Duisburger-OB-Amtszeit für acht(!) Jahre hat gestern begonnen

Die offizielle Amtszeit für Sören Link begann gestern für weitere acht lange Jahre. Nicht nur, dass, wenn er die durchhält, seine Pension endgültig in trockenen Tüchern ist, nein, wir haben ihn noch drei Jahre länger an den Hacken als bisher schon in der alten Amtszeit. Prompt erscheint heute ein grosses Interview im Wochenanzeiger. Und irgendwie scheinen die Fragen, Sorgen, Ängste und Nöte der DuisburgerInnen ziemlich klein zu sein im Verhältnis zu dem was bereits durch ihn geschafft wurde und noch geschafft wird. Tja, 2.000 Stahlarbeiter gehen sozusagen flöten und damit gerät der gesamte Stahl-Standort in Gefahr, Logistikhallen wohin man schaut, doch kaum noch Personal darin. Und trotzdem will der OB mehr Arbeitsplätze schaffen bzw. dafür sorgen, dass diese geschaffen werden. Dafür hat er sein Verwaltungspersonal aber ganz schön ausgedünnt um seine Haushalte positiv zu „designen“.

Nun ja, dazu passt ein Gespräch von mir vor wenigen Tagen mit einem Verantwortlichen vom Unternehmensverband zum Zukunfts-Masterplan für Duisburg. Dabei soll alles angeblich zügig vorangehen, nur Zwischenergebnisse gibt es erst im Frühjahr 2018. Zumindest hätte die Stadt inzwischen erkannt wie wichtig die Wirtschaft ist. Soso die Stadt hat also erkannt wie wichtig die Wirtschaft ist, was dachte sie denn bisher darüber?

Und die Arbeitsagentur verkündet z.Z. prompt bessere Zahlen, bei näherem Hinsehen allerdings nur im Bereich Leiharbeit und bei Geringqualifizierten. Industriearbeitsplätze dagegen verzeichnen ein Minus.

Seit 10 Tagen versuche ich zB Zahlen zur Personalentwicklung der Hafen AG (inkl. Töchter) zu bekommen. Die Firma tritt ja auch immer grossspurig auf, wenn es um die Schaffung von Arbeitsplätzen geht. Nur bekomme ich keine Antwort. NICHTS. Als hätten die was zu verbergen.

Da wird u.a. ebenso grossspurig eine Startup-Förderung ins Leben gerufen (www.startport.net), doch es wird nicht bedacht, dass hippen jungen Leuten auch sonstwas geboten werden muß.

Ganz groß ist man auch beim Thema „China“. Ähnlich wie die Japaner in Düsseldorf sollen in Duisburg künftig die Chinesen ihre Heimat finden. Solange das alles bilateral abläuft und wir auch was davon haben, okay. Wenn man sich aber mal die chinesische Weltmarkt-Strategie anguckt, habe ich da meine Zweifel.

Alle wissen so langsam wo es langgeht, doch die Stadtoberen in Duisburg machen weiter wie bisher, beim Sprücheklopfen und bei Handeln sowieso.

Beim Thema City scheint das DOC nun endgültig vom Tisch zu sein und nun will der OB erneut die „alte“ City in Angriff nehmen, wobei natürlich auch die Gegner des DOC gefordert sind. Kleiner Seitenhieb von mir: Aus der Ecke kommt nichts mehr, ganz so wie ich es vorausgesagt habe. DOC vom Tisch und weitergepennt wie bisher. Einzelhandelsverband, IHK? Initiative? NICHTS.

Dafür macht der OB am 8.11. sein 3. Innenstadtforum. Da wird wieder viel gelabert und erzählt was alles Tolles gemacht wurde und noch gemacht wird, zB wie der Müll weggeräumt wird. WOW. Aber brauchbar Konkretes und Sichtbares gibt es kurz- bis mittelfristig NICHTS.

Deshalb lohnt sich nochmals ein Blick auf die Seite www.du-city.de. Ich kanns nicht lassen.

 

One thought on “Duisburger-OB-Amtszeit für acht(!) Jahre hat gestern begonnen

  1. Ich fand bei dem Artikel ziemlich drollig, dass Sören Link naiv zu sein scheint.
    Er denkt wirklich durch Ansiedlungen kämen Arbeitsplätze nach Duisburg und Steuereinnahmen.

    Und das, wo selbst die Grundstücke von Supermärkten mitunter Holländischen Firmen gehören. Da viel Steuer in Duisburg bleibt ist unwahrscheinlich und der Flächenverlust wird meist auch nicht berücksichtigt oder gar angemessen ausgeglichen.

    Umweltschutz ist Sozial. Unser OB holzt lieber ab.