Das war die Woche, die gewesen sein wird: Verspätungsausgabe wegen Wintereinbruch

Dieser Text sollte eigentlich auf flotten Schienen ins Redaktionssystem gelangen und dort wie immer von einem Haltepunkt zum nächsten weitergeleitet werden. Da wir ja bisher mit Herbstblättern auf den Schienen total gut ausgekommen sind, wäre das kein Problem gewesen. Aber wer erwartet im Winter denn Schnee und Kälte und so? Wo wir doch alle von der Erderwärmung reden? Deswegen ist der Text etwas verspätet und alle sind total gefrustet. Machste nix. Ist halt Winter.

Thema der Woche

Der Rat hat den Kulturentwicklungsplan beschlossen! Also fast alle im Rat. Einstimmig war der Beschluss nicht wie das Ratsinformationssystem einem mitteilt, aber eine Aufschlüsselung wer wie gestimmt hat, diese habe ich noch nicht dort gesehen. Interessant wäre es.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, in wieweit es noch Diskussionen über die Forderungen in den Anhängen gab – und da sind einige Dinge drin, an denen sich der Rat der Stadt messen lassen muss in Zukunft. Überhaupt muss sich der Rat und die Politik jetzt an dem messen lassen, was an Erwartungen bei den Teilnehmern geweckt worden ist. Die Frage nach der Langzeit-Motivation wird ja meistens dann gar nicht so gestellt. Und die wird wichtig sein, wenn das auf mich immer noch sehr hierarchische und unflexibel gewählte System mit Kulturkonferenz und Kulturbeirat und dem ganzen Pipapo im nächsten Jahr umgesetzt werden soll. Es gibt da einige Details, die noch zu schärfen sind und vor allem: Wenn der Plan funktionieren soll, dann braucht man mehr als Augenhöhe. Man braucht Empathie. Und ein offenes Ohr. Ob diese beiden Dinge so Knall auf Fall bei der bisherigen Verwaltung zu finden sein werden? Nun, warten wir es ab. Immerhin freut es natürlich auch diebisch, dass man den Rat jetzt auf gewisse Sachen festnageln kann, denn was beschlossen ist, das ist beschlossen. Auch wenn nur vorerst die Grobzüge des Ganzen abgesegnet wurden – aber auf einige Dinge kann man den Rat und die Politik jetzt festnageln. Wer von einer Bewährungsprobe Krützbergs reden möchte, der kann das auf jeden Fall gerne tun.

Der App-Link der Woche

Die neue App der DVG kann jetzt – ja – sie kann einem jetzt toll schnell sagen, wie man von A nach B kommt. Ob man Ersatzpläne eingeblendet bekommt, wenn es die DVG mal wieder nicht schafft pünktlich zu sein wäre noch zu erforschen.

Der Stauen-Abbau-Link der Woche

Die Reparatur des Davids, der bisher als Blickfang für das Lehmbruckmuseum vorhielt, ist halt teuer. Allwetterfest war der auch nie geplant, aber immerhin ein Lichtblick in Duisburg – und wie immer: Zuerst wird gemeckert, dann wird geliebt. Jetzt kommt der weg. Was mit dem leeren Sockel passieren wird steht wohl noch nicht fest, aber jetzt könnte man zumindest an der Stelle einige Bäume mehr stehen lassen…

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Der Wir-sind-nicht-gefragt-worden-Link der Woche

Von einer Aktion der WAZ, in der Weihnachtsgeschenke im Wert von bis zu 25,- Euro im lokalen Handel oder den Gemeinden gekauft werden können würden – hach, unser Deutsch ist schon toll – haben offenbar etliche Gemeinden nichts mitbekommen. Nun ist die Sammeltasse von Neudorf-West eventuell Geschmacksache, das war auch eher eine Aktion für den Norden aber auch im Norden der Stadt daselbst hört man ein dezentes „Wir wurden gar nicht gefragt“-Grummeln…

Der Schmalbart-Link der Woche

Schmalbart-Link. Weil die „Breitbart“-Blog-Gruppe einen deutschen Ableger machen möchte. Ihr wißt schon, das ist das Blog des Beraters von Donald Trump, der gerade öffentlich gesagt hat, er fände es total super, wenn Schwarzen das Wahlrecht irgendwie gar nicht gestattet werden würde. Ich würde mitmachen, aber ich hab auch ab und an mal Freizeit. (Nein sagen! Hab ich bei der IHK gelernt! War das Geld fürs Seminar doch nicht vergebens!)

Der Ausbeuter-Link der Woche

Machen wir uns nichts vor: Für die Kulturelle Bildung gibts zu wenig Geld. Sie ganz einzustellen wäre aber ein Fehler. Und so hangeln sich die Mitarbeiter, meistens Honorarkräfte, mit schmalen Salär von Monat zu Monat. Kleinunternehmer-Regelung halt.

Das Video der Woche

Der Selbstmord von Johannes Korten hat in diesem Jahr das Thema für einige Wochen wieder sichtbar gemacht. Aber immer wieder verschwindet das Thema und immer wieder weiß man nicht recht, wie man sich gegenüber Kranken verhalten soll. Das ZDF zeigt, was Depression anstellen kann.

Themen, die diese Woche drangegeben wären, aber – ihr wißt schon…

  • Kraft weiß den SPD-Kanzlerkandidaten, ist aber streng geheim, deswegen sagt sie nichts. Schön, wenn unsere Landesmutter derzeit keine anderen Probleme hat. Moment mal…
  • Digital.Hubs NRW, die am 06.12. starten. Toll. Informationen aus Essen darüber, was jetzt so für den Pott geplant wird nicht da? Nicht toll.
  • 24 Container aufeinanderstapeln und zack, fertig: Der größte Adventskalender in Dortmund. Da ist ja wohl echte Liebe dran verloren gegangen.
  • Der Lichtermarkt im Lapano, der vielleicht, eventuell den Besucherstand vom letzten Jahr übertreffen wird. Stand noch nicht so ganz fest, wäre aber keine Kunst bei einem Markt, der erst zum zweiten Mal stattfand. Und dessen musikalisches Rahmenprogramm alle Erwartungen erfüllte. Nein, moment: „Keine Wünsche offenließ“. Herrje.

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