter bewegen sich auf einem hohen Level. Einen großen Anteil daran hat der ehemalige HSV-Torwarttrainer Claus Reitmeier, er trainiert die Schlussmänner nach alter Schule. „Die Vorbereitung ist kurz, wir die Entscheidung wird uns schwerfallen, aber wer am nächsten Ligaspieltag im Tor steht, wird die Saison auch als Nummer 1 beenden“, so Funkel. Viele Fans kritisieren Funkel für diese „Baustelle“, sie ergibt aber Sinn. Durch den neuen Kampf könnte es eine Leistungsexplosion geben. Ebenso gilt Funkel als Rotationsweltmeister. Seine Spieler erhalten in jeder Trainingswoche neue Chancen sich für die Startelf zu beweisen.

Das Jahr 2018 wurde mit einem sehr erfolgreichen Dezember beendet. Es gab Siege gegen den Tabellenführer Borussia Dortmund, SC Freiburg und dem Auswärtssieg bei Hannover 96. Die Düsseldorfer schafften es so auf einen soliden 14 Rang, 7 Punkte Vorsprung auf einem direkten Abstiegsplatz und eben 4 Punkte auf Hannover 94.  Der Dreier in Hannover war sehr wichtig.

In Düsseldorf schaffte man es in Ruhe einen soliden Grundstein zu legen, nun wird sich im Jahr 2019 herausstellen, ob es für einen Verbleib in der Bundesliga reicht. Spannend ist es zu sehen mit welcher Ruhe Friedhelm Funkel sein Schiff lenkt, wobei das muss man auch ganz klar betonen seine Co-Trainer echte Macher im Hintergrund sind, sie leiten das Training etc. Das war bei Funkel schon immer der Fall. Bei Eintracht Frankfurt Armin Reuthersahn, dann Peter Hermann und nun die aktuellen Assis.

Für die Düsseldorfer gab es aber auch Lehrstunden, wie z.B. die 1:7 Niederlage bei Eintracht Frankfurt, 0:3 in Nürnberg. Insgesamt gesehen darf der Düsseldorfer aber gemütlich ein Glas Alt trinken und sich auf die Rückrunde freuen, denn eines ist klar. Als Aufsteiger präsentiert sich das Team top. Geduld ist eine wichtige Tugend die auch auf den Rängen gefordert ist, nicht nur beim Trainer Funkel der das „Ding“ schon schaukelt.

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