Piraten NRW: „Rahmenbedingungen für schulische Inklusion sind immer noch schlecht“

Monika Pieper, Bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion NRW zur Rot-Grünen Umsetzung der schulischen Inklusion:

Foto: Sylvia Schmallandt

Foto: Sylvia Schmallandt

„Die Aussage von Rot-Grün, es muss sich was in den Köpfen ändern, ist eine Frechheit den Lehrern gegenüber. Nur bei geeigneten Rahmenbedingungen kann die notwendige Akzeptanz der Inklusion gesichert werden. Andernfalls werden sie viele Kollegen als Überforderung erleben. Es ist dringend erforderlich, dies anzuerkennen und entsprechend zu handeln.

Die Rahmenbedingungen für Inklusion an den Schulen sind immer noch schlecht. Die getroffenen Regelungen hebeln vielerorts ein Elternwahlrecht aus, überfordern Schulen und Schulträger und können die notwendige Förderung aller Kinder nicht zuverlässig gewährleisten. Die Personalausstattung der inklusiven Klassen der Sekundarstufe 1 ist heute schlechter, als es die der integrativen Lerngruppen war. Schulen mit langjähriger Erfahrung in der Inklusion haben dies frühzeitig kritisiert und eine bessere Ausstattung angemahnt. Rot-Grün hat das ingnoriert.

Ich bin in den letzten Wochen viel unterwegs gewesen, habe mich an vielen Schulen umgeschaut und mit vielen Kollegen vor Ort gesprochen. Das war ernüchternd. Die Unzufriedenheit der Lehrer ist groß. Die Klassen sind bis zum Anschlag voll, keine Spur von kleineren Klassen. Beratungsgespräche werden auf dem Schulhof abgehalten, oder auch mal im Abstellraum für Putzmittel. Und das sind nur einige Beispiele für die schlechten Bedingungen vor Ort.“

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