CySec verschärft Richtlinien: Mehr Transparenz im Binäre Optionen Handel gefordert

Wie das Binäre Optionen Portal www.binäre-optionen.info berichtet, verschärft die zypriotische Finanzaufsicht CySec ihre Regelungen für im Land ansässige Binärbroker, um die Transparenz von deren Tätigkeit zu verbessern. Die Broker müssen nun nachweisen, dass sie den Neuregelungen vollumfänglich nachkommen, damit sie ihre Lizenz behalten können. Anleger sollen gründlicher informiert werden, wie die Preisgestaltung Binärer Optionen funktioniert und woher die Daten der Basiswerte stammen.

Hintergrund

cysecDie Lizenzierung von Binärbrokern durch eine vertrauenswürdige Aufsichtsbehörde nehmen Trader sehr ernst. Die CySec, die längere Zeit als eher lax galt, hat nun seit 2013 ihre Zulassungskriterien für alle Finanzdienstleister sukzessive verschärft. Beispielsweise ist es nicht mehr möglich, auf Zypern eine Briefkastenfirma einzurichten, um von den dortigen Steuervorteilen zu profitieren, während das Unternehmen von ganz anderen Standorten aus gelenkt wird. Büros mit einer ausreichenden Mitarbeiteranzahl müssen ebenso nachgewiesen werden wie die Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds ICF. Die nun verschärften Regeln betreffen vor allem die Preisgestaltung der Binäroptionen.

Aktuelle CySec-Regeln im Detail

Um die Compliance ortsansässiger Finanzdienstleister zu verbessern, will die CySec diese zur erhöhten Transparenz bei ihren Preisstellungen zwingen. Im Einzelnen legt die Behörde fest:

  • Es muss genauere Informationen zum Basiswert geben. Auch dessen Kursstellung muss transparenter abgebildet werden. Die Infos sind per Link auf der Brokerplattform einzublenden.
  • Für Kursstellungen wird nun ein sekundengenauer Push-Chart verlangt. Dieser soll Geld- und Briefkurse ausweisen.
  • Wie Geld- und Briefkurse zustande kommen, muss der Binärbroker erklären.
  • Über die Datenfeed-Anbietern müssen ebenfalls Informationen vorliegen.
  • Die einzelnen Varianten der Binäroptionen sind genauer zu erläutern.
  • Auch die eigenen Gewinne, ebenso Verluste müssen Broker nun gut verständlich kommunizieren.
  • Entsprechend der MiFID-Richtlinien werden lückenlose Dokumentation verlangt, die aufzubewahren sind.
  • Die Verfügbarkeit aller Derivate muss erkennbar und begründet sein (ebenso die Nichtverfügbarkeit).
  • Turbo-Optionen sind von einigen Regelungen ausgenommen.

Welchen Sinn haben die Neuregelungen?

Es ist ganz offensichtlich, dass es bezüglich der Preisfeststellung von Basiswerten zu Unstimmigkeiten zwischen dem Trader und seinem Broker kommen kann. Das ist gerade bei Binären Optionen ein sehr heikler Punkt, denn hier geht es nicht um einige Punkte mehr Gewinn oder Verlust, sondern um einen sehr hohen Gewinn oder den Totalverlust. Das ist schließlich der Charakter von Binären Optionen. Sollte nun ein Kurs sehr knapp im Gewinn oder Verlust notieren, lässt es sich über die entscheidenden wenigen Punkte trefflich streiten. Das ist ein Punkt, der Misstrauen auslöst, der nächste ist der Verdienst der Binärbroker, die immerhin weder Gebühren noch Spread erheben. Wovon also leben sie? Etwa von den Verlusten ihrer Trader? Auf diese Fragestellung zielt die Regelung, dass Broker für Binäroptionen Geld- und Briefkurse ausweisen sollen, was bislang vollkommen unüblich ist.

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