Noch fahrtüchtig? Online-Test gibt Auskunft

Foto: © Hemera Technologies/PhotoObjects.net/Thinkstock

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Jedes Jahr werden mehrere hunderttausend Verkehrsunfälle registriert. Ein großer Anteil davon geht auf Alkoholkonsum zurück. Fahrer können jetzt vor Fahrtantritt jederzeit mittels eines Online-Promilletesters herausfinden, wie hoch der eigene Alkoholpegel ist.

Tendenz auf die Schnelle erkennbar

Online-Promilletester geben einen groben Richtwert über die Alkohol-Konzentration im Blut. Basierend auf Körpermaßen wie Gewicht und Größe werden die Drinks eingegeben; dies geschieht per vorgefertigten Kategorien, gelistet nach ihrem Alkohol-Gehalt. Von leichten Mischungen mit 2,5 Prozent über Bier (pauschal mit 5 Prozent gekennzeichnet) bis hin zu hochprozentigen Drinks wie Whiskey sind alle erhältlichen Alkoholklassen mit gelistet. Die getrunkene Menge lässt sich damit realistisch abbilden, auch wenn das Zeitfenster des Konsums nicht berücksichtigt wird.

Die Uhrzeit: ein Unterschied wie Tag und Nacht

Besonders abends dürfte der Online-Tester oft aufgerufen werden. Die Zahlen sprechen für sich: Tagsüber liegt der Anteil der durch Alkohol ausgelösten Unfälle im niedrigen einstelligen Prozentbereich, während es ab 22 Uhr beinahe ein Drittel ist. Die Bezeichnung „Disko-Tote“ kommt also nicht von ungefähr. Während Großveranstaltungen wie Karneval, Oktoberfest oder Love Parade fällt die Statistik entsprechend härter aus. Als Gründe dafür werden mangelndes Risikobewusstsein sowie Selbstüberschätzung, aber auch Gruppenzwang aufgeführt; vor allem die ersten beiden werden durch Alkohol stark unterdrückt.

Achtung: Online-Test immer ohne Gewähr

Der Online-Test ist nützlich und zeigt oft Ergebnisse, die erstaunlich realistisch sind. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht. Nach wie vor gilt, dass jeder Körper unterschiedlich auf Alkohol reagiert und ein und dieselbe Alkoholmenge selbst bei gleichen Maßen für große Differenzen sorgen kann. Wer laut Test also knapp an der Grenze zur Fahruntüchtigkeit steht, sollte sich gegen die Fahrt entscheiden – die Sicherheit geht eindeutig vor. Zu beachten sind dabei auch die Abstufungen zwischen den Promillegraden, wenn es um den Bußgeldkatalog geht: Ab 0,5 Promille dürfen Fahrer generell nicht mehr ans Steuer, ab 1,1 Promille spricht das Gesetz von absoluter Fahruntüchtigkeit, die mit sehr hohen Geldstrafen, sieben Punkten in Flensburg und mindestens sechs Monaten Führerscheinentzug bestraft wird. Aus wirtschaftlicher Sicht noch drastischer: Kommt es zu einem Unfall, zahlt die Versicherung keinen Cent. Das kann schnell den finanziellen Ruin bedeuten, von der Gefahr für das Leben ganz zu schweigen.

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