Fortuna Düsseldorf – FC Ingolstadt – Verein und Fans auf der Zielgeraden in Richtung 1. Bundesliga

Am Sonntagnachmittag empfing Fortuna Düsseldorf die „Schanzer“ aus Ingolstadt. Der FCI ist mit seinem aktuellen Saisonverlauf sehr unglücklich, da man in der Liga gerne mehr erreicht hätte als einen Platz im Mittelfeld. Der FC Ingolstadt steckte sich intern sogar das Ziel Aufstieg. Viel Unruhe, inklusive Trainerwechsel und mangelnder Teamgeist trugen dazu bei, dass die Ziele nicht erreicht wurden. In Düsseldorf sieht die Welt anders aus. Der Fortuna Express befindet sich aktuell auf Aufstiegskurs in Liga 1. Das Team von Friedhelm Funkel glänzte zwar nicht immer über die gesamte Spielzeit, doch so hat sich die Truppe in den entscheidenden Phasen das Quäntchen Glück erarbeitet. Als neutraler Beobachter nimmt man eine geschworene Einheit wahr. Viele Verletzungen, einen Abgang von Peter Herrmann musste man mit viel Improvisationstalent kompensieren. Zuletzt gab es eine kleine Durststecke in Düsseldorf, nun aber gegen den FC Ingolstadt sollte die Erlösung erfolgen, nämlich ein „Dreier“ um den Endspurt selbst in der Hand zu haben. 

Die Fortuna begann ihr Heimspiel sehr offensiv, was mit einem frühen Führungstreffer durch Hennings belohnt wurde, er traf nach Vorlage von Haraguchi zum 1:0 für die Fortuna. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte setzten die Düsseldorfer zahlreiche Akzente in Puncto Offensivbewegung, so dass die 33925 Zuschauer in der ESPRIT-Arena einen ordentlichen und attraktiven Auftritt ihrer Mannschaft sahen. Die Ingolstädter wirkten ein wenig Konzeptlos nach dem frühen Rückschlag. Die Stimmung am Sonntagnachmittag in der Arena war fantastisch einfach erstligareif. Die Fortuna Fans verwandelten die Arena zum Hexenkessel. Ein wichtiger Antreiber dafür war F95 Chef-Coach Friedhelm Funkel. Das Trainer Urgestein begeisterte die Massen. Lautstark und impulsiv forderte er die Fans. „Ich wollte heute einfach jeden mitreißen. Wir stehen kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga, da muss sich hier jeder den Arsch aufreißen.“ So Funkel nach der Partie. Deutlich zu erkennen ist, dass die Zeit der Selbstdarsteller bei Fortuna Düsseldorf abgelaufen ist. Im Background wird konstruktiv und hinter geschlossenen Türen diskutiert, früher trug man die Grabenkämpfe öffentlich aus. Zum Nachteil aller Beteiligten, insbesondere der Fans die für den Verein leben und keine Gewissheit hatten.

Transparenz und Offenheit sind die Handschrift der neuen Führungsriege. Es entsteht in Düsseldorf etwas Großes, eventuell etwas ganz Großes, wie in der Vergangenheit bei Borussia Mönchengladbach oder Eintracht Frankfurt. Nach der Rückkehr ins Oberhaus wurden beide Clubs eine feste Säule der Bundesliga. Düsseldorf als Stadt und Wirtschaftsstandort hat definitiv diese Möglichkeiten, dazu auch noch die intakte Infrastruktur.

Kurz vor der Halbzeitpause die Erlösung, nämlich das wichtige 2:0 durch Gießelmann, nach Vorlage von Usami. Usami war einer der tragenden Säulen der Partie. Andre Hoffmann musste sich die Partie leider noch von den Rängen ansehen, aber man sah einen glücklichen „Hoffi“ der mit dem Auftritt seines Teams wohl sehr glücklich war.

Den Schlusspunkt des Tages setzte Bormuth in der 65. Spielminute. Vorlagengeber war der Torschütze zum 2:0 Gießelmann, so stand es nun 3:0 für die Fortuna und die Party konnte beginnen. Oberbürgermeister Thomas Geisel feierte auf der Tribüne lautstark mit. In der Loge der Stadt Düsseldorf stimmte der die Fortunasongs an und trank ein traditionelles Alt.

Nun geht es für die Fortuna in den Endspurt um den Aufstieg in Liga 1. Wir prognostizieren: Als geschlossene Einheit, wie bisher wird man das packen und es wird nach dem 34. Spieltag eventuell sogar die Schale sein die man gemeinsam in den Himmel hält, nämlich den Titel der 2. Bundesliga.

 

 

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