In Duisburg ist der Wurm drin? Gastbeitrag von Helga Busch zum DOC

Gestern erreichte mich dieser Gastbeitrag mit der Bitte ihn doch zum Thema DOC zu veröffentlichen.

von Helga Busch

Die Tage kam ich am Lehmbruck-Museum vorbei. Auf der Mitte der Friedrich-Wilheim-Straße steht ein Plakat für eine Ausstellung mit dem Hinweis: #wurminduisburg. Spontan dachte ich, dass das genau der Aufhänger ist, auf den ich für diesen Artikel gewartet habe: in Duisburg ist der Wurm drin. Es muss nach Wegen gesucht werden, um diesen Wurm aus Duisburg, in diesem Fall genauer gesagt aus der Innenstadt, herauszubekommen.

Wie kann das vor sich gehen? Durch das angedachte DOC „am Ende der Welt“ statt in der Duisburger Innenstadt? Sicherlich nicht. Da sind sich auch sehr viele Duisburgerinnen und Duisburger einig. Jedoch ist Meckern immer relativ einfach. Doch was wäre eine Alternative? Darüber gilt es einmal nachzudenken.

Wir haben hier in der Innenstadt eine schön angelegte Fußgängerzone durchgehend von der Höhe der Hauptbahnhof bis zum Schwanentor. Auf unserem Spaziergang die Königstraße hinunter kommen wir an netten Eisdielen, Bäckereien und Restaurants vorbei, die im Sommer Tische und Stühle draußen haben und die Einkäufer (oder sollte ich lieber „Shopper“ sagen?) zum Verweilen einladen.
Wir kommen auch an vier Einkaufszentren vorbei: Averdunk, City Palais, Forum und Königsgalerie. Das City Palais wird gerade umgebaut und dort gibt es zurzeit soweit ich weiß keinen Leerstand. In den drei anderen stehen mehr oder weniger viele Geschäftsräume leer und warten auf Wiederbelebung.
Jedoch nicht nur in den Einkaufszentren (oder auf neudeutsch Malls) gibt es Leerstand sondern auch einzelne Geschäftsräume bis hin zu den ehemaligen großen mehrgeschossigen Gebäuden hinter der Steinschen Gasse fristen ein trauriges Dasein ohne Leben. Dazu kommt noch die abzweigende Beekstraße, die ich auch noch als belebte Geschäftsstraße kenne.

Liebe Investoren: hier liegt viel Potential brach, ohne dass neu gebaut werden muss. Gerne auch Designer Outlets, jedoch ohne in ein Zentrum zusammengefasst zu werden sondern verstreut zwischen den anderen Geschäften. Also bitte zugreifen! Hier liegen Ihre Chance, etwas für die Duisburger Innenstadt zu tun und auch Besucher aus anderen Städten anzuziehen. Eine durchgängige Einkaufsstraße mit attraktiven Geschäften auf ca. 2 km ist mit Sicherheit ein Grund, nach Duisburg zu kommen. Vier Einkaufszentren auf ca. 1 km klingen spannend und bieten einen Anreiz, nicht nur gucken zu kommen sondern auch einzukaufen.

Liebe Stadt Duisburg: Es müssen Anreize für das Ansiedeln neuer Geschäfte geschaffen werden: niedrigere Mieten und niedrigere Gewerbesteuern, zum Beispiel.

Liebe Duisburgerinnen und Duisburger: Kommt in die Innenstadt zum flanieren und einkaufen. Geld kann nur einmal ausgegeben werden – dafür brauchen wir kein totes DOC, das AUSSERHALB der Innenstadt vor sich hindümpelt. Selbst das bis 2004 größte Einkaufszentrum der Welt, die West Edmonton Mall, weist Leerstand auf. Das müssen wir in Duisburg nicht nachmachen. Wir können es besser!

Es geht nur Hand in Hand – Investoren, Stadt und Bürgerinnen und Bürger.
Darum, liebe Mitmenschen, denen die Stadt Duisburg am Herzen liegt: Denken Sie beim Bürgerentscheid am 24. September daran, in diesem Sinn abzustimmen: gegen DOC – für eine Alternative! Also bitte entsprechend abstimmen.

2 thoughts on “In Duisburg ist der Wurm drin? Gastbeitrag von Helga Busch zum DOC

  1. Das Problem dürfte nur sein, dass Herr Krieger keinen Profit machen kann mit einem DOC in der Innenstadt und das ist nun einmal vermutlich das, was ihn interessiert. Duisburg dürfte ihm ziemlich egal sein.

    Ich sag jedenfalls Ja zu Duisburg und zeige ihm den „Stinkefinger“.