SV Waldhof Mannheim – FC Kaiserslautern II – Euphorie in Mannheim, 7457 Zuschauer

waldhof 011Der SV Waldhof Mannheim ist so gut wie seit Jahren nicht mehr in die neue Regionalligaspielzeit 2015/2016 gestartet, getragen von einer Euphorie-Welle empfing das Team von SV Waldhof Chef-Coach Kenan Kocak am Freitagabend die Zweitvertretung vom 1. FC Kaiserslautern. Die U23 der „Teufel“ sind nicht gerade gern gesehene Gegner im Carl-Benz Stadion, Grund hierfür ist eine große Rivalität zwischen den beiden Vereinen. Die Differenzen der beiden Fan-Lager stammen aus „Ur-Zeiten“. Es war alles angerichtet für ein Fußball-Fest. Perfektes Wetter in Mannheim, dazu noch ein Flutlicht-Match.

Ganze 7457 Zuschauer fanden den Weg in das zentral gelegene Carl-Benz Stadion. Manch ein Zweitligist träumt von diesen Zahlen, aber auch von der Stimmung auf den Rängen. Die Fans des SV Waldhof Mannheim stimmten bereits vor der Partie viele Fangesänge an.

Die Partie begann ziemlich rasch, beide Teams begaben sich zunächst auf Augenhöhe, doch es dauerte nicht lange bis die Gastgeber das „Zepter“ in die Hand nahmen. Der SV Waldhof Mannheim erarbeitete sich größere Spielanteile, auch eine große Anzahl an Offensivaktionen, die jedoch nicht konsequent genutzt wurden. Ein kleiner „Blackout“ der Waldhof-Defensive führte dazu, dass Bundesligaschiedsrichter Michael Kempter in der 35. Spielminute auf Strafstoß für die Gäste aus der Pfalz entschied. Der Schütze des FCK scheiterte jedoch an Waldhof-Keeper Markus Scholz, der den Schuss parieren konnte. Scholz wechselte vor der Saison von Dynamo Dresden an den Alsenweg. Der parierte Strafstoß sorgte nochmals für neue Impulse auf Seiten der Mannheimer, die gegen Ende der ersten Hälfte nochmals auf Offensive schalteten, mit Erfolg! Jannik Sommer traf in der 45. Spielminute, quasi mit dem Halbzeitpfiff zum 1:0 Führungstreffer und ließ die Ränge jubeln. Mit Beginn der zweiten Hälfte tasteten sich beide Teams zunächst vorsichtig ab. Gegen Mitte der zweiten Hälfte übernahm erneut der SV Waldhof Mannheim die größere Anzahl der Spielanteile, auch in Puncto Torchancen, hier scheiterten die Waldhöfer allerdings auch am überragenden FCK-Keeper Julian Pollersbeck. Quasi wieder mit dem Schlusspfiff konnte der SV Waldhof Mannheim erneut treffen. Philipp Förster war es der zum 2:0 einschob und damit auch den Endstand markierte.

Nach Abpfiff feierten die Fans des SV Waldhof Mannheim lautstark auf den Rängen mit ihrer Mannschaft. Mannschaft und Fans wirken als Einheit. Aktuell entsteht etwas beim SV Waldhof Mannheim sichtbar. Chef-Trainer Kenan Kocak, gemeinsam mit „Co“ Klaus Heitz haben dem Team eine „Handschrift“ aufgedrückt. Eine Handschrift die erkennbar ist, nämlich im Offensivfußball, der neuen Stärke der Mannheimer.

Die Stimmen zur Partie:

Kenan Kocak: „Ich bin Stolz auf meine Mannschaft. Mit dem heutigen Auftritt kann ich sehr zufrieden sein. Wir hatten englische Wochen mit einer großen Belastung, da ist es nicht selbstverständlich, dass die Jungs alles so umsetzen. Großes Kompliment auch an die Mannschaft meines Kollegen Konrad Fünfstück, die uns ordentlich gefordert haben. Den Sieg möchte ich unseren tollen Fans widmen, aber insbesondere an den verstorbenen Nicky.

Julian Pollersbeck: „Natürlich ist eine Niederlage hier in Mannheim bitter, so wie jede Niederlage. Nach dem Verlauf heute aber besonders bitter. Wir haben trotzdem eine gute Partie geliefert. Es war zudem ein besonderes Erlebnis als junger Spieler vor dieser Kulisse auflaufen zu dürfen.“

Konrad Fünfstück: „Glückwunsch an den SV Waldhof Mannheim, wir wussten, dass die Mannschaft der Mannheimer mit den Namen Fink und Balitsch vorneweg eine gute Truppe haben. Die Mannschaft wird, wenn alles weiter so läuft um den Aufstieg in Liga 3. Spielen.“

Marcel Seegert: „Die Kulisse heute war richtig schön und angenehm für uns auf dem Platz. Bei so einer Stimmung wird man ja quasi über den Platz getragen, man läuft automatisch. Wir wollen die Zuschauer mit Offensivfußball überzeugen. Unser Zusammenhalt im Team ist auch spürbar. Der Sieg heute war sehr wichtig, um weiter Punkte zu sammeln. Ich würde sagen ein perfektes Derby. Hoffentlich knacken wir gegen Saarbrücken die 10.000 Zuschauer.“

Lukas Görtler: „Die Niederlage hier in Mannheim ist bitter, wir hätten gerne etwas zählbares mitgenommen. Ein Vorhaben, was uns nicht gelungen ist. Für die nächsten Partien müssen wir zulegen, gerade in der Konsequenz. Die Kulisse war natürlich etwas Besonderes. Wir entwickeln uns ja noch, um irgendwann regelmäßig vor so einer Kulisse zu spielen.“

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