Schrödingers Katze

Foto-Bearbeitung: Joshua

[Nach dem Einstieg in das zukünftige digitale Bilderbuch „Der Zauber einer Riesentulpe“ von Engine Hedda, präsentiere ich auch noch den zweiten Abschnitt des ersten Kapitels.]

Falls jemand wie ich behauptet, zwei Köpfe zu haben, ist dies lediglich eine Aufzählung, aber kein Widerspruch. Es mag körperlich unwahrscheinlich sein, über zwei Köpfe zu verfügen, in einen Widerspruch würde ich jedoch nicht gelangen.
Anders sähe dies bei der Katze des Herrn Schrödinger aus. Von ihr wird behauptet, sie sei lebendig als auch tot, nicht halblebendig und halbtot, sondern zugleich ganz lebendig als auch ganz tot.
Die beiden Eigenschaften schließen einander aus, ein Widerspruch. Entweder ist man lebendig oder tot, beides zugleich ist unmöglich.

Puh, jenseits der Träume ist es kompliziert geworden. Kein Wunder, dass das Zauberland von Menschen kaum besucht wird. Es liegt nicht nur sehr weit entfernt, sondern ist auch kaum zu verstehen.
Aber die Menschen geraten, gerade weil sie es nicht verstehen, immer wieder in einen Nachtzauber, ohne auch nur zu ahnen, dass sie Zauberei betreiben.
Sie nennen es Glauben. Nach dem Sterben, wenn sie tot sind, behaupten relativ viele von ihnen, dass sie zugleich leben werden. Vielleicht als Schrödingers Katze?

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