FCR 2001 Duisburg: Laura Neboli schwer verletzt

Laura Neboli, FCR 2001 Duisburg, Saison 2011/12

Laura Neboli, FCR 2001 Duisburg

Kaum zu glauben, aber doch Realität: beim FCR 2001 Duisburg reißt die Verletzungsmisere einfach nicht ab. Gerade konnten Sofia Nati und Jackie Groenen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, trifft es Laura Neboli: Die zuverlässige Stütze in der Abwehr ist mit einem Riss des Syndesmosebandes aus Freiburg zurückgekehrt. Die allerletzten ärztlichen Analysen stehen noch aus, so dass noch nicht ganz klar ist, ob das Band komplett oder nur zu 80-90 Prozent gerissen ist. Die traurige Tatsache aber bleibt: Die Innenverteidigerin, in dieser Saison wieder zuverlässige Innenverteidigerin mit Vorbildfunktion, fällt wahrscheinlich bis zur Winterpause aus!

„Diese schlimme Nachricht ist nun wirklich nur schwer zu verkraften, das belastet die Mannschaft nicht nur sportlich, sondern natürlich auch emotional“, kommentiert ein sichtlich betroffener Sven Kahlert diese in jeder Beziehung sehr schmerzliche Meldung: „Laura hat sich die Verletzung offenbar zugezogen, als sie den Ball in den Bauch bekam und dann unglücklich umknickte.“

Also eine zweite unangenehme Folge dieser extrem ärgerlichen Situation, die zum Siegtor für die Freiburgerinnen führte – womit der Focus wieder auf die sportlichen Aufgaben gerichtet ist; denn hier steht mit dem Nachbarschaftskampf gegen die SGS Essen (Sonntag, 14 Uhr, PCC-Stadion) eine ganz besondere Herausforderung an: Tabellensituation und Derby-Charakter machen diese 90 Minuten zu einem ganz besonderen Aufeinandertreffen, für die der Cheftrainer an Siegesmentalität und Einsatz der Löwinnen appelliert: „Wir müssen in diesem Spiel einfach mal unser Glück erzwingen und den Bock umstoßen. Es muss endlich gelingen, unsere herausgespielten Chancen auch in Tore umzusetzen.“

Damit dieser letzte Schritt am Sonntag gelingt, hat Kahlert in dieser Trainingswoche ein paar neue Reizpunkte gesetzt: „So haben wir z.B. viel miteinander gesprochen und für unsere fünf Offensivspielerinnen habe ich mir ein, zwei spezielle Einheiten ausgedacht.“

Natürlich hat man sich auch mit dem Gegner beschäftigt und hier haben die Trainer besonders das starke, gut eingespielte Mannschaftsgefüge der Gäste herausgestellt – auch der Punktgewinn in Frankfurt und der Pokalsieg gegen Potsdam waren Themen in der Spielvorbereitung. Insgesamt trennt die heutigen Gegner aber nicht viel in der bisherigen Saison: Beide haben erst eine von immerhin fünf Begegnungen gewonnen und finden sich momentan in den Tabellen-Niederungen wieder: Essen ist mit fünf Punkten Achter, der FCR 2001 mit gerade einmal drei Zählern sogar nur Zehnter; und vom eindrucksvollen Kantersieg gegen Sindelfingen (8:0 am letzten Spieltag) einmal abgesehen, sind die bis zu diesem Spiel gesammelten zwei Essener Punkte bei einem Torverhältnis von 5:8 auch nicht unbedingt furchteinflößend.

Doch gerade das letzte 8:0 beschäftigt Kahlert aus einer generellen Erwägung heraus: „Der Spielplan will es so, dass alle unsere aktuellen Gegner im Spiel vor unserer Begegnung stets auf Sindelfingen treffen und somit – bei aller Wertschätzung auch für diese Mannschaft – bisher immer mit dem Erfolgserlebnis eines starken Sieges auf uns getroffen sind.“

Ein psychologischer Vorteil, den sich möglicherweise auch Aufsteiger Cloppenburg zunutze machen wird, die Schulte-Elf spielt nämlich am Sonntag in Sindelfingen und könnte also vor dem Heimspiel gegen die Löwinnen diese in der Tabelle überholen – auch wegen dieser möglichen Perspektive kann es am Sonntag für den FCR 2001 nur ein Ziel geben, das Kahlert so formuliert: „Wir wollen unbedingt drei Punkte holen, um nicht  wieder auf einen Abstiegsplatz abrutschen – und gegen den Lokalrivalen möchten wir natürlich sowieso gerne gewinnen.“

 

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