Studie belegt: Deutsche sind im Internet zuhause

Bild: © iStock.com/Media Mates Oy

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Die Deutschen verbringen immer mehr Zeit im Internet. Laut einer Studie von 2013 liegt die tägliche Onlinezeit bei durchschnittlich 169 Minuten – Tendenz steigend. Ende 2014 wird diese Zahl noch weiter gestiegen sein; interessant ist dabei der Blick darauf, mit welchen Aktivitäten User wie viel Zeit verbringen.

 

Beeindruckende Zahlen zur Mailnutzung

Ganz klar ist, dass das Internet schon längst Kommunikationskanal Nummer 1 ist. Die gute alte E-Mail nimmt dabei eine Führungsrolle ein und trägt wesentlich zum täglichen Internetkonsum bei. Über kostenlose Provider wie FreeMail von web.de wurden von Januar bis Ende August 2014 beinahe 80 Billionen E-Mails verschickt. Auf die Weltbevölkerung (ca. 7,2 Milliarden Menschen) gerechnet sind das rund 11.000 Mails verschickte Mails pro Kopf, außerdem werden knapp 4 Millionen Mails pro Sekunde versendet.
Anhand dieser Zahlen kann man ungefähr erahnen, dass das Mail-Postfach einen wesentlichen Anteil an der Internetnutzung hat. Allerdings: Bei allen Vorzügen des Webs sollte man immer auch die Risiken bedenken, die durch das Cloud Computing weiter zugenommen haben.

Soziale Netzwerke als Zeitfresser identifiziert

Ein weiterer großer Teil der Onlinezeit entfällt auf Social Media. Schätzungen zufolge liegt der Tagesdurchschnitt pro Person bei fast 20 Minuten, und das alleine bei Facebook. Dazu kommen Twitter, Google Plus, Instagram, tumblr und viele weitere Plattformen, von denen einige in Deutschland kaum bekannt sind bzw. kaum genutzt werden.

Mails und soziale Netzwerke sind noch lange nicht alles

Die restliche Zeit verteilt sich auf die üblichen Verdächtigen:

  • Was man im Web so treibt, muss wohl nicht mehr erklärt werden. Wir tun es trotzdem in aller Kürze: Wikipedia, Google, News, Blogs, Online-Magazine – in Sachen Informationsbeschaffung und Unterhaltung bietet das Internet unendliche Möglichkeiten, angefangen bei Kochrezepten bis zum „Wie lande ich einen Jumbo-Jet?“-Ratgeber (den es tatsächlich gibt!)
  • YouTube und Co.: Musik, Sportzusammenfassungen, private Footages und DIYs locken täglich hunderte Millionen Besucher an. Außerdem ist YouTube genau wie Facebook wie geschaffen für die Verbreitung viraler Trends. Was heute entdeckt wird, ist schon morgen in aller Welt bekannt und bekommt Millionen Klicks, neben spaßigen Dingen gilt das auch für ernste Themen wie die Occupy-Bewegung oder andere politische Bewegungen.
    Übrigens ist YouTube offiziell die zweitgrößte Suchmaschine der Welt – außer bei Google werden nämlich nirgendwo mehr Sucheingaben getätigt als im Suchfeld von YouTube.
  • Shopping: Der Einzelhandel kann ein Lied davon singen, wie viel Umsatz inzwischen auf das Online Geschäft entfällt. 2014 werden es erstmals über 40 Milliarden Euro sein. Entsprechend viel Zeit verbringen User in den unzähligen Shops, und selbst falls sie am Ende nichts kaufen, vergeht die Zeit dort wie im Flug.

Internet-TV auf dem Vormarsch

Ebenfalls interessant: Die Ausweitung des Internets auf immer mehr Endgeräte. Als die ersten SmartTVs, also internetfähige Fernseher, erschienen, wurde zunächst angezweifelt, ob dieses Feature überhaupt genutzt wird. Aktuellen Zahlen zufolge wird es das tatsächlich, und zwar immer häufiger: 2012 riefen nur 2 Prozent aller SmartTV-Besitzer Online-Inhalte über den Fernseher ab, ein Jahr später waren es schon zwölf Prozent. Dieser steile Anstieg – eine Versechsfachung – liegt vor allem daran, dass es viel mehr Inhalte gibt als früher. Als Beispiele seien On-Demand-Dienste wie Maxdome, Watchever, Amazon Instant Video und Co. genannt, in Kürze wird auch noch Netflix dazukommen.

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