Duisburger City nur unterdurchschnittlich bewertet

Wir haben in der letzten Zeit etliche Male über die City berichtet, meist im Zusammenhang mit dem geplanten DOC in Bahnhofsnähe (Duisburger Freiheit).

xtranews-City-Umfrageergebnis nach sieben Tagen – am 14.7.2017

Aus diesem Grunde hatten wir am 8.7. auch eine Umfrage zur City gestartet und ziehen jetzt nach sieben Tagen eine erste Bilanz. Das Ergebnis ist ziemlich durchwachsen und die City scheidet in der Bewertung eher unterdurchschnittlich ab.

Über 60% der Stimmen fielen „ausreichend“ und schlechter aus. Dies deckt sich auch mit meinen Erfahrungen aus vielen Gesprächen mit Besuchern und Anbietern(Handel, Gastronomie) in der City.

Das Profil der City leidet unter der üblichen Eintönigkeit und Uniformität von Handels-Filialisten und Gastro-Franchisern, die man inzwischen allerorten in der gleichen Ausprägung findet. Die Eigentümlichkeit einer Duisburger City wird auch durch die typischen Events nicht geheilt. Denn auch diese Events sind so wie in vielen anderen Städten auch: Nichts Besonderes.

So wie die City von etlichen Verantwortlichen immer schön geredet wird, ist sie dann doch wohl nicht. Aber diese Leute müssen ja so reden, schließlich wollen sie alle ihre Jobs behalten.

Dass die Diskussionen und Investitionsunsicherheiten der letzten Jahre wegen möglicher Neuansiedlungen grosser Projekte wie MultiCasa, FOC und nun DOC ihre Spuren hinterlassen haben und dies noch immer tun, dürfte jedem einleuchten.

Dass von der Stadt und Verwaltung initierte Projekte wie „Ideen für Duisburg“ lieblos vor sich hin vegetieren, obwohl sie viel Geld kosteten und ev. noch kosten, ist ein zusätzlicher Wermutstropfen, der das Fass der Unsäglichkeiten langsam überlaufen läßt.

 

 

 

2 thoughts on “Duisburger City nur unterdurchschnittlich bewertet

  1. Es fehlt einfach an Engagement.
    Dies merkt man besonders deutlich an der ungebremsten Vandalisierung.
    Niemand geht mal und reißt die Wildplakatierung weg.

    Es braucht ein besonderes Highlight in der Stadt.
    Zum Beispiel den Leerstand zu einer Kunstausstellung umfunktionieren.
    So wird die Flächen zumindest genutzt und mehr Gewinn als mit Leerstand erzielt man so allemal.

  2. Michael Schulze Sa, 15 Jul 2017 at 21:04:21 - Author

    @ulrics
    Zum Thema City gibts noch viel mehr zu sagen. Aber dazu reicht der Platz nicht ;-).

    Nur kurz:
    Was den Leerstand angeht, so sind die steuerlichen Möglichkeiten von Verlustabschreibungen einfach zu gut.

    Der Leerstand wird mit einem DOC sicher nicht kleiner, trotzdem entschied sich der Stadtrat dafür.

    Wer will angesichts des mächtigen Filialhandels und des Online-Handels denn noch stationärer Einzelhändler*In sein? Wer will Mieten von 25 EURO/qm und mehr bezahlen, dazu mühsam Personal suchen, Diebstahl verhindern, Guckkunden die dann online kaufen verhindern, für 50.000 EURO und mehr Ladeneinrichtungen kaufen, ständig umdekorieren, Abmahnungen wegen aggressiver Preiswerbung kassieren …?