FCR Duisburg 2001: 0:4-Pleite gegen VfL Wolfsburg

fcr-wolfsburg-2437Der FCR 2001 Duisburg hat auch das zweite Spiel dieser Woche gegen ein absolutes Topteam der Liga verloren. Vor rund 750 Zuschauern unterlagen dieLöwinnen dem amtierenden Meister und Doppel-Pokalsieger VfL Wolfsburg mit 0:4. Dennoch muss man trotz des Ergebnisses den Löwinnen großen Respekt für eine engagierte Leistung zollen, schließlich gingen etliche Akteurinnen angeschlagen oder grippegeschwächt in diese Begegnung. Deshalb räumte Coach Sven Kahlert auch ohne Umschweife ein: „Ein hoch verdienter Sieg; Wolfsburg ist ein anderes Kaliber – allein schon die Tatsache, dass die Gäste eine Keßler von der Auswechselbank bringen können, zeigt den Unterschied.“

Der FCR 2001 – mit Barbara Müller für Alice Hellfeier – beginnt schwungvoll, konzentriert und erarbeitet sich in der 5. Minute gleich zwei Riesenchancen: Erst hält Schult im VfL-Tor einen fulminanten Schuss von Lieke Martens und nach der anschließenden Ecke scheitert Laura Neboli aus kürzester Distanz an der vielbeinigen VfL-Abwehr. Bis zu diesem Zeitpunkt war der deutsche Meister nur durch eine Flanke halbwegs gefährlich gewesen, doch die erste richtige Torchance führt gleich ärgerlicherweise zum 0:1 (10.): Blässe spielt auf der rechten Seite ihre Schnelligkeit aus, passt in Höhe des Strafraums zentral auf den Elfmeterpunkt, von wo Torjägerin Martina Müller unhaltbar einschießt.

Erneut beeindruckend – und ein sicherer Beleg für Moral und Charakterstärke der Mannschaft – dass die Löwinnen das Spiel weiterhin offen halten; eine Vielzahl von Eckbällen belegt zudem, dass der FCR 2001 immer wieder in den VfL-Strafraum kommt, für sehenswerte Kombinationen gibt es viel Szenenapplaus. Leider belohnen sich die Löwinnen aber nicht, entweder fehlt die letzte Entschlossenheit oder die VfL-Abwehr kann im letzten Moment klären. In der 31. Minute haben die Fans dann erneut den Torschrei schon auf den Lippen: Doch der artistische Schuss von ‚Baba‘ Müller (im Liegen!) wird im letzten Moment wieder mal zur Ecke abgelenkt.

Nach Wiederanpfiff wechselt Gästecoach Kellermann Nadine Keßler ein und mit der Spielmacherin der Nationalmannschaft wird der VfL gleich gefährlicher: in der 50. Minute zielt Blässe zwar noch über das Tor, doch drei Minuten später macht es Magull besser und schießt unbedrängt aus zentral aus zehn Metern ein: 0:2. Ein Tor mit Wirkung; denn jetzt bekommt Europas Team Nr.1 das Spiel mehr und mehr in den Griff, organisiert von Nadine Keßler erarbeiten sie eine deutliche Feldüberlegenheit, Entlastungsangriffe gibt es kaum noch – bis zur 70. Minute, da haben Vonkova und Martens direkt nacheinander die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch einmal hält Schult reaktionsschnell, der Nachschuss verfehlt das Tor.

Erneut machen es die Wolfsburgerinnen besser, nach einem schnell und sauber vorgetragenen Schnellangriff trifft wieder Müller zum 0:3 (81.) und mit dem letzten Angriff des Spiels stellt Wolfsburg durcvh Pohlers sogar nach einem klassischen Konter noch auf 0:4. Ein letztlich verdienter Sieg, vor allem weil der Triple-Sieger seine Möglichkeiten einfach entschlossener nutzte und dem FCR 2001 am Ende auch einfach die Kraft fehlte; trotzdem: für die Löwinnen war alle male mehr drin, wie einige sehr gut vorgetragene Angriffe belegt haben.

Das sah auch Kahlert so, der zwar „mit dem Ende der 2.Halbzeit nicht zufrieden war; denn in der Nachspielzeit muss man sich einfach kein Tor mehr einfangen“. In der Gesamtschau hatte er aber auch ein dickes Kompliment für seine Löwinnen parat: „In den 90 Minuten von Potsdam und der ersten Halbzeit von heute haben wir gute Ansätze gesehen, auf denen wir aufbauen können.“

Vor dem wichtigen Spiel in Freiburg wird in dieser Woche der Focus eindeutig darauf gerichtet sein, die zahlreichen Rekonvaleszenten behutsam auf zu bauen.

Die Fotostrecke zum Spiel können Sie unter folgenden Link abrufen: http://xtranews.de/imagedesk/index.php/FCR01-Duisburg/fcr-wolfsburg2013

 

Aufstellungen:

FCR Duisburg:

Kämper, Himmighofen (83. Schenk), Neboli, Costa, Weichelt; Oster, Müller (67. Groenen), Silva, Wahlen; Vonkova (81. Nati), Martens

VfL Wolfsburg:

Schult, Maritz, Wensing, Nilla Fischer, Tetzlaff, Blässe (82. Lyn Meyer), Martina Müller (84. Pohlers), Goeßling, Magull, Damnjanovic (46. Keßler), Popp

 

 

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