Piraten NRW: Ein Cannabisverbot hilft nur den Dealern

Lukas Lamla, Drogenpolitischer Sprecher der Piratenfraktion in NRW zur heutigen Landtagsdebatte „Das Land NRW muss die Freigabe von Cannabis in lizenzierten kommunalen Abgabestellen unterstützen!“:

„Fakt ist: Cannabis wird konsumiert. Cannabis ist verboten. Fakt ist aber auch,
dass der Zweck der Cannabisprohibition systematisch verfehlt wird,
dass die Prohibition schädlich für die Gesellschaft ist,
dass die Prohibition unverhältnismäßig kostspielig ist,
dass die Prohibition schädlich für die Konsumenten ist,
dass mit der Prohibition der Staat seine Kontrolle über Verfügbarkeit und Reinheit von Cannabis aufgibt.
Prohibition nutzt also nur den Dealern.

Bürger und Kommunen sind sich dessen in großen Teilen schon bewusst und diskutieren die Einrichtung von lizensierten, öffentlichen Abgabestellen. Wir sollten endlich das Richtige tun. Sorgen wir für eine geordnete und kontrollierte Abgabe von Cannabis in darauf spezialisierten Geschäften, die staatlicher Kontrolle unterliegen. Wir PIRATEN wollen dafür einen Fördertopf der Landesregierung, um Kommunen bei der Entwicklung, Antragstellung und Durchführung von Modellprojekten zur Einrichtung von lizenzierten Abgabestellen finanziell zu ermöglichen.“

Hintergrund:
Antrag der PIRATEN
www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-14003.pdf

 

Foto: Anke Knipschild

One thought on “Piraten NRW: Ein Cannabisverbot hilft nur den Dealern

  1. „Fakt ist: Cannabis wird konsumiert. Cannabis ist verboten. Fakt ist aber auch,
    dass der Zweck der Cannabisprohibition systematisch verfehlt wird,
    dass die Prohibition schädlich für die Gesellschaft ist,
    dass die Prohibition unverhältnismäßig kostspielig ist,
    dass die Prohibition schädlich für die Konsumenten ist,“

    Fakt ist, dass die Piraten eine Droge legalisieren möchten ohne auch nur ein Beleg für ihre Behauptungen, dass es danach besser für Gesellschaft und dem Einzelnen sei, zu geben.
    Diese Behauptungen sind daher das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt sind.

    Auch der Antrag selbst gibt nichts her, er spricht von Kriminalisierung und Diskriminierung, ohne auch nur zu erläutern warum eine Diskriminierung stattfinden sollte. Wird etwa auch der Schläger Diskriminiert weil er nicht jemanden Schlagen darf?
    Das Argument mit Kriminalisierung ist entsprechend auch an den Haaren herbei gezogen. Denn erstens wird der Gebrauch gar nicht verfolgt und zweitens sind Dealer selbstverständlich Kriminell und werden auch immer kriminell bleiben.