Duisburger OB-Check von xtranews – Teil 2 – Yasar Durmus

Wie angekündigt haben wir -bis auf Sören Link und Erkan Kocolar, beide wollten ja schon beim 1. Mal nicht mitmachen- inzwischen die drei anderen OB-Kandidaten und eine Kandidatin zum 2. Mal befragt. Am schnellsten antworteten Gerhard Meyer und Yasar Durmus. Die Fragen kamen diesmal übrigens von unseren xtranews-Lesern. Sie wurden allen gleichermaßen gestellt.

Hier die Antworten von Yasar Durmus:

Frage 1:
Ich habe nichts gegen ein Neubaugebiet, aber 3.000 geplante Wohneinheiten in Wedau halte ich für zu groß und für unverhältnissmäßig viele zwischen zwei bestehenden Stadtteilen (Wedau und Bissingheim). Haben die Planer alles bedacht, z. B. die Entwässerung in Bissingheim, die immer wieder für Probleme gesorgt hat. Oder den steigenden Verkehr der nur über wenige schmale Strassen führt. Ich glaube einfach hier wollen sich wieder einige wenige auf Kosten vieler Bürger „die Taschen voll machen“. Wenn es später Probleme gibt, werden die Verursacher nämlich nie zur Kasse gebeten oder richtig zur Verantwortung gezogen.

Wie stehen Sie als Kandidat zum Neubau-Projekt in Wedau?

Antwort zu Frage1 von Yasar Durmus:

Solche Fehlplanungen und Missmanagement kommt leider viel zu häufig vor. Das Problem haben wir deshalb, da kein einheitliches Projektmanagement in Bezug auf Bauvorhaben existiert. Jede Behörde plant und baut wie es denen in den Sinn kommt, und wenn etwas schief geht, wird der Bund um Hilfe gebeten. Dabei hätte man diese Probleme nicht, wenn im Vorfeld vernünftig recherchiert worden wäre. Wir sollten uns hier gute Beispiele aus der freien Wirtschaft nehmen, denn die dürfen mit ihrem Geld nicht um sich schmeißen. Wir müssen ähnlich arbeiten. Die Steuergelder unserer Bürger müssen sorgfältig investiert werden und nicht weil sich ein Amtsträger davon eine gute PR erhofft.
Wir brauchen eine bessere Infrastruktur und müssen jetzt daher die Straßen ausbauen, um das Verkehrsaufkommen meistern zu können. Herr Link hätte daran im Vorfeld denken müssen. Jetzt wird alles teurer als versprochen. Vielen Dank.

 

Frage 2:
Nicht nur, aber insbesondere in Marxloh sind viele Wohnhäuser in einem ungepflegten Zustand, es gibt weiträumig erheblichen Renovierungsstau. Die erzielbaren Mieten ermöglichen seriösen Vermietern kaum noch, auch nur den Erhaltungsaufwand zu decken. Über Jahre wurde der Grundsteuerhebesatz angehoben, der Anteil, der von der Gesamtmiete als eigenlicher Mietertrag verbleibt, sank dementsprechend. Die Marktpreise für Miethäuser fallen – entgegen dem Bundestrend. Dies führt zu einer Abwärtsspirale und sich verschärfender Ghettoisierung; wer es sich leisten kann, zieht weg, wer sich die andernorts höheren Mieten leisten kann, zieht erst gar nicht hin.

Welche KONKRETEN Maßnahmen (bitte klare Aussagen, nicht allgemein „Wohnumfeldverbesserung“ oder ahnliche Floskeln) würden Sie anstreben, um dem gegenzusteuern?

Antwort zu Frage2 von Yasar Durmus:

Zu erst muss ich erklären, wie es dazu kommt. Viele Duisburger wissen nicht, dass die Gebäude z.B. in Marxloh bei den Banken auf der roten Liste stehen. Man möchte verhindern, dass dort investiert wird. Angeblich sei ein zu hohes Risiko der ausschlaggebende Punkt. Dies stimmt aber nicht. In Wahrheit möchte man systematisch diese Viertel runterwirtschaften. Vielleicht stecken auch große Investoren dahinter und Sören Link unterstützt das Ganze. Ebenso macht er sein investorenfreundliches Verhalten auch beim DOC klar und deutlich.
Ich kenne viele Geschäftsleute, die oft versucht hatten die Gebäude aufzukaufen, um sie aufwendig zu renovieren, um ihre Heimat wieder attraktiver zu gestalten. Warum möchte die Politik das nicht?
Es sind türkische Geschäftsleute, aber auch Deutsche, die aus Zugehörigkeit der Gesellschaft etwas zurückgeben möchten, aber denen sind die Hände gebunden. Marxloh und Hochfeld könnten viel schöner sein.
Ich würde als Oberbürgermeister die Banken an den Tisch bitten und als Stadt bei gegebener Bonität in die Bürgschaft gehen. Dafür ist die Stadt da. Sie muss helfen. Darüber hinaus hat der Bundestag 77 Mio. € Budget für das aufhübschen Marxloh zur Verfügung gestellt. Statt das Geld zu investieren, wird das Budget aufgrund des OB und BTW Wahlkampfes zurückgehalten, um damit Werbung zu machen. Werbung, die auf Kosten der Bürger gemacht werden. Das muss aufhören.
Ich werde Marxloh wieder zu einem In-Viertel machen.

 

Frage 3:

Wie stellen Sie sich ECHTE und KONKRETE Bürgerbeteiligung vor?

Antwort zu Frage3 von Yasar Durmus:
Die Bürger sollten die Politik gemeinsam mit den gewählten Amtsträgern machen, schließlich wurden die vom Volk gewählt.
Der OB von Mohnheim macht es vor. Er arbeitet sehr transparent. Das gefällt mir. Ich werde ebenfalls wichtige Entscheidungen öffentlich machen, damit jeder sieht was im Rathaus beschlossen wurde.
Wie ich seit Beginn meiner Kandidatur sage, werde ich als erste Amtshandlung die Türen im Rathaus entfernen, damit der OB für all seine Bürger greifbar ist.
Der OB sollte den Bürgern dienen, das ist mir wichtig. Es wird auch Sprechstunden geben, wo Bürger mir ihre Ideen und Konzepte präsentieren dürfen, denn uns allen liegt Duisburg am Herzen und oft wird der Bürger nicht angehört. Dabei kennt der Bürger sein Viertel besser als der OB.
Bürgernähe werde ich neu definieren und vorleben. Wir alle sind Duisburg.

 

 

Frage 4:
Marxloh scheint mir zZ ziemlich verloren, aber Hochfeld hat noch Chancen, ist aber auf dem besten Wege dahin genauso abzudriften wie Marxloh.

Wie wollen Sie konkret eine Entwicklung in Hochfeld stoppen oder positiv verändern, die sich dort bereits jetzt schon mit ähnlich negativen Folgen zu verfestigen beginnt wie in Marxloh?

Antwort zu Frage4 von Yasar Durmus:
Wir müssen mit dem Bund und den zuständigen Behörden reden, die den Flüchtlingen nur bestimmte Wohngegenden zur Verfügung stellen. Es mag zwar jetzt eine günstige Alternative sein, aber in der Zukunft werden wir Probleme bekommen, da den Menschen die Perspektive fehlt.
Oft werden Flüchtlinge in Vierteln untergebracht wo viele türkischstämmige leben. Der Grund ist ganz einfach. Wir sind für unser Hilfsbereitschaft bekannt. Die Stadt spart dadurch Geld, da die Mitbürger oft bei der Erstausstattung nicht helfen möchte. Solche Fälle häufen sich und sind mittlerweile bekannt. Das muss aufhören. Die Bundesregierung muss uns unterstützen, wenn sie uns schon die Flüchtinge zuschiebt. Unsere Mittel sind als Stadt nur begrenzt. Wenn Flüchtlingspolitik, dann gemeinsam mit dem Bund.

 

 

Frage 5:
Ich ärgere mich noch heute über den Fall Dr. Greulich. Nomen est Omen könnte man sagen. Konkret geht es darum, dass Herr Dr. Greulich ohne jede Not seitens der Wirtschaftsbetriebe als zusätzlicher GF beschäftigt wurde. Stichwort: Pöstenchen-Schacherei

Wie wollen Sie als OB derartige Vorgänge -wie in einem Selbstbedienungsladen- in Zukunft verhindern?

Antwort zu Frage5 von Yasar Durmus:
Solche Schlüsselpositionen müssen von unabhängigen Mitarbeitern besetzt werden. Dafür setze ich mich ein. Auch hier wäre dies mit einer Transparenz nie geschehen. Oft erfahren die Bürger erst im Nachhinein davon.
Ich wäre dafür, dass man den fleißigen Mitarbeitern im Unternehmen die Chance gibt aufzusteigen statt für teures Geld Führungskräfte einzukaufen, die im Nachhinein zu viel kosten, da sie keine Leistung zeigen.

 

 

Frage 6 :
OB Sören Link heizt mit seinen aktuellen Verbalattacken besonders gegen Rumänen und Bulgaren die Sozialneid-Debatte weiter an.

Was sagen Sie zu den Entwicklungen und was würden Sie ihm in einem Gespräch entgegnen?

Antwort zu Frage6 von Yasar Durmus:

Herr Link ist für seine rassistischen Äußerungen sehr bekannt. Vor zwei Monaten bezeichnete er seine Bürger als „asozial“ und jetzt die Roma gezielt. Wundern sollte sich niemand, der ihn halbwegs kennt und seinen Weg verfolgt hat. Selbst Putzfrauen im Rathaus waren schon immer seine Opfer, da sie nicht perfekt Deutsch wie der Herr Link sprechen.
Ich würde ihm dennoch mit dem nötigen Respekt entgegentreten, da ich stets professionell agiere und meine Erziehung dies so wünscht.
Vielleicht wird Herr Link nach der verlorenen Wahl merken, dass er hätte anders umgehen sollen mit den Menschen, denn nach der Wahl hätte er keinen Posten mehr und wäre praktisch arbeitslos. Dann sieht er wie es ist, wenn das Schicksal zuschlägt. Verdient hätte er es.
Ich wäre aber gerne bereit ihm dann zu zeigen wie man es richtig macht, wenn er aus seinen Fehlern gelernt hat. Mit Rassimus kommt niemand sehr weit.

 

Frage 7:
Der OB ist nicht mit sehr viel politsicher „Macht“ ausgestattet. Dafür der Stadtrat umsomehr.

Was macht das Amt für Sie so interessant das Sie sich zur Wahl stellen?

Antwort zu Frage7 von Yasar Durmus:

Ich denke hier liegt mein Vorteil. Gerade weil ich keiner Partei angehöre, kann ich eher auf eine Partei zugehen als jemand, der gebunden ist.
Ich arbeite mit allen Parteien, und die, die den besseren Vorschlag hat, mit der arbeite ich.
Ich würde aber politische Entscheidungen ebenfalls öffentlich machen. Die Bürger sollen sehen, ob sich de Parteien aus Protest dafür oder dagegen entscheiden.
Die Transparenz wird mir dabei helfen, dass sich die Parteien etwas mehr anstrengen als bisher und ihre persönlichen Belange etwas weiter nach hinten stellen.

 

Frage 8:
Der OB-Amtsinhaber hatte sich anfangs klar für das DOC positioniert. Seit der Gegeninitiative von jazuduisburg betont er, sich dem Bürgervotum am 24.9. anzuschließen.

Welche Meinung haben Sie zum DOC und zur aktuellen „STILLSTANDs-Drohung“ des Investors?

Antwort zu Frage8 von Yasar Durmus:

Dass Herr Link so tut als würde er dem Volk dienen, ist uns schon längst bewusst. Er macht Politik für Investoren statt sich aus sozialen Gründen für die Bürger einzusetzen.
Sollte das DOC gebaut werden, wird der EInzelhandel fast aussterben. Nur noch die großen Läden werden sich halten. Die Innenstadt stirbt aus und dafür steigt das Verkehrsaufkommen. Die einzigen Gewinner sind die Investoren.
Zwar wird behauotet, dass die Mode nur Outlet sei und mit dem Einzelhandel nicht in Konkurrenz stünde. Dies stimmt nicht. Entweder wird hier bewusst gelogen oder Herr Link ist unfähig. Beides sind Gründe ihn nicht zu wählen.
Die Modeindustrie produziert mittlerweile nur noch Mode für Outlet Center. Viele Konsumenten denken aber, dass es günstige Mode sei, da es sich evtl. um B-Ware o.ä. handeln könnte.
Und selbst wenn dies der Fall sein sollte, Die Konsumenten haben nur ein bestimmtes Budget, um shoppen gehen zu können. Und da diese dann ins DOC gehen, weil es modischer ist oder vermeintlich „günstiger“, würden diese Konsumenten im regulären Einzelhandel fehlen.
Das ist ganz einfach. Warum stellen wir die Gewerbeflächen nicht den Start Ups zur Verfügung oder der Wissenschaft und fördern so wo es benötigt wird. Das würde Duisburg nach vorne bringen, aber anscheinend fehlt Herrn Link die Weitsicht.

 

Frage 9:
Die City ist abends ab 19 Uhr oftmals wie ausgestorben, dennoch wird von City-Verantwortlichen genauso oft das Gegenteil behauptet.

Wie sehen Sie die aktuelle Situation (in) der City auch am Abend nach Ladenschluß, zB hinsichtlich der Gastronomie-Angebote, Events etc.?

Antwort zu Frage9 von Yasar Durmus:

Es fehlen ganz klar die Lokalitäten, um dementsprchend dies zur Verfügung zu stellen. Wenn wir unsere Stadt nicht auch für unsere jüngeren Mitmenschen und ausgehfreudigen Mitbürgern attraktiver gestalten, sollten wir uns nicht wundern, wenn besonders die Jüngeren wegziehen.
Wir sollten mehr Gastronomie und Eventflächen zur Verfügung stellen, und davon haben wir mehr als genug, die leer stehen. Ebenso könnten wir die Stadt beleben und die Events zentralisieren und von den Wohngebieten fernhalten.
Duisburg hat ein tolles Flair. Dies sollten wir nutzen.

 

Frage 10:

Halten Sie die jährlichen Aktionen und Märkte in der Stadt und in der City für attraktiv und ausreichend (für Bürger UND Auswärtige) oder muß sich etwas wesentlich verändern, verbessern?

Antwort zu Frage10 von Yasar Durmus:
Ganz klar nein. Mit einem Markt ist es nicht getan. Die Aufmachung ist wichtig. Die bisherigen Märkte verschaffen einem nicht die Stimmung, die der Veranstalter sich erhofft. Ein Stand sieht aus wie der nächste. So animiert man nicht zum konsumieren.
Auch der Weihnachtsmarkt schafft es nicht eine warme Atmosphäre zu schaffen. Wir brauchen mehr Attraktionen für unsere Events und ein besseres Programm.
Vor kurzem hatten wir ein Stadtfest in der City, welches ich besuchte. Ich wunderte mich, dass so viel Geld ausgegeben wird, aber das Geld für einen Tontechniker fehlte. Die Musikboxen waren so falsch ausgerichtet, dass wir uns lieber entfernten statt zu nähern, da uns die Ohren wehtaten und man eh nichts verstand.
Das mögen zwar Kleinigkeiten sein, aber solche Dinge sind wichtig, damit sich der Besucher wohlfühlt.
Ich würde gerne unterschiedliche Vereine bitten mitzumachen. Ich würde Schützenvereine, Integratonsvereine und viele weitere an den Tisch holen. Wir sollte ein Fest starten, wo wir zeigen, dass wir alle Duisburger sind. Wir sollten uns einander kennenlernen. Lassen sie uns damit beginnen.
Und welche Events wir noch starten können, werde ich mit meinen Bürgern erarbeiten, denn hierfür werde ich Sprechstunden einführen, wie bereits erwähnt. Duisburg gehört uns allen und wir alle wissen am besten was für uns wichtig ist.

 

8 thoughts on “Duisburger OB-Check von xtranews – Teil 2 – Yasar Durmus

  1. Sehr geehrter Herr Durmus,

    ich beziehe mich auf Ihre Antwort auf Frage 2, die von mit gestellt wurde.

    Ich finde sie aus diversen Gründen mehr als unbefrieigend.

    Sie schreiben, dass es eine Verschwörung der „Banken“ (oder etwa „(((Banken)))“?) sei, wörtlich: „In Wahrheit möchte man systematisch diese Viertel runterwirtschaften.“. Welches Interesse sollte daran bestehen? Das zu erklären bleiben Sie schuldig, und ich bezweifele auch stark, dass Sie dies rational nachvollziehbar leisten könnten.

    „Statt das Geld zu investieren, wird das Budget aufgrund des OB und BTW Wahlkampfes zurückgehalten, um damit Werbung zu machen.“ ist die nächste Verschwörung, die sie behaupten. Wieso sollte ein um die Wiederwahl kämpfender OB ein Interesse daran haben, real schlechte Zustände, zudem noch VOR einer Wahl, aufrecht zu erhalten? Steigert das tatsächlich seine Chancen? Nein, das Gegenteil ist der Fall. Und dass auch nur annnähernd in der Größenordnung von Millionen Euro mit zweckentfremdeten Geldern „Werbung“ gemacht wird, dafür hätte ich schon gerne einen Beleg!

    „Vielleicht stecken auch große Investoren dahinter und Sören Link unterstützt das Ganze.“ Leider ist auch hier nichts als eine Verschwörungstheorie zu finden. „Vielleicht“! Benennen Sie doch bitte konkret, welche Interessen hier vorliegen sollen und über welche Mechanismen hiervon welche Investoren profitieren sollten!

    „Ich werde Marxloh wieder zu einem In-Viertel machen.“ Wie wollen Sie dieses Heilsversprechen einlösen?
    Als einzige konkrete Maßnahme schlagen Sie städtische Bürgschaften für Immobilienkredite vor. Bitte erläutern Sie, wie dies in Anbetracht der Haushaltslage (schon allein rechtlich!) möglich sein soll und welche Motivation Hausbesitzer haben sollten, Kredite aufzunehmen. Die von Ihnen geschilderte idealisiert altruistische („Es sind türkische Geschäftsleute, aber auch Deutsche, die aus Zugehörigkeit der Gesellschaft etwas zurückgeben möchten, aber denen sind die Hände gebunden.“ und „um ihre Heimat wieder attraktiver zu gestalten“) ist in einem auf Gewinnerzielung ausgerichteten Marktsystem sicherlich nicht die vorherrschende.

    „Marxloh und Hochfeld könnten viel schöner sein.“ Das ist so ziemlich die einzige Ihrer Aussagen, der ich zustimme. Jedoch dass Sie den Weg dahin kennen und führen könnten, davon haben Sie mich nicht überzeugt.

    Ebenso wenig überzeugend fand ich übrigens Ihre Antworten auf die weiteren Ihnen gestellten Fragen zu anderen Themen.

  2. @Barbara Celarent
    War die Antwort von Gerhard Meyer auf Frage 2 denn besser? Ich lesen keinen Kommentar von Ihnen dazu.

    Was Herr Durmus zu diesen Vierteln anspricht ist nicht bewiesen, macht aber Sinn. Wenn Sie mal in anderen Städten der Welt Ghettos betrachten (Banlieus, Favelas), dann sind die alle unsinnig, es wird aber zugelassen dass sie entstehen.
    Wenn man sich näher damit beschäftigt wird ihre Bedeutung klar: Man hält bestimmte Gruppen so von anderen fern. Dadurch bleibt in den „guten“ Stadtteilen das Gefühl von Sauberheit, Ordnung und Überlegenheit erhalten. In den 80er entstand sogar der Begriff der Kultur der Armut. Man kann also diesen Viertel sogar einen gewissen kulturellen Charme abgewinnen, irgendwann sind sie einfach Teil des Ganzen, besonders in Großstädten. Das geht solange gut wie sich die Ordnung -vor allem die Vermögensordnung- aufrecht erhalten kann. Wenn nicht, kippt das Ganze. Leute aus den guten Vierteln die jetzt arm sind/werden, wollen nicht ins Ghetto. Und dann hat man dort die besten Sündenböcke der Welt auf einen Haufen.
    Mehr Erklärungen sind wohl nicht nötig.

    Schauen Sie in die Geschichte, alles schon mal dagewesen.

    • @ Michael Schulze

      „War die Antwort von Gerhard Meyer auf Frage 2 denn besser? Ich lesen keinen Kommentar von Ihnen dazu.“

      Sie liefern gerade erneut ein hervorragendes Beispiel für „whataboutism“.
      Und wenn ich jeden Artikel hier kommentieren sollte, hätte ich viel zu tun.

      „Mehr Erklärungen sind wohl nicht nötig.
      Schauen Sie in die Geschichte, alles schon mal dagewesen.“

      Es ging nicht um Erklärung des Systems. Eine Ursachenanalyse sollte der Problembehebung selsbtverständlich vorgeschaltet sein, aber meine Frage war:

      „Welche KONKRETEN Maßnahmen (bitte klare Aussagen, nicht allgemein „Wohnumfeldverbesserung“ oder ahnliche Floskeln) würden Sie anstreben, um dem gegenzusteuern?“

      und eben auf diese Frage habe ich, wie oben ausgeführt und als unbefriedigend eingeordnet, als einzige Antwort erhalten:

      „Ich würde als Oberbürgermeister die Banken an den Tisch bitten und als Stadt bei gegebener Bonität in die Bürgschaft gehen.“

      Die Ursachenanalyse des Herrn Dumus bestand allein im Auftischen von wirren Verschwörungstheorien, die Ihrer Meinung nach „Sinn machen“.

      Wenn Sie hier schon Antworten des Herrn Dumus offenbar meinen nachbessern zu müssen, beziehen Sie sich doch bitte auf die in meinem vorherigen Kommentar aufgeworfenen Fragen oder – besser – lassen Sie ihn für sich selbst sprechen. Er als OB-Kandidat steht hier auf dem Prüfstand, nicht Sie.

      Ich hätte es nebenbei auch begrüßt, wenn die von mir ursprünglich gestellten 3 Fragen (wie sie von Ihrer Redaktion erbeten wurden) nicht auf eine reduziert worden wären! Insbesondere eine konkrete Antwort auf den Finanzmittelaufwand und die Mittelherkunft zur Finanzierung erforderlicher Maßnahmen durch die Stadt hätte mich nämlich brennend interessiert.

  3. Hallo Herr Dumus, ich hab da mal ’ne Frage!

    Sie schreiben in Ihrer Antwort auf Frage 4:

    „Oft werden Flüchtlinge in Vierteln untergebracht wo viele türkischstämmige leben. Der Grund ist ganz einfach. Wir sind für unser Hilfsbereitschaft bekannt. Die Stadt spart dadurch Geld, da die Mitbürger oft bei der Erstausstattung nicht helfen möchte.“

    Würden Sie mir bitte erklären, ob Sie wirklich sagen wollten, dass Türkischstämmige, (Sie benutzen das „Wir“ in diesem Bezug) sich von den „Mitbürgern“ dadurch unterscheiden, dass die eine Gruppe hilfsbereit ist, die andere hingegen „nicht helfen möchte“?

    Und wenn Sie gerade dabei sind:
    Gehören beide zur Obermenge: „meine Bürger“, wie sie die Duisburger Bevölkerung in Ihrer Zukunftsprojektion in Frage 10 vorausgreifend einvernehmen?

    Verstehen Sie mich bitte richtig, Dieses „Wir“ und „Ihr“ bringt mich bei AfD & Co. schon zum ko**en; wenn Sie jetzt auch noch damit anfangen, wird es nicht leichter.

  4. Michael Schulze 12. September 2017 at 00:31:13 - Author

    @Barbara Celarent
    Andere haben auch Fragen gestellt, wie Sie sehen und lesen können.
    Ausserdem hätten ihre beiden zusätzlichen Fragen die Kandidaten echt überfordert, glaube ich.

    Wenn Sie das weiter interessiert, dann bleiben Sie am Ball und stellen die 2 Fragen den Kandidaten direkt über deren FB-Accounts z.B.

  5. @ Michael Schulze

    Auf Ihr Anraten hin war ich soeben auf der Facebook-Seite des Herrn Durmus.

    Dort stellte ich zu meinem Erstaunen fest, dass auf den ca. 100 Bildern, die er von seinem Wahlkampf zeigt, nicht eine einzige Frau zu sehen ist; keine einzige!

    Jetzt stellt sich mir plötzlich eine ganz andere Frage: Wen meint er mit „Wir alle sind Duisburg“?

    Vielleicht möchten Sie ja mal selbst nachhaken. Es könnte Ihre Leser interessieren.

  6. Michael Schulze 12. September 2017 at 20:59:54 - Author

    @Barbara Celarent
    Ich versuche gerade einen persönlichen Termin zu bekommen um einige Dinge zu besprechen. Ihren Hinweis habe ich dabei im Hinterkopf. Mal sehen was noch kommt und ob es zu dem Gespräch kommt.
    Es gibt ja bereits etliche Leute die mich auch direkt anschreiben/anmailen mit Hinweisen auf die Nähe zum türkischen Päsidenten, auf die Plakate die mit dessen Motiv auch In Duisburg hängen usw. Auch die neue Partei ADD=Allianz Deutscher Demokraten spielt eine Rolle.

    Ich bin dabei erstmal unvoreingenommen und will mir selbst ein Bild machen.

    Ich kann auch Ihre(=Barbara Celarent) „Intentionen“ nicht richtig einschätzen. Und ich bessere auch die Texte von Herrn Durmus nicht nach, sondern ich versuche die aus meiner Sicht beste Vermittlung aus allen und seien es auch „extreme“ oder andersartige(im Rahmen der Gesetze) Ansichten zu erreichen. xtranews soll ein Forum für alle (Meinungen) sein, auch wenn es vllt. aufregt. Immerhin haben alle so auch ein Bild wer denn was will, allemal besser als würde es im Geheimen stattfinden. Wir haben ja auch Frau Händelkes von der NPD zwei Mal zum Interview gebeten. Warum auch nicht? Zum Glück können und dürfen wir das noch. Dadurch werden wir nicht zu Symphatisanten.

    In diesem Zusammenhang sei noch der Hinweis darauf gestattet wie Herr Link durch seinen Adjutanten Lorenz versucht hat uns nach Gutsherrenart zu gängeln wie die Interviews mit ihm ablaufen müssen. Was wir abgelehnt haben.

    Dass Frau Händelkes in ihrem 2. Interview von Zigeunern schreibt und Herr Durmus ständig „Wir sind Duisburg“ schreibt und damit vllt. ein wenig auf den Putz haut, macht uns wissender, weil es ja transparent nachzulesen ist.

    Dass sich aber ein amtierender OB aufspielt wie ein Oberbestimmer dem wir huldigen sollen, das sollte uns nachdenklich machen, vor allem wenn ich gestern noch in der WAZ las, dass 36% aller Duisburger ihn angeblich wählen wollen.