Pünktlich zum 1. April: Sensation aus Mülheim – Schuldenschnitt durch Verkauf der RWE-Aktien

RWE und MVG in Mülheim passe´! Stadt Mülheim verschenkt Verkehrsbetrieb für Fusion mit Nachbarstädten und trennt sich schlagartig von allen RWE-Aktien!

Bis 31. März 24.00 Uhr muss auch der Mülheimer Kämmerer Uwe Bonan die Jahresbilanz des Vorjahres fertigstellen. Das war erneut nicht besonders schwer, weil nur rote Zahlen wie all die Jahre vorher auch. Doch seit 2014 war die auch bilanzielle Überschuldung nicht mehr weg zu schwindeln wie in vielen Jahren zuvor, als uns Uwe einfach weiter mit den Aktienhöchstkursen aus 2007 für die vielen Mio. RWE-Aktien „seine“ Bilanz schönte. Beim Jahresabschluss 2013 musste alias Bonanopulus massiv korrigieren, nur weil nun gesetzlich unwiderruflich vorgeschrieben ist, reale Werte anzusetzen. So war dann Mülheim  mit einem Federstrich vom 30.3. auf den 1.4. 2014 um schlappe 468 Millionen € ärmer als zuvor vorgegaukelt!

Am 31. März 2015 weist nun die Mülheimer Bilanz für 2014 bereits eine bilanzielle Überschuldung von ca. 200 Mio. € auf, d.h. selbst wenn die Stadt Mülheim alles und wirklich alles verkaufen würde, was sie besitzt, blieben immer noch über 200 Mio. € Schulden, die von den gesamten ohnehin virtuellen Verkaufserlösen nicht bezahlt werden könnten. Eine wahrlich finanzielle Katastrophe griechischen Ausmaßes, zumal auch 2014 das geplante neue Haushaltsloch mit ca. 100 Mio. € wieder einmal deutlich größer wurde als geplant, ebenso die weitere Explosion der  Kassenkredite ( sog. „Kredite zur Liquiditätssicherung“), die seit 2004 ununterbrochen raketenartig anstiegen und in Kürze die Schallmauer von 1 Milliarde € pro Jahr überspringen werden. Damit benötigt Mülheim fast doppelt so viele Kassenkredite wie Gesamteinnahmen inkl. aller Zuschüsse.

Das alles hat die Verschwendungssüchtigen in Verwaltung und Rat im gesamten letzten Jahrzehnt nicht gejuckt und die Düsseldorfer Aufsichtsbehörden haben dazu alle Äuglein zugedrückt. Frau bald ex-OB und ihr wiedergewählter Pleite-Kämmerer haben immer darauf vertröstet, dass Land und Bund gefälligst den Schuldenberg abtragen müssten und würden. Schließlich sind die beiden auch Sprecher des Städtebündnisses „Raus aus den Schulden“, das kürzlich sogar in Berlin vorsprechen durfte. Es wurden auch irgendwie Milliarden versprochen, nur halt nix wirklich Konkretes. Doch genauso mutig bis dreist wie die Syriza-Griechen mit Stinkefinger, Reparationsforderungen für jahrzehntealte Sünden oder gar Drohungen mit Putin o.ä. sind Daggi, Uwe und die anderen Pleitestädtler nun wahrlich nicht, so dass am Schluss wenig zu erwarten ist für`s „arme“ Mülheim.

Im scheinbar verschlafenen Mülheim schien also erneut „Weitermachen wie gehabt“ angesagt. WAZ+NRZ hatten zuletzt ja auch krampfhaft versucht, eine Art OB-Wahlkampf zu inszenieren, doch schliefen selbst die Redakteure darüber bereits beim Schreiben ein. Auch sie wurden dann aber jäh aufgeweckt und –geschreckt durch folgende Kurzmeldung, die pünktlich um 0.01 Uhr an jenem denkwürdigen 1. April anno 2015 die Ticker republikweit zum Glühen brachte:

Pressemitteilung der Stadt Mülheim a.d. Ruhr:

Aufgrund der ansonsten hoffnungslosen Haushaltslage der Stadt Mülheim a.d. Ruhr haben Verwaltungsspitze – OB, Kämmerer und BHM-Chef – und Politik, also die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU, folgende zwei Maßnahmen zum Überleben der Stadt beschlossen und mit Wirkung vom 1. April 2015 in Kraft gesetzt:

1.      Alle städtischen RWE-Aktien gehören ab 1. April der Quatar-Promotion.

2.      Die städtische Verkehrsgesellschaft MVG ist seit 0.00 Uhr aufgelöst und auf DVG, EVAG und STOAG verteilt

3.      Begründung:
Aufgrund von potenziellen IS-Terror-Drohungen und zur Vermeidung von Verunsicherung der bisherigen MVG-Beschäftigten mussten diese beiden grundlegenden Einschnitte geheim durchgeführt werden, was uns in einem stadtbekannten Hinterzimmer auch vollständig gelang. Wir danken allen Beteiligten und Unbeteiligten für ihr großes Verständnis, ohne welches diese epochalen Schritte nicht möglich gewesen wären. Insbesondere bedanken wir uns bei unserer bald Ehrenring-Trägerin Hanni Kraft und bei den NRW-Ministern Groschek, Jäger und Kutschaty aus dem umliegenden Ruhrgebiet. Unser besonderer Dank geht auch an Peter Terium, alias Ben Nix mehr da, für seine tatkräftige Hilfe beim Übertragen der RWE-Aktien auf die Sultanei von Quatar. Nicht unerwähnt bleiben darf dabei auch die (fast) kostenlose Beratung durch den weltweit führenden Quatar-Experten Franz B., als Kaiser ehrenhalber mit üppigen Auslandskonten nicht zuletzt auch exponierter Verteidiger von Menschenrechten selbst außerhalb Bayerns.

Wir, die unterzeichnenden führenden Köpfe Mülheims, haben uns nach intensiver Beratung spontan aus folgenden Gründen zu diesen eigentlich längst überfälligen Grundsatzentscheidungen durchgerungen, die zweifelsohne richtungsweisend und beispielhaft für das gesamte Revier, für NRW, für Deutschland und erst recht für die gesamte EU innerhalb und außerhalb Europas sind.

1.      Mülheim war bis zu diesen mutigen Schritten finanziell aussichtslos an die Wand gefahren. Deshalb mussten einige Weichen unwiderruflich anders gestellt werden, um in der Sackgasse die Fahrtrichtung um 180° zu ändern

2.      Ohne große Umschweife konnten wir uns darauf einigen, dass die Hauptprobleme und -risiken der Stadt Mülheim zum einen im weiteren Besitz der riesigen Aktienpakete des untergehenden RWE-Konzerns und zum zweiten in der Kleinstaaterei der Ruhrgebietskirchtürme liegen, bei letzterem an vorderster Stelle der ÖPNV.

3.      Nach Eingeständnis dieser beiden Binsenweisheiten konnten wir uns zügig auf die daraus zwangsläufig sich ergebenden Maßnahmen verständigen, so dass wir sogar auf die recht billig angebotenen Beratungsdienste des renommierten Finanzexperten Uli Horness verzichten konnten inkl. der dafür nötigen Zellenbesuche.

4.      Nach Rücksprache mit dem gesamten relevanten Teil der Ruhrgebiets-Landesregierung haben wir mit deren Einverständnis die einmalige Chance für unsere Stadt genutzt und der Quatar-Promotion alle unsere RWE-Aktien als Gesamtpaket verkauft. Ohne Zahlen zu nennen, können wir mit Stolz verkünden, dass wir deutlich mehr als den z.Zt. schwindsüchtigen Kurswert aushandeln konnten. Damit ist die Stadt Mülheim zum einen ab dem 1. April nicht mehr bilanziell überschuldet und braucht zum zweiten bei allen noch drohenden Hiobsbotschaften für das RWE – u.a. zu AKW-Abriss, Atommülllagerung oder Stilllegung von Braunkohle-CO2-Schleudern – nicht mehr um ausbleibende Dividende oder Millionen-Abschreibung für Aktien zu bangen oder zu trauern. Ab heute wird unsere Stadt damit wieder Planungssicherheit besitzen, wie seit über 1 Jahrzehnt nicht mehr!

5.      Um es aber nicht bei dieser einmaligen Schuldentilgungsaktion zu belassen, haben wir uns entschlossen, gleichzeitig ein Grundübel der Verschuldungsdynamik anzugehen, den hoch defizitären ÖPNV. Jede/r weiß, dass ohne eine Verschmelzung der 28 Einzelverkehrsgesellschaften kein zukunftsfähiges Konzept des ÖPNV im Ruhrgebiet mehr möglich ist. Deshalb gehen wir als kleine Großstadt mittendrin als erste voraus, lösen unsere MVG auf und stellen sie zur alsbaldigen Fusion mit den Verkehrsgesellschaften von Duisburg, Oberhausen und Essen zur Verfügung. Erste Verhandlungen unter Federführung des Groschek-Ministeriums und mit Beteiligung von VRR und RVR sind noch vor Ostern angesetzt. Der Prozess ist also bereits in vollem Gange und stimmt uns sehr hoffnungsfroh!

Gez. und verkündet:

Für die Verwaltung: Dagmar Mühlenfeld, Uwe Bonan und Hendrik Dönnebrink

Für die Politik: Dieter Wiechering (SPD) und Wolfgang Michels (CDU)

Soweit so gut, doch jede/r außenstehende Laie/Laiin reibt sich die Augen und fragt:

Was nur führte zu diesen mutigen und richtigen Entscheidungen ausgerechnet in der Ruhrbaniastadt, die bisher so denkfaul wirkte?

Die unübersichtliche Lage im irgendwie verschütt gegangenen und tiefgefrorenen arabischen Frühling hatte bereits einen Sultansprößling aus Abu Dhabi mit Milliarden Petrodollars nach Essen vertrieben in die vom RWE nur noch angemietete Zentrale quasi als Schnäppchenjäger im Ausverkauf  einstiger DAX-highlights. Das aber hatte am Persischen Golf sofort Neid und Gier in einer Nachbar-Enklave außerhalb des arabischen Frühlingsdesasters geweckt. Als nun einer der Nachkommen dieser sand- und steinreichen ex-Kameltreiber in Mülheim bei RWE-Chef Terium zu Hause aufkreuzte mit hechelndem Verlangen nach Aktienpaketen, wusste der sich dem Werben des Quataris nur noch durch Verweis und Überfahrt zu BHM-Chef Dönnebrink zu erwehren, hatte er selbst doch den Abus aus Dhabi bereits alles versprochen. So kam es, dass die gänzlich überraschende Wendung der gesamten Mülheimer Politik sogar im Eiltempo möglich wurde. Der BHM-Chef, selbst bereits seit Monaten ziemlich durcheinander ob der hyper-verflixten Aktienpaket-Konstruktionen und kurz vor der Verzweiflung, erkannte sofort die Gunst der Stunde zur Behebung seiner Kopfschmerzen. Er rechnete per Videokonferenz der noch-RWE-Aufsichtsrätin und dem Kämmerer detailliert vor, was der Beduine mit seinem Riesenkoffer sensationell Gutes für die Stadt tun wollte und konnte.

BHM-Chef und Nebenkanzler Hendrik verknüpfte auch instinktiv sofort diese historisch einmalige Chance zur Entschuldung per Ölscheich mit der Lösung seines zweitgrößten BHM-Problems, des Millionengrabs MVG. Er hatte „natürlich“ sofort geschnallt, dass mit der Veräußerung aller RWE-Aktien zwar dem Kämmerer die Insolvenz erspart wurde, was aber gleichzeitig der BHM den Boden unter den Füßen ziemlich wegzieht. Ihm selbst konnte das eigentlich schnuppe sein, ist er doch ab August als medl-Chef ein Mülheimer Spitzenverdiener. Als weiterhin gleichzeitiger BHM-Chef aber bedeutete die MVG nur Arbeit, was er als Zweifach-Chef kaum leisten können werde. Es fiel ihm auch nicht schwer, die beiden anderen Troikaner Daggi und Uwe zu gewinnen für den doppelten Paukenschlag der Entledigung von Aktien und MVG auf einen Streich.

Schlitzohr Dönnebrink, zwar als solcher noch nicht geehrt, aber mit jahrelangem Steckenpferd ÖPNV und dabei radikaler Verfechter von Bus statt Bahn, wusste, dass er als baldiger Bachmann-Nachfolger mit dem ÖPNV-Thema nix mehr reißen konnte. Die Erfolglosigkeit seiner Privatfehde gegen alle Schienenfahrzeuge hatte ihm viele schlaflose Nächte gebracht. Auch deshalb hat er das geradezu göttliche Rettungsangebot muelheimdes Beduinensohns sogleich verlinkt damit, die MVG zur Fusion an Nachbarstädte zu verschenken. Damit werden gleich mehrere Klappen mit einer Fliege geschlagen: 1.) Dönnenbrink kann wieder schlafen, denn „seine“ MVG wird nie wieder neue Bahnen o.ä. benötigen, weil es sie nicht mehr gibt. 2.) Die jahrealte MBI-Forderung zur Fusion der Verkehrsbetriebe des Ruhrgebiets kommt nun und wird just vom bisher verschmähten ÖPNV-Experten Dönnebrink in die Wege geleitet und 3.) die handlungsunfähige Landesregierung, die diese Fusion bereits seit den 60er Jahren fordert, aber nix tat und tut wegen zu vieler betroffener Vettern und Cousinen, braucht weiter nix zu tun, weil Mülheim bereits mutig voran ging.

Unabhängig davon, ob OB und/oder Kämmerer den Ausführungen des zukünftigen auch medl-Chefs wirklich folgen konnten, fielen die beiden sich bereits in der Teppichetage des Rathauses um die Hälse: „Dat iss et, womit ich auf ewig in die Annalen eingehen werde“, soll die ex-Geschichtslehrerin gemurmelt haben. „Hätte ich das geahnt,“ soll sie ergänzt haben, „wäre ich als OB unschlagbar wiedergewählt worden. Welch` ungerechter Schicksalsschlag, dass mir das keiner vorher gesagt hat!“ Vasall Uwe soll dazu geschwiegen haben. Anscheinend hatten sich seine Gehirnwindungen arg verknotet bei dem, was Dönnebrink ihm vorgerechnet hatte. Später soll er aber heimlich auf einen Schmierzettel geschrieben haben: „Da soll die blöde MBI mich noch einmal als Bonanopulos hinstellen, wo wir doch in meiner Amtszeit den Sorbischen Knoten durchschlagen haben. Einfach genial, und das ich!“ Auch wenn er in seiner Begeisterung die Sorben mit den Gorden verwechselte, liegt er vollkommen richtig, sich in einer Reihe mit allen großen Finanzexperten der Weltgeschichte zu wähnen von Pythagoras über Richelieu bis zu dem älteren der Lehmann-brothers.

Bleibt noch die Frage, warum von all den vielen Minister/innen in Düsseldorf, die aus einem Stadtteil des westlichen Ruhrgebiets kommen, just die Mülheimerin Barbara Steffens nicht einbezogen wurde. Glaubte man/frau etwa, die grüne Quotenfrau würde bei der gebotenen Diskretion und Geheimhaltung vorab quatschen? Oder sah man sie nach ihrer Supernummer mit dem Knast in Oberhausen als nicht kompetent in Gelddingen an?  Bekanntlich hatte sie viele Milliönchen für das TUK-TUK im ex-Knast verballert, welches nach kurzer Zeit ins Nirwana entfleuchte. Oder befürchtete man/frau gar, die grüne Ministerin für Gesundheit &Genderitis würde die epochalen Mülheimer Entscheidungen mit typisch grünen Bevormundungsforderungen gefährden, die haremsverwöhnte Sultanssöhne verschreckt hätten. Man denke nur z.B. an Quotierungsfragen etwa durch gleichgestellte Kopftuchquoten  bei allen Winterwüstenspielen zukünftiger Fußball-WM`s oder gar noch an Burkazwang für 1/3 aller männlichen Königskinder des Emirats. Auch Nebenabreden beim Aktienverkauf mit einem für Wüstianer unverständlichem Zwang zu Alternativ-Medizin oder Cannabis-Genuss kommen bei Quataris überhaupt nicht gut, ganz zu schweigen von Veggi-Vorschriften u.a. mit Verbot von Kamelfleischverzehr oder sogar dem Verzicht auf Kamelrennen aus Tierschutzgründen.

Doch egal: Die weise Mülheimer Troika aus OB, Kämmerer und BHM-Chef hat es mit Billigung der beiden subalternen lokalen Politikfürsten geschafft, das grüne Gehampel aus den richtig wichtigen Verhandlungen mit den Quataris herauszuhalten. Und so kam es, wie es kommen musste: Mülheim ist gerettet, einfach genial!

Inzwischen gibt es auch erste Reaktionen aus aller Herren- und Damen-Länder der Erde zu dem Geniestreich, der bereits als „Wunder von Mülheim“ in Wickipedia und Brockhaus zu finden ist.

„Boh, eh, dat is` doch mal wat“, kommentierte ein namenloser Schimanski oder Abramczik die Meldung auf der MVG-Anzeigetafel, die ausnahmsweise vor dem Kaufhof mal funktionierte.

Ein Grieche namens Tsipras soll bereits ratsuchend um Audienz bei Frau Mühlenfeld angefragt haben, natürlich in Begleitung des legendären Varoufakis (links im Bild sein großes Vorbild bzgl. korrektem Fingerzeig), der sicherlich Herrn Bonan auch seine Fingerhaltung ausführlich erklären wird, bevor just der ex-Bonanopulos ihm wichtige Hinweise zur Haushaltssanierung geben wird. Wie sagte uns Uwe noch kürzlich: „Was die Griechen schaffen, können wir schon lange!“

„Ich habe es doch immer gesagt,“ ließ der König aller Schwarzen Nullen seinen Pressesprecher unverzüglich und in Hochdeutsch sagen, „mein Beispiel fängt an, Schule zu machen. Mülheim ist nur der Anfang, denn dem mutigen Beispiel werden nun sicherlich viele deutsche Städte folgen, dann die Franzosen, Belgier und später selbst die Griechen. Mülheim ist der Durchbruch! Ich bin vergeistert!“

„Was ein Pech,“ meldete sich Oberhausens Wehling zu Wort, „wäre das Ende der MVG und die sich anbahnende Fusion der Verkehrsgesellschaften bereits beim Bürgerentscheid am 8. März bekannt gewesen, hätten die Oberhausener Bürger bestimmt für die Verlängerung der Linie 105 gestimmt!“

In Essen und Dortmund schweigt man offiziell noch, doch verdichten sich die Gerüchte, dass in beiden RWE-Städten noch in der Nacht zum 1. April die gesamte Stadtspitze bereits geheim tagte, um unverzüglich Kontakt mit Ölscheichs und Prinzen aus steinreichen Emiraten aufzunehmen.

Bei DVG, STOAG und EVAG war unisono Aufbruchstimmung angesagt. „In Kürze können wir uns nur noch mit der Verbesserung des Nahverkehrs im westlichen Ruhrgebiets befassen und brauchen nicht mehr auf die Kakophonie einzelner Kirchturmsfürsten oder –parteien zu hören,“ so der durchgängige Tenor in Bussen, Bahnen und Kundenbüros der 3 Mülheimer Vorstädte.

Viel weiter dachte Landesmutti Hannelore. Sie sieht mit den sensationellen Mülheimer Entscheidungen ganze Lawinen in Gang kommen. Regelrechte Wettrennen um Kooperationen und Fusionen im gesamten Ruhrgebiet habe ihre Heimatstadt ausgelöst. „Jetzt geht`s los“, jubilierte sie. „Ein ganz neuer Wind weht ab 1. April durch das Ruhrgebiet,“ erklärte sie euphorisch, „die Kataris haben eine nie dagewesene Katharsis anne Ruhr ausgelöst, super!“ Auch ihre Kabinettskollegen sind außer sich vor Begeisterung wegen dem Ende der Lethargie, die bisher bleischwer über ihren größten Ballungsraum hing. Nur die grüne Barbara schwieg und schmollte, warum auch immer.

Und so schaute die gesamte Welt einen ganzen Tag lang, just am 1. April, wieder auf Mülheim a.d. Ruhr, die Vorreiterstadt par excellence, Jahr für Jahr und 2015 ganz besonders! 

Einzig aus dem fernen Moskau, Stadt der „lupenreinen Demokraten“, war kein Lob zu hören für die richtungsweisende Politik der Röhrenstadt mit Ruhr. War es nun aus schlechtem Gewissen, weil Putin wegen der Ukraine das South-Stream-Projekt cancelte und damit die Mülheimer Röhrenproduktion gefährdete oder war der Kremel-Fürst nur verschnupft, weil niemand ihn gefragt hatte, ob nicht er die 10 Millionen Mülheimer RWE-Aktien auf einen Schlag kaufen wolle. Doch wer weiß das schon. Hoffentlich läßt er deshalb Gazprom nicht aus Schalke abziehen!

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