SV Sandhausen – 1860 München – Punkteteilung auf mäßigem Niveau

Eintracht - SVSEnglische Woche, auch in Liga 2 für den SV Sandhausen. Der sympathische „Gemeindeclub“ im Rhein-Neckar Kreis bei Heidelberg empfing am Dienstagabend die „Löwen“ aus München. 1860 München war zu Gast am Hardtwald. Der SVS war sehr erfolgreich in die neue Spielzeit gestartet, während bei den „Sechzigern“ nach dem dramatischen Klassenerhalt in der Relegation gegen Holstein Kiel alte Sorgen zurückkehren, denn auch der Saisonstart 2015/2016 lief bisher nur mäßig. Das Team von 1860 Chef-Trainer Torsten Fröhling setzte sich für die Aufgabe beim SVS einen „Dreier“ als Ziel.

Anstoßzeit sorgt für Ärger bei Fans

Das die englischen Wochen bei den Fußballfans in Deutschland nicht für viel Zustimmung sorgt, ist seit längerem bekannt, jedoch für mehr Ärger sorgt die Anstoßzeit 17:30 Uhr. Eine Zeit, die für viele berufstätige nicht vereinbar ist. Grund für den Ärger ist auch, dass viele Dauerkarteninhaber diese Partien nicht besuchen können, da sie noch im Dienst sind oder eben auf dem Heimweg. Für die Auswärtsfans geht an den Spieltagen unter der Woche ohne Urlaubsanspräche zu verbuchen ebenfalls nichts. Daher sind die Stadien an diesen Tagen eher mäßig besetzt auf den Rängen. Kompliment an die Anhänger von 1860 München, denn die „Löwen“ reisten mit rund 600 Fans nach Sandhausen.

Die Partie begann eher verhalten, beide Teams kamen kaum ins Spiel.

Zillner mit der ersten Großchance

Die erste nennenswerte Chance konnten sich die Gastgeber in der 17. Spielminute erarbeiten, als Robert Zillner es mit einem Distanzschuss aus rund 25 Metern probierte. Hier konnte aber Sechzig-Keeper Vitus Eicher sein ganzes Können unter Beweis stellen, er reagierte prächtig und konnte den Ball ins Aus lenken. Den anschließenden Eckball konnten die Sandhäuser dagegen nicht effektiv nutzen.

Im weiteren Verlauf der Partie sahen die 4664 Zuschauer eher eine beschauliche Zweitligapartie.

Jovanovic mit Führung – SVS im Gegenzug der Löwen nicht konsequent genug

Großer Jubel entstand auf den Rängen im Hardtwaldstadion, als Ranisav Jovanovic in der 38. Spielminute zum 1:0 einnetzen konnte. Die Vorarbeit für diesen Treffer erfolgte durch den überragend agierenden Robert Zillner. Die Freude auf Seiten des SVS-Lagers hielt aber nur kurz an, denn die Gäste aus München konnten im direkten Gegenzug durch Korbinian Vollmann den 1:1 Ausgleichstreffer Markieren (39. Spielminute).

In Hälfte zwei ging nicht mehr viel in Puncto Offensivfußball. Letztlich mussten sich beide Teams mit einem Remis begnügen. Zufriedenheit herrschte aber auf beiden Seiten nach Abpfiff nicht.

Netzer sorgt für Furore

Da staunten die Zuschauer im kleinen beschaulichen Hardtwaldstadion nicht schlecht, als Fußballlegende Günter Netzer die Treppen hochstieg und sich im Anschluss mit SVS-Präsident Jürgen Machmeier austauschte. Grund für den hohen Besuch war, dass Netzer im engen Kontakt mit der Firma Infront steht. Die genannte Firma ist für das Marketing und die Vermarktung vieler Bundesligisten verantwortlich u.a. auch für den SV Sandhausen.

Die Stimmen zum Spiel:

Florian Hübner: „Wir haben uns heute mehr vorgenommen, leider stehen wir am Ende der Partie nur mit einem Punkt da. Heute war ein Dreier drin, wir hätten mehr investieren müssen. Die Partie beim St. Pauli wird uns vieles abverlangen, nun müssen wir dort besser und geschlossener auftreten.“

Daniel Adlung: „Wir haben heute sicherlich nicht die beste Leistung gezeigt, aber es ist auch nicht leicht in Sandhausen zu spielen, die haben Qualität, das wussten wir vorher. Die Partie war kampfbetont, wir haben es angenommen, wenn wir das 2:1 aus unserer Sicht erzielen, nehmen wir hier auch einen Dreier mit, so sollte es aber nicht sein. Aus dem Grund müssen wir die Heimreise leider mit nur einem Punkt antreten. Unser Trainer sowie sein Stab gehören zur Mannschaft und natürlich spielen wir für ihn und mit ihm.“

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