Über 11 Millionen versenkt und noch immer kein Baufortschritt beim Duisburger Eurogate

Fast zwei Jahre ist es her, da hat sich extra3(NDR) mal mit Duisburgs Eurogate im bzw. am Innenhafen beschäftigt.

Tja, da ist er aber ganz schon baff, der Noch-OB. Und wahrscheinlich ziemlich überrascht wie wenig sich seit Fertigstellung des Eurogate getan hat, obwohl doch alles mit den besten Absichten angefangen wurde. 

Jetzt kurz vor der OB-Wahl am 24.9. sollte man sich an das ganze Eurogate-Desaster durchaus nochmals erinnern. Wird doch noch immer auch an anderen Stellen der Stadt alles mögliche Tolle an Investitionen laufend versprochen aber wenig gehalten. Die Worte versprechen, versprochen usw. sind aber auch so eine Sache, vllt. macht der OB gar keine Versprechungen, sondern Versprecher. Wer weiß?

Wie dem auch sein, laut extra3-Recherche sind über 11 Mio. EURO versenkt worden und ich hoffe damit kommt „man“ aus. Wenn man sich den Film nämlich ansieht werden darin ja doch durchaus Folge-Probleme aufgezeigt, die so eine Freiluft-Treppe allein durch Nicht-Benutzung verursachen kann.

 

Ob auch dieser Verfallsprozess symptomatisch für die OB-Link-Legislatur steht? Ich würde sagen ja.

 

12 thoughts on “Über 11 Millionen versenkt und noch immer kein Baufortschritt beim Duisburger Eurogate

  1. Fairerweise muss man sagen, dass der fehlende Fortschritt wohl eher an der Planlosigkeit eines Dezernenten liegt.
    War der nicht sogar schon unter Sauerland anwesend?

  2. Also wirklich, wir müssen fair bleiben. Es gibt einen riesigen Fortschritt in Sachen Eurogate.
    Denn (das nicht vorhandene) Eurogate heißt jetzt „The Curve“ (ebenfalls nicht vorhanden).
    Zur Eröffnung der „Promenadentreppe“ schlage ich ein Promenadenkonzert-Lied vor: „Schlösser, die im Monde liegen, Bringen Kummer, lieber Schatz. Um im Glück dich einzuwiegen, Hast du auf der Erde Platz….“ (Paul Lincke, Frau Luna)

  3. Michael Schulze 31. Juli 2017 at 12:37:34 -

    @ulrics
    Aber der amtierende OB schmückt sich immer mit solchen tollen Sachen. Und da gabs letztens ja auch was Neues zu dem Thema, jedoch irgendwie gehts nicht/nie weiter.

  4. Michael Schulze 31. Juli 2017 at 12:40:14 -

    @Frieder Kraus
    Yeap, das „The Curve“-Ding meine ich. Ich muß mich auch immer „curven“, vor Lachen und vor Bauchschmerzen.

  5. @Michael Schulze

    Dein Feldzug gegen Link ist beachtenswert. Nur: Er war nicht der, der den Bau wollte und vorangetrieben hat. Das war, wenig überraschend, Dein Freund Sauerland. Den Du ja schon im Loveparade-Beitrag umgarnt hast.

    Bemerkenswert.

  6. Michael Schulze 1. August 2017 at 23:54:51 -

    @Stefan
    Es gibt keinen Feldzug gegen Link und es gibt keinen Freund Sauerland.
    Es gibt wenn überhaupt einen Feldzug, dann einen gegen schlechte Politik & Verwaltung und deren ProtagonistenInnen.
    Das Link aktuell im Fokus steht ist nur verständlich.
    Wieso Sauerland mein Freund sein soll ist mir schleierhaft? Welcher Beitrag ist genau gemeint? Der Hauptbeitrag ist von Max Bauer, mein Kommentar steht weiter unten und ist im Ergebnis eher wenig schmeichelhaft für Herrn Sauerland. Natürlich hat(te) er auch seine guten Seiten so wie Herr Link sie auch hat. Die hat jeder Mensch. Manche mehr und manche weniger.

    Bei Herrn Sauerland blieb aber zum Schluß davon gar nichts mehr übrig.

    Fazit:
    Ich will in dem Kommentar vor allem zum Ausdruck bringen, daß nicht nur Sauerland alleine den Mist verbockt hat. Das muß man ihm eigentlich zugute halten und den anderen schlecht anrechnen.

    • Sauerland hat nicht alleine „den Mist verbockt“, wie Du es so schön nennst. Allerdings trug er die politische Verantwortung und dem wurde er (in den Augen der Menschen, die ihn „abwählten“) nicht gerecht.

      Und in meinen auch nicht.

      Da ist es egal, was für ein toller Hecht er vielleicht vorher und anderswo war. Du kannst auch hundert Jahre lang ein guter Autofahrer sein. Wenn Du dann einen schweren Unfall baust und Dich durch Flucht zu entziehen versuchst, wird niemanden interessieren, wie toll Du vor dem Unfall warst. Das ist zugegeben leicht überspitzt, aber Du verstehst, was ich meine, oder?

    • Mit dem Beitrag hast Du Recht, da habe ich Euch verwechselt. Mein Fehler und ich bitte um Entschuldigung.

  7. Norbert Krambrich 2. August 2017 at 09:43:52 -

    Die aktuelle politische Situation ist das Ergebnis eines langjährigen Prozesses und Spiegelbild von Parteien. die seit Jahrzehnten in einem Netz aus Kungellei, Hinterzimmerabsprachen, Vorteilsnahme und gegenseitigen Gefälligkeiten verfangen ist.Während in der Ära Krings dies noch durch dessen Bürgernähe und Kommunikationsfähigkeit gedeckelt werden konnte, befindet sich Duisburg seit Zieling/ Brandt in einem Abwärtsstrudel, mangelnde Sympathiewerte, eine veränderte öffentliche Wahrnehmung des parteipolitischen Filzes, fehlende Einsicht der herrschenden politischen Kaste in notwendige Veränderung von Bürgerdialog und Entflechtung politischer Netzwerke haben ihr übriges getan.Mit der Loveparade,-Katastrophe, der unrühmlichen Debatte um einen Neuanfang mit einem unabhängigen Kandidaten und dem Ergebnis der Kandidatur von Link sind Gräben tiefer geworden , sichtbarer und vor allem von der SPD in den letzten Jahren befeuert worden, die entscheidend sind für die jetzige politische Situation.Gutsherrenart, politische Torschlussentscheidungen und populistische Rückgratlosigkeit auf der einen, grundsätzlichiches Mißtrauen und Unbehangen, bis hin zur masslosen Wut auf der anderen Seite, dazu eine politische Debattenkultur, die an Armseligkeit kaum zu überbieten ist.

  8. Michael Schulze 2. August 2017 at 13:06:49 -

    @Stefan
    1. Ich verstehe was gemeint ist.
    2. Ich entschuldige den Post mit der Verwechslung.

    @Norbert Krambich
    Mit (Zitat)“bis hin zur masslosen Wut auf der anderen Seite, dazu eine politische Debattenkultur, die an Armseligkeit kaum zu überbieten ist.“(Zitat-Ende) sind damit auch wir von den xtranews und in denxtranews gemeint?
    Wenn ja, dann weise ich das entschieden zurück. Nicht für alle, aber für die meisten.

  9. Norbert Krambrich 2. August 2017 at 13:29:20 -

    @ Michael Schulze
    Ich meine damit in erster Linie die in sozialen Medien wie Facebook vorherrschende Art der politischen Debatte, allerdings kann ich auch nicht verhehlen, dass ich Artikel wie den über die soziale Hängematte, in der sich angeblich Langzeitarbeitslose breit machen oder andere Artikel von Herrn Bauer für populistische Stimmungsmache und in einzelnen Formulierungen für grundsätzlich despektierlich halte.

  10. Michael Schulze 2. August 2017 at 15:12:25 - Author

    @Norbert Krambich
    Bei den xtranews gibt es nicht unter allen Autoren Konsens, was auch gewünscht ist.
    Wir sind als xtranews nicht rechts, links, mittig.(s. Logo) Was mich angeht so will ich politische, verwaltungstechnische und wirtschaftliche Mißstände aufzeigen und die ProtagonistenInnen durchaus anprangern – aber nicht im Sinne eines Feldzugs, schon gar nicht im militärischen Sinne von bekämpfen und vernichten etc.
    Und ich mache auch Fehler, bin ev. mal einseitiger als nötig oder ungenauer als erwünscht. Dafür gibt es aber die Kommentarmöglichkeiten der Leser als Korrektiv.

    Bei uns herrscht Meinungsfreiheit und wenn ein Autor nicht über die demokratischen Spielregeln hinausschießt ist das vollkommen okay.
    Er macht das nämlich mit Klarnamen, also muß er dafür auch einstehen, diese Möglichkeiten hat er, kennt er.
    Auch Sie können als Gastschreiber Artikel verfassen. Klären Sie dies bitte mit dem Herausgeber Herrn Rodenbücher ( s. Impressum).
    Diese Möglichkeit steht prinzipiell allen offen. Von gewissen undemokratischen Ausnahmen mal abgesehen und auch wenn jemand nur politisch-einseitige Propaganda machen will, oder Wirtschaftswerbung und -PR etc.

    Und ein wenig versteh ICH das Ganze auch als ausserparlamentarische Opposition. Denn ich zB würde mich zZ in keiner Partei wohlfühlen und auch im Rat nicht, in den ich ja auch parteilos gewählt werden könnte.