DOC in Duisburg: Gegner und Investor im Clinch

Ich berichtete ja bereits mehrmals in Sachen DOC und zuletzt über die Web-Kampagne des Investors Kurt Krieger (www.einstueckduisburg.de) sowie die Reaktion der Gegner von „www.jazuduisburg.de“ darauf.  Nun geht der Investor nochmals in die Offensive und hat vor wenigen Tagen ein grosses Schild auf dem Gelände anbringen lassen auf dem steht: STILLSTAND. DU KANNST DAS ÄNDERN.

Auf einem Riesenbanner droht der Outlet-Investor den Duisburgern Stillstand an, sollten diese sich nicht für seine Outletpläne aussprechen.

 

Prompt hat die Gegeninitiative uns genau dazu einen Pressetext übersandt:

 

Outlet-Investor droht öffentlich mit Stillstand

Der Investor Kurt Krieger droht den Duisburgern öffentlich mit Stillstand, sollten Bürgerinnen und Bürger am 24. September nicht seinem Wunsch nachkommen und das Design-Outlet-Center (DOC) ablehnen. Seit Montag, den 28. August, prangt am Gebäude des ehemaligen Güterbahnhofgeländes in weißen Buchstaben auf schwarzem Grund das Wort „Stillstand“. Die Initiative „Ja zu Duisburg – kein DOC“ verurteilt diese öffentliche Drohung aufs Schärfste und bezieht Stellung.

„Bisher wurden die Duisburgerinnen und Duisburger bereits öffentlich auf der Werbeseite des Investors (einstueckduisburg.de) unter Druck gesetzt, denn dort droht die Krieger Grundstück GmbH im Falle der DOC-Ablehnung mit Stillstand“, so Frank Oberpichler, Sprecher der Initiative „Ja zu Duisburg“. „Dass den DuisburgerInnen öffentlich gedroht wird, ist untragbar“, führt Oberpichler aus.

Investor und Grundstückseigentümer Kurt Krieger hatte bis zuletzt das Baurecht für ein Möbelhaus. „Dass ihm nun per Bürgerentscheid, einem basisdemokratischen Prozess, sein neuster Wunsch nach einem Outletcenter auf der Fläche verwehrt bleiben könnte, gibt ihm kein Recht, den Duisburgern Stillstand anzudrohen und sie somit dazu zu bringen, ihre Innenstadt zu opfern“, so Oberpichler.

Es ist nicht das erste Mal, dass Kurt Krieger den Duisburgern mit Stillstand droht. Bereits 2011 drohte er dem Duisburger Stadtrat, er würde sein Grundstück brach liegenlassen, wenn man dem damaligen Möbelhausmitbewerber Ostermann im Norden schneller zum Zuge kommen lassen würde. Die Rheinische Post berichtete. Damals wurde die Ankündigung Kriegers, das Grundstück brach liegenzulassen, von der SPD bereits als möglicher Erpressungsversuch gewertet. Heute kuscht die SPD vor dem milliardenschweren Investor. Sogar Sören Link promotet die Werbeseite samt Stillstand-Drohung der Krieger Grundstück GmbH auf seiner Facebookseite. Sieht so eine unabhängige Verwaltung aus?

Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/krieger-droht-mit-stillstand-aid-1.1192000  (Stand 29.8.2017)

 

Pressetext: www.jazuduisburg.de, Durian PR, Duisburg

 

 

 

 

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