Karlsruher SC – SV Sandhausen 3:0 – Vollath: „Ich habe absoulutes Verständnis für die Fans“

c4554c5d-7343-4711-acbd-206f80fabf40Am Montagabend fand das „Top-Spiel“ des Spieltages im Wildparkstadion Karlsruhe statt. Der KSC empfing den SV Sandhausen zum Kräftemessen in der zweiten Bundesliga. Vom Tabellenstand ging es für beide Teams an diesem Abend um wenig. Eher die Platzierung in der Tabelle (TV-Gelder) stand im Vordergrund des Baden-Derbys. In Karlsruhe sind Fans und Umfeld mit dem Abschneiden in der aktuellen Spielzeit nicht zufrieden, da sie sich nach dem verpassten Aufstieg in Liga 1 erneut Hoffnungen auf einen Aufstieg in das „Oberhaus“ 1 Liga gemacht haben. Zur der kommenden Spielzeit wird der ehemalige FSV-Trainer Thomas Oral den Posten von Chef-Trainer Markus Kauczinski übernehmen. Oral steht bereits jetzt für viele zur Debatte, da seine Erfolge in Frankfurt eher als Mäßig zertifiziert werden können.

Stimmungsboykott gegen Montagsspiele – KSC-Keeper Vollath mit klaren Worten in Richtung DFL 

Die Fans im Stadion, insbesondere die Fangruppierungen des Karlsruher SC boykottierten die Stimmung im Stadion, rund 60. Minuten. Grund für den Boykott war u.a. die Ansetzung des Zweitliga-Duells auf Montag 18:30 Uhr. Verständnis für den Boykott der Fans signalisierte KSC-Schlussmann René Vollath, er fand gegenüber der XN-Redaktion klare Worte in Richtung DFL.

Die Partie Zweitligapartie begann verhalten, da sich beide Teams zunächst vorsichtig abtasteten. Viele Torchancen in der Anfangsphase – Fehlanzeige. Die 13405 anwesenden Zuschauer sahen eher eine verhaltene Anfangsphase.
In Hälfte zwei bekamen die Zuschauer deutlich mehr geboten. In der Anfangsphase der zweiten Hälfte setzte der SV Sandhausen Akzente in puncto Offensivarbeit, scheiterte jedoch aufgrund mangelnder Konsequenz im Torabschluss.
Ab der 60. Spielminute lößten die KSC-Anhänger den Stimmungsboykott und begannen ihre Mannschaft im Wildparkstadion lautstark zu unterstützen. Die Unterstützung auf den Rängen übertrug sich auf die aktiven Spieler, denn plötzlich nahm der KSC das Zepter deutlich in die Hand. Die Gastgeber konnten sich zahlreiche Offensivaktionen erarbeiten, während der SVS  eher passiv agierte und den Gegner kommen ließ. Bestraft wurden die Unkonzentriertheiten der SVS-Defensive in der 68. Spielminute, als Diamantakos über die Linke Außenbahn zum Abschluss kam und das 1:0 markieren konnte. Ein Gegentreffer der die Sandhäuser noch nicht zum Untergang zwang, denn die Gäste vom Hardtwald fanden nochmal ins Spiel zurück. Sandhausen setzte in der Offensive über das Duo Wooten/Jovanovic nochmals neue Akzente, jedoch stand die KSC-Defensive stabil. Endstation war häufig KSC-Keeper Vollath, er strahlte die nötige Ruhe auf seine Vorderleute aus.

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Für SVS-Coach Schwatz ging das „Experiment“ auf Hübner und Paquarada zu verzichten in die Hose. Die Konsequenz von Hübner in der Defensivarbeit fehlte, ebenfalls  seine Stärke im Kopfballduell.
In der Endphase legte der KSC-Express richtig los, denn Prömel erzielte nach Vorarbeit von Theoelke in der 84. Spielminute das 2:0 für die Karlsruher. Den Schlusspunkt setzte Diamantakos in dem er nach Vorarbeit von Yamanda seinen Doppelpack in Spielminute 88 markieren konnte. Am Ende des Tages waren die Gäste vom Hardtwald chancenlos. Präsident Machmeier und seine Vorstandkollegen auf der Ehrentribüne waren sichtlich verärgert, da es für den SVS im Saison-Endspurt um wichtige TV-Einnahmen geht.

RB-Coach Ralf Rangnick war fand am Montagabend auch den Weg zum Wildparkstadion, er schaute sich den KSC  an, da er mit seinen „Bullen“ am kommenden Sonntag um den Aufstieg in Liga 1 kämpfen wird.

Vorschau SV Sandhausen – MSV Duisburg 

Der SV Sandhausen empfängt am Sonntag einen echten „Oldie“ des deutschen Fußballs. Kein anderer als der MSV Duisburg wird am Sonntag am Hardtwald zu Gast sein. Für die „Zebras“ geht es nach den Siegen gegen Freiburg, 1860 München und Düsseldorf nochmals um den Klassenerhalt. Der MSV Duisburg bewies in erneut einen starken Zusammenhalt in der Saison-Endphase. Bereits im Vorfeld der Partie ist bereits jetzt klar, dass die „Zebras“ am kommenden Sonntag ein gefühltes Heimspiel am Hardtwald erleben werden, denn die Duisburger werden in Überzahl im Stadion der Sandhäuser präsent sein und ihre Mannschaft in Richtung Klassenerhalt peitschen. In der aktuellen Woche lobte MSV-Chef Ingo Wald die  Anhängerschaft seines Clubs. „Es ist Wahnsinn, was unsere Fans derzeit leisten. Wir schaffen den Klassenerhalt.“, so Ingo Wald optimistisch. Die Fans des MSV Duisburg sind ebenfalls, wie Chef Wald sehr optimistisch. Die Kommentare auf sozialen Netzwerken, aber auch im legendären MSV-Portal signalisieren, dass die Fangemeinschaft an das „Wunder“ Klassenerhalt glaubt.

Dem MSV Duisburg ist der Klassenerhalt zu wünschen, denn die Tradition des Vereins aber auch die Werthaltigkeit für die Stadt Duisburg als „Aushängeschild des Sports“ sind für die Menschen in der Duisburg von hoher Bedeutung.
Die „Zebrafamilie“ hat erneut in einer Krisensituation Nervenstärke bewiesen und ist ein Stück weiter zusammengewachsen. Duisburg lebt einen Zusammenhalt, der im deutschen Fußball nur als Vorbild für Anhängerschaften anderer Clubs genommen werden kann.

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