Cloudspeicher beliebt in Beruf und Freizeit

Die Cloud als Speichermedium ist sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Cloudspeicher bietet mitunter gleich mehrere Vorteile gegenüber anderen Speicherlösungen, etwa dem Betrieb eines eigenen physischen Servers oder sogar Rechenzentrums – unter anderem eine mögliche Zeit- und Kosteneinsparung.

Mittelstand entdeckt Clouds für sich

Eine Ende 2017 durchgeführte Studie von Forcont zeigt, dass in mittelständischen Unternehmen das Interesse an Cloud Services seit 2015 weiter gestiegen ist. Inzwischen haben demnach vier von fünf Mittelständlern eine oder mehrere Cloud-basierte Lösungen in ihrem Unternehmen im Einsatz oder bieten selber solche an. Was die Art der Anwendung angeht, so stehen Cloud-Speicherdienste inzwischen auf Platz eins. 2015 belegten sie noch den zweiten Platz, Kommunikation und Business Collaboration standen damals im Vordergrund. Gründe für das wachsende Bedürfnis nach Cloud-Speicherung sieht Uwe Müller, Head of Sales & PreSales Datacenter bei Cisco, in „explodierenden Datenmengen“, welche er auf zunehmende Digitalisierung und Vernetzung zurückführt.

Besonders wichtig ist den Nutzern eine gute Performance des Cloud-Speichers. Über die Hälfte der Befragten schätzt die flexible Skalierbarkeit und die Kosteneffizienz des Services. Besorgt sind Nutzer vor allem wegen der Sicherheit ihrer Daten. Entsprechend wichtig ist es, dass Cloud-Anbieter hohen Datenschutzstandards entsprechen. Die meisten Nutzer buchen ihre Services bereits bei Cloud-Diensten, deren Server sich in Deutschland oder im europäischen Ausland befinden. Besonders verlässliche Anbieter halten sich dabei an die strengen Auflagen der EU-Datenschutzgrundverordnung, welche ab Mai für alle Unternehmen verbindlich ist, die in der EU Daten speichern oder verarbeiten. Die DSGVO verlangt unter anderem, dass die Daten den aktuellsten technischen Möglichkeiten entsprechend geschützt werden.

Flexibles Arbeiten und private Cloud-Nutzung

Viele Arbeitnehmer schätzen es, dass sie dank in Clouds gelagerter Daten mobiler arbeiten können, zum Beispiel von zu Hause aus oder wenn sie unterwegs sind. Das macht ihren Arbeitsalltag flexibler. Der Wunsch, mobileres Arbeiten zu ermöglichen, ist sogar noch größer geworden, berichtet die WirtschaftsWoche. Cloud-Services können inzwischen in allen Unternehmensbereichen, vom Personalwesen über das Marketing bis zum Vertrieb, zum Einsatz kommen. Einen besonderen Anstieg bei der Cloud-Verwendung hat es im Bereich der Buchhaltung gegeben: 12 Prozent liegen hier zwischen 2017 und 2015.

Bei der privaten Cloud-Lösungen, die etwa vom heimischen Rechner aus genutzt wird, sollten Nutzer genau wie Unternehmen auch darauf achten, dass ihre Daten mittels einer SSL-Verschlüsselung übertragen werden. Des Weiteren bietet sich ergänzend die Möglichkeit, mit einer Software die eigenen Inhalte selbst zu verschlüsseln. Außerdem sollte das Passwort stets beim User, nicht beim Cloud-Anbieter gespeichert werden. Dabei spielt auch die Wahl des Passworts eine Rolle dabei, die Inhalte der Cloud möglichst gut vor Fremdzugriffen zu schützen.


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