Eintracht Frankfurt – FC Schalke 04 – Fans sehen attraktives Bundesligaspiel

unnamedAm Samstagnachmittag empfing die Frankfurter Eintracht die „Königsblauen“ aus Gelsenkirchen, denn das Team des FC Schalke 04 war zu Gast in der Commerzbank Arena Frankfurt.

Für beide Teams war diese Partie eine richtungsweisende Partie. Die Königsblauen aus Gelsenkirchen wollen unbedingt an die Champions-League Plätze anknüpfen, was durch den Sieg am Freitagabend von Borussia Mönchengladbach etwas schwieriger geworden ist, somit stand das Team von Jens Keller und Peter Hermann unter Zugzwang. Für die Mannschaft von Eintracht-Coach Armin Veh dagegen steht mittlerweile fest, dass man mitten im Abstiegskampf steckt, die Konsequenz daraus lautet, dass man sich zwar auf der internationalen Bühne im laufendem Jahr gut präsentiert, jedoch das Tagesgeschäft nicht vergessen darf.

Perfekte Rahmenbedingungen also für eine attraktive Bundesligapartie, welche um Punkt 15:30 Uhr per Anpfiff von Schiedsrichter Markus Schmidt begann. Die Gastgeber begannen offensiv vor der heimischen Kulisse, bereits in der 1. Spielminute konnte Frankfurts Kadlec einen Torabschluss absolvieren, welcher aber von S04-Keeper Timo Hildebrand geklärt werden konnte. Daraufhin gab es Eckball für die Gastgeber, aber auch hier konnte die Defensivabteilung der Schalker klären.

11. Spielminute die Großchance für die Frankfurter durch Martin Lanig, doch dieser konnte einen abgewehrten Torschuss von Timo Hildebrand nur knapp an das Gehäuse der Schalker vorbei schießen

Für eine hochachtungsvolle Kulisse sorgten die anwesenden Zuschauer. Beide Fanlager unterstützten ihre Teams lautstark. Aber auch die Aktiven Kicker auf dem Feld boten bis Dato eine attraktive Partie.

Ganz verrückte Szenen in Frankfurt gab es in der 13 und 14. Spielminute, denn S04-Spieler Frafan lag verletzt am Boden, bei Ballbesitz der Frankfurter forderten die S04-Spieler, als auch Verantwortliche, dass die Frankfurter den Ball ins Aus spielen, um den verletzten Spieler zu behandeln. Als dann aber Schalke plötzlich den Ball abfing, wollte davon keiner mehr etwas Wissen, so ging es weiter in Richtung Frankfurt-Gehäuse, wo dann Uchida das 0:1 markierte.

Der Jubel auf Seiten der Schalker war groß, aber die Frankfurter verstanden die Welt nicht mehr. Es ist aber auch zu deuten, dass die Schalker nur ihren eigenen Vorteil nutzen wollten, aus Sportlicher Sichtweise also nachvollziehbar.

In dem Moment, als die Frankfurter den Gegentreffer noch verdauten, machten die Gäste aus dem Ruhrpott nochmals Druck auf die Frankfurter Eintracht. Mit der Konsequenz, dass Joel Matip den 0:2 Führungstreffer für die Gelsenkirchener erzielen konnte.

Die Frankfurter hatten den „Schuldigen“ bereits gefunden. Schiedsrichter Schmidt wurde von den Fans verbal attackiert.

Im weiterem Verlauf der Partie begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Das 0:2 war dem Spielverlauf nicht unbedingt gerecht, doch die Königsblauen nutzten ihre Möglichkeiten konsequent aus.

In der Halbzeitpause wurde Ex-Keeper und Eintracht-Legende Oka Nikolov lautstark gefeiert. Viele Fans wünschen sich die Rückkehr des Kult-Keepers, welcher sein Intermezzo in Amerika nach nur paar Monaten abgebrochen hat, da ihm die Heimat fehlt. „Ich gehöre nach Frankfurt.“ so Nikolov gegenüber unserer Redaktion. Nikolov wird voraussichtlich in absehbarer Zeit wieder auf der Mitarbeiterliste der Eintracht stehen.

Halbzeit zwei begann ein wenig ruhig, bis zur 56. Spielminute als plötzlich Johannes Flum die Möglichkeit zum Abschluss hatte und den 1:2 Anschlusstreffer für die Eintracht erzielen konnte.

Somit war wieder alles offen, gleich eine Minute später wieder die Eintracht am Marsch. Mit der Folge, dass man das 2:2 erzielen konnte, doch Schiedsrichter Schmidt wertete diesen Treffer nicht.

Doch die Frankfurter traten nun mächtig aufs Gaspedal, denn in der 61. Spielminute war es Joselu, welcher ungehindert einen Distanzschuss auf das Gehäuse von S04-Keeper Timo Hildebrand lassen konnte, mit Erfolg, denn dieser Schuss berührte das Innennetz und somit stand es plötzlich 2:2 in der Commerzbank Arena Frankfurt.

Eine verrückte Bundesligapartie, aber die anwesenden Zuschauer hatten viel Freude bei der Partie.

Joselu dreht mit seinem Doppelpack das gesamte Spiel

Wahnsinn! Ja, dass sagten sich wohl viele, was ist denn da in Frankfurt los! Die Antwort: Joselu konnte mit einem Distanzschuss in der 68. Spielminute die gesamte Partie drehen. Nach einem 0:2 gelang es dem Spanier (23 Jahre) die gesamte Partie zu Gunsten der Eintracht zu drehen.

Die Eintracht knüpfte an die Leistung der Anfangsphase der Partie an und konnte diese nun konstant halten. Was sich dabei wohl das Team von Jens Keller und Peter Hermann dachte? Beide Trainer der Schalker standen an der Seitenlinie fassungslos und brüllten ihre Mannschaft nun hörbar an.

Die Bank der Eintracht inklusive Sport-Chef Bruno Hübner freute sich dagegen sichtlich. Zu Recht, denn es schien so, als wenn die sportliche Leitung um Veh/Geyer die richtigen Worte in der Halbzeitpause gefunden hätten.

Im weiterem Verlauf der Schlussphase spielte der FC Schalke 04 nochmals auf und konnte in der 86. Spielminute durch Benedikt Höwedes das 3:3 erzielen

Trainerstimmen

Jens Keller: „Für die Zuschauer war es ein tolles Spiel. Für die Trainer an der Linie sicherlich ein Wahnsinn. Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, so dass die Eintracht in 12. Minuten drei Treffer erzielen konnte, das darf natürlich nicht passieren. Ich kann meiner Truppe nur anmerken, dass sie in der Schlussphase wieder Gas gegeben hat.“

Armin Veh: „Die Mannschaft war von Anfang an präsent. Wir konnten die Woche gut arbeiten. Wir lagen 0:2 hinten, da schaust Du erst blöd, aber wir haben Moral bewiesen konnten ein 0:2 drehen. Wir sind zum Ende der ersten Hälfte wieder stark gewesen. Am Ende haben wir leider nur einen Punkt gehabt, mit dem können wir aber leben.“

 

 

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