Faszination YouTube

Was vor über 10 Jahren als simple Plattform für Amateur-Filmaufnahmen begann, zählt inzwischen zu den meistbesuchten Webseiten des Internets weltweit. Und auch in Deutschland erfreut sich YouTube, besonders bei Teenagern, immer größer werdender Beliebtheit. Laut einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest gaben bei einer Befragung 52 Prozent aller 12- bis 19-Jährigen Deutschen an, YouTube sogar täglich zu nutzen. Besonders beliebt: Musikvideos, lustige Videos und Tutorials, Schmink- und Beauty-Tipps sowie Let’s Plays. Lediglich ein kleiner Teil der Besucher (3 %) nutzt die Plattform, um eigene Videos hochzuladen.

YouTuber sind die Superstars von heute

Waren es früher Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen, die von Jugendlichen angehimmelt und als Stars verehrt wurden, so sind es heute oft YouTuber. Vor allem die Authentizität der Stars spielt dabei eine entscheidende Rolle. Viele von ihnen gehen auf Kommentare und Wünsche der Fans ein, und spenden so den meist jungen Zuschauern ein Gefühl der Nähe. Vielen YouTubern gelingt dabei eine systematische Selbstvermarktung, auch Personal Branding genannt. Dabei verdienen sie nicht nur Geld mit Werbung, die vor Beginn des Videos oder in dessen Verlauf eingeblendet wird, und offenem sowie teilweise auch verstecktem „Product Placement“, sondern die erfolgreichsten von ihnen verkaufen mittlerweile auch T-Shirts, Poster und andere Fan-Artikel. Doch nicht nur im Netz erfreuen sich die YouTube-Sternchen großer Beliebtheit. Über 20.000 vorwiegend junge Besucher kamen 2015 zu den VideoDays in Köln und Berlin. Neben Bühnenshows und einer Preisverleihung gab es dort für die Besucher auch Autogrammstunden und Fotos mit einzelnen YouTubern.

Let’s Plays – das steckt hinter dem Trend

Mit mehr als 46 Millionen Abonnenten und ca. 12 Milliarden Video-Aufrufen ist der schwedische Webvideoproduzent „PewDiePie„, bürgerlich Felix Kjellberg, der erfolgreichste YouTuber weltweit. Bekannt wurde er durch seine Let’s Plays des Computerspiels „Amnesia: The Dark Descent“. Let’s Plays, zu Deutsch in etwa „Lass uns spielen“, bilden ein eigenes Videogenre in dem Computer- oder Konsolenspiele gespielt und kommentiert werden. Doch worin besteht die Faszination, anderen Menschen beim Spielen von Videospielen zuzuschauen? Ein oft genutzter Vergleich: Es ist wie bei Fußballspielen. Auch beim Anschauen von Let’s Plays kann der Zuschauer die Fähigkeiten des Players bestaunen oder diskutieren und sich Tipps und Tricks abschauen. In Deutschland ist das Genre der Let’s Plays ebenfalls beliebt. Der YouTuber und Let’s Player „Gronkh“ führt derzeit mit in etwa 4 Millionen Abonnenten zusammen mit dem Kanal „freekickerz“ (4,5 Millionen Abonnenten) die Liste der meist-abonnierten Kanäle in Deutschland an.

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Darauf sollten Eltern achten

Wie überall im Internet sollten sich Eltern auch bei YouTube mit den Datenschutzrichtlinien und den Jugendschutz-Einstellungen vertraut machen. YouTube selbst bietet dazu Anleitungen und Hilfestellung für interessierte Eltern an. Angeboten wird unter anderem ein Jugendschutzmodus, der einige Inhalte für das Kind sperrt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Familien-Account zu erstellen. Gerade bei jüngeren Kindern können die Eltern somit den Überblick darüber behalten, was der Nachwuchs eigentlich anschaut oder kommentiert. Besonders wichtig ist es jedoch, im Gespräch zu bleiben und über das Verhalten im Internet zu sprechen.

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