Zlatko Janjic und der MSV Duisburg – ein gelungener Neustart

Zlatko Janjic hat zum Saisonbeginn der dritten Liga zu den Zebras gewechselt und die Streifen stehen ihm bisher sehr gut. Der Mittelfeldspieler bringt sehr viel Erfahrung in die Mannschaft herein. Er blickt mit seinen 28 Jahren bereits auf eine bewegte Fußball Karriere zurück.

Alles begann beim TUS Jöllenbeck, einem Bielefelder Stadtteilklub, wo er das Totschießen erlernte. 2001 wechselte Janjic zu Arminia Bielefeld und wurde zum Profispieler. Er spielte von 2004 bis 2008 für die zweite Mannschaft und am 13. September 2008 bekam der deutsch-bosnische Spieler die große Chance, er gab sein Debüt in der ersten Bundesliga. Bielefeld war damals beim VfL Bochum zu Gast, in der 66. Minute wurde Janjic eingewechselt, trotzdem verlor Arminia 2-0. Am 14. März 2009 spielten die Bielefelder in Karlsruhe gegen den KSC. Janjic wurde in der 84. Minute eingewechselt, die Anzeigetafel zeigte 0-0 an und der Mittelfeldspieler verwandelte nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung per Kopf zum 0-1 Endstand. Es war sein erstes und bisher einziges Tor in der höchsten deutschen Fußball Liga. Seine Mannschaft stieg am Ende der Saison 2008/09 in die zweite Bundesliga ab.

Zur Saison 2010/11 wechselte Janjic zum Drittligisten SV Wehen Wiesbaden und entwickelte sich rasant zum Leistungsträger der Mannschaft. In 38 Spielen traf er zwölf Mal – in der dritten Liga scheint das Toreschießen für ihn besser zu klappen, was er jetzt auch bei den Zebras beweist (alle Spiele der dritten Liga können Sie hier live verfolgen). Im September 2011 wurde er wegen disziplinarischen Verstößen suspendiert und für die restliche Hinrunde in die zweite Mannschaft versetzt. In der Rückrunde 2012 gab er sein Comeback in der ersten Mannschaft und war erneut der beste Torschütze der Mannschaft.

Im Sommer 2013 wechselte der vielseitige Offensivmann in die zweite Bundesliga zu Erzgebirge Aue, er unterschrieb einen Vertrag über zwei Jahre. Er spielte 24 Partien, machte zwei Vorlagen und schoss ein Tor. Besonders in der Rückrunde musste Janjic jedoch das Geschehen auf dem Platz von der Seitenlinie verfolgen. Er saß sieben Mal ohne Einsatz auf der Bank und gegen Union Berlin und Paderborn musste er sogar mit einem Tribünenplatz vorlieb nehmen, ein Albtraum für einen gesunden Profispieler. Es wurde also schnell klar, dass Janjic und Aue nicht gut funktionierten und bereits zum Saisonende wurde der Vertrag aufgelöst.

Seine jetzige Station ist der MSV Duisburg und das soll auch für ein Weilchen so bleiben, schließlich hat Janjic bei den Zebras einen Dreijahresvertrag bis 2017 unterschrieben. Nie zuvor hatte er einen Vertrag über einen so langen Zeitraum unterschrieben, doch er ist überzeugt, dass er mit dem MSV Duisburg den richtigen Verein für einen Neustart gefunden hat. „Ich will hier in Duisburg wieder an meine erfolgreichen Zeiten in der 3. Liga anknüpfen. Ich denke, dass ich gezeigt habe, was ich kann – und das will ich gerne wiederholen, um meinem neuen Verein in den kommenden Jahren zu helfen“, meinte Janjic nach der Vertragsunterzeichnung.

Die Paarung scheint zu stimmen und Janjic konnte in Streifen bereits Erfolge feiern. In der ersten Runde des DFB-Pokals kickte Duisburg mit seinem verwandelten Elfmeter den Zweitligisten 1. FC Nürnberg aus dem Turnier und darf sich jetzt auf die zweite Pokalrunde am 28. Oktober freuen. Janjic ist derzeit sogar der beste Torschütze bei den Zebras. Es scheint irgendwie alles sehr gut zu passen und er ist auf gutem Wege sein Ziel, an seine Erfolge in der dritten Liga anzuknüpfen, zu verwirklichen.

Bei dem Ex-Verein von Janjic scheint es hingegen gar nicht gut zu laufen. Erzgebirge Aue hat mit vielen internen und sportlichen Problemen zu kämpfen und die Mannschaft findet sich im tiefsten Tabellenkeller der zweiten Bundesliga wieder. Die Auer schauen wohl jetzt mit etwas Reue und Missmut auf die Erfolge ihres Ex-Spielers…

Der MSV spielt mit vielen neuen Spielern, neben Janjic sind auch Enis Hajri, Rolf Fletscher und Kevin Scheidhauer zum Verein gekommen. Trotz den vielen Umstellungen, scheint die Mannschaft bereits gut aufeinander abgestimmt zu sein, schließlich ist der MSV bereits seit sieben Spielen ungeschlagen. Es herrscht eine gute Stimmung bei den Zebras und Trainer Gino Lettieri, den Janjic bereits aus seiner Zeit in Wiesbaden kennt, zeigt ein gutes Gespür für die erneuerte Mannschaft. Wer weiß was für die Zebras in dieser Saison noch alles drin liegt!

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