Herrenmode 2014/15 – leger ist Trumpf

Zugeknöpft war gestern. Die Männermode im Jahr 2014 zeigt sich auf den Laufstegen dieser Welt vor allem leger und tolerant. Latin Lover und Machos sucht man auf den Shows vergeblich – dieses Männerbild scheint für die Modemacher gerade uninteressant.

 

Die Modewelt gibt sich betont lässig

Wer modisch sanftere Töne anschlägt, liegt heute voll im Trend. Kragen sind nur noch erlaubt, wenn sie nicht allzu steif daherkommen, und Hosen tragen die männlichen Models auf den Laufstegen vermehrt in sehr weiten Ausführungen. Der Trend zur legeren Mode spiegelt sich auch in den Onlineshops wider – wie hier in der Herren-Abteilung von Breuninger. Selbst formelle Sakkos und Jacken weisen Schnitte auf, die Bewegungsfreiheit erlauben. Auf den Catwalks präsentiert man Tragbares neben gewagten Kreationen aus Materialien wie Samt, Seide, Spitze, Leder und sogar transparenten Materialien. Ein weiterer erfreulicher Trend: Viele Kreationen können auch von solchen Männern getragen werden, die nicht über Idealmaße verfügen und in sehr engen, körperbetonten Kleidern unvorteilhaft aussehen würden. Wirklich neu ist diese wiederentdeckte Lässigkeit natürlich nicht. Auf Prêt-à-porter-Schauen sieht man derzeit immer wieder Models, die den James-Dean-Schick einmal mehr aufleben lassen. Interessant sind die Farbkombinationen der aktuellen und kommenden Saison.

Designer zeigen Mut zur Farbe

Was die Farben ihrer Kleider angeht, spalten sich die Designer gerade in zwei Lager. Knallbunte Parkas aus Fallschirmseide, noch vor wenigen Jahren ein absolutes No-go, sind jetzt vermehrt in den Kollektionen zu sehen. Das gefällt natürlich nicht allen. Schlichtheit und Purismus sind derzeit das andere Extrem. Einfarbige, häufig schwarze oder zumindest herbstlich gedeckte Jacken und Hosen sind für alle unsicheren Modejünger momentan eine gute Wahl. Falsch machen kann man mit diesen schlicht gestalteten und augenscheinlich gemütlichen Kleidern wohl nicht. Spannend ist das natürlich auch nicht gerade.

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