Der Arbeitsmarkt in Duisburg

Arbeitslosenzahl im Mai:                              –    82   auf  32.664
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:    –   716
Arbeitslosenquote im Mai:                           + 0,1 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent
Mit 32.664 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Mai 2015 82 Menschen oder 0,3 Prozent weniger Menschen als noch im April von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Mai des Vorjahres waren 33.380 Menschen arbeitslos gemeldet, 716 Personen oder 2,1 Prozent mehr als in diesem Mai.
agenturfuerarbeitDie Arbeitslosenquote sank dadurch um 0,1 Prozentpunkte und liegt jetzt bei 13,2 Prozent. Im Mai des Vorjahres lag sie mit 13,6 Prozent um 0,4 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
Die Zahl der Personen, die in Qualifizierungen, Aktivierungsseminaren und Arbeitsgelegenheiten  beschäftigt waren und deshalb nicht als Arbeitslose gezählt werden (Unterbeschäftigung im engeren Sinne), lag im Mai 2015 bei 7.028.
Mit 15,8 Prozent ist die Unterbeschäftigungsquote im Mai gegenüber dem April 2015 um 0,1 Prozentpunkte gesunken geblieben. Der aktuelle Wert liegt damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem  Mai-Wert des Vorjahres mit 16,0 Prozent.
Betrachtet man die Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen, so hat sich die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt  2,2 Prozent verringert. Im Vormonat lag die Quote bei 2,3 Prozent.  Der aktuelle Mai-Wert liegt um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Mai 2014 (2,5 Prozent).
Im Berichtsmonat waren 5.551 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 115 oder 2,0 Prozent weniger arbeitslose Personen als im  April (5.666). Vor einem Jahr, im Mai 2014, waren im Bereich des Arbeitslosengeld-I-Bezugs noch 684 oder 11,0 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (6.235).
In der Grundsicherung (SGB II) sank die Arbeitslosenquote im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte von 11,0 Prozent auf jetzt  10,9 Prozent.
Im Mai des Vorjahres lag sie bei 11,0 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
27.113 Personen (+ 33 und + 0,1 Prozent) waren im Mai in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (April 27.080). Im Vergleich zum Mai 2014 (27.145) sind in der Grundsicherung  aktuell 32 oder 0,1 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet.
„Die Zu- und Abgänge im Berichtsmonat sind im Vergleich zum Vor- wie auch zum Vorjahresmonat deutlich niedriger ausgefallen“, so Käser. „Verantwortlich hierfür zeichnen, ungefähr zu gleichen Teilen, die Zu- und Abgänge aus dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt, also aus Erwerbstätigkeit, aus Maßnahmen und schließlich aus Nichterwerbstätigkeit.“
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Mai um 1.264 oder 20,2 Prozent  gegenüber dem Vormonat niedriger ausgefallen. Die Zahl der Zugänge hat sich dadurch von 6.243 im April  auf jetzt 4.979 verringert. Im Mai des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge  in Arbeitslosigkeit  bei   5.467 und damit um 488 oder 8,9 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Mai.
Von den 4.979 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im  Mai 1.392 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit. Gegenüber den 2.026 Zugängen aus Erwerbstätigkeit im April 2015  mussten sich im Berichtsmonat 634 oder 31,3 Prozent weniger Menschen nach einer vorhergehenden  Erwerbstätigkeit arbeitslos melden.
Im Mai 2014 gab es 1.453 Zugänge aus Erwerbstätigkeit. Dies waren 61 oder  4,2 Prozent mehr  Meldungen  aus einer Erwerbstätigkeit als in diesem Mai.
Im Berichtsmonat nahmen 1.263 Personen wieder eine Arbeit auf. Das sind 346 oder 21,5 Prozent weniger als im Vormonat (April 1.609 Personen). Gegenüber dem Vorjahresmonat (1.600 im Mai 2014) verzeichnen wir 337 oder 21,1 Prozent weniger Abgänge in eine Erwerbstätigkeit.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Mai 5.093. Das waren 1.004  oder 16,5 Prozent weniger als im April (5.097) und 680 oder 11,8 Prozent weniger als  vor einem Jahr im Mai 2014 (5.773).
Für Ulrich Käser ist der leichte Nachfragerückgang im Mai nicht beunruhigend, denn „mit 944 neu gemeldeten Stellenangeboten befinden wir uns immer noch im Vergleich zu den Vorjahren im obersten Bereich. Vor allem aber der Bestand an Stellenangeboten bewegt sich deutlich oberhalb der Mai Werte der Vorjahre. Ich rechne momentan damit, dass sich die Nachfrage auch in den kommenden Monaten auf dem jetzigen hohen Niveau hält.“
Mit 944 (Vormonat 1.089) neuen ungeförderten Arbeitsstellen ist der Stellenzugang gegenüber dem Vormonat schwächer ausgefallen (- 145 oder – 13,3 Prozent).  Er liegt damit auch unter dem Wert des Vorjahresmonats mit 975 neu gemeldeten Stellen       (- 31 oder – 3,2 Prozent).
Der  Stellenbestand sank ebenfalls leicht um 41 oder 1,1 Prozent  gegenüber dem Vormonat auf  jetzt  3.784 Stellenangebote. Damit bewegt er sich weiterhin deutlich (um 717 Stellen oder 23,4 Prozent) über dem Bestand im Vorjahresmonat  (3.067 Stellenangebote im Mai 2014).
„Trotz erster Arbeitslosmeldungen von Auszubildenden, die ihre Ausbildung jetzt abschließen, ist der Bestand an arbeitslos gemeldeten jungen Menschen unter 25 Jahren auch im Mai weiter gesunken“, so Käser. Besonders erfreut ihn bei der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit, „dass Duisburg im Landesvergleich den höchsten Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat vorweisen kann“.
Mit 2.500 Personen waren im Mai  132 oder 5,0 Prozent weniger junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im April (2.632). Im Vergleich zum Vorjahresmonat  liegen die Zahlen dabei um 614 oder 19,7 Prozent deutlich niedriger als noch 2014 (3.114).
Die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre alten Personen ist im Mai weiter leicht gestiegen (+ 14 oder + 0,2 Prozent). Sie liegt aktuell bei 9.299 (Vormonat 9.285) und damit um 226 Personen oder 2,5 Prozent über dem Vorjahresmonat (9.073).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über  55 Jahre stieg im Mai  im Vergleich zum Vormonat ebenfalls von 5.162 auf  nunmehr  5.188 (+ 26 oder + 0,5 Prozent). Hier waren im Vorjahresmonat 5.071  Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind damit 117 Personen oder  2,3 Prozent mehr als im Mai 2014 arbeitslos gemeldet.
Im Berichtsmonat waren 10.166  Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies sind 12 oder 0,1 Prozent mehr als im Vormonat (10.154) und 470 oder 4,8 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres (9.696).
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Mai leicht gesunken und liegt  jetzt bei 14.597 betroffenen Personen  (- 68 und – 0,5 Prozent, Vormonat 14.665).
Der aktuelle Wert liegt damit aber immer noch um 254 Personen  oder 1,7 Prozent unter dem des Vorjahresmonats (14.851).
Die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Personen für den Monat Oktober 2014  lag bei 111 in 15 Betrieben. Für den Monat Dezember 2014 zeigt sich im Moment in der Hochrechnung folgende Situation: 9 Betriebe mit 55 betroffenen Personen.                                                  .
Der Mai zeigte für Ulrich Käser in weiten Bereichen eine übliche saisonale Entwicklung: „Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit bewegt sich im üblichen Rahmen für einen Mai. Wäre die jährliche Anpassung der Bezugsgröße im Mai nicht gewesen, wäre die Quote sogar noch etwas stärker gesunken. Viel wichtiger sind für mich aber zwei Entwicklungen: Uns gelingt es immer besser, die Jugendarbeitslosigkeit zu verringern. Wenn wir in Nordrhein-Westfalen den stärksten Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat vorweisen können, dann bestätigt uns dies in unserer Arbeit.  Daneben ist die Kräftenachfrage weiterhin auf einem hohen Niveau, auch wenn der aktuelle Monat ein wenig schwächelt. Diese Kräftenachfrage eröffnet zahlreiche Chancen, die es intensiv zu nutzen gilt. Dies ist eine Verpflichtung für uns als Vermittler, dies ist aber auch eine Verpflichtung für alle arbeitslos gemeldeten Personen, keine Chance ungenutzt zu lassen.“
 

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