„Il barbiere di Siviglia“ als Insektenspektakel – Rossinis Oper im Juni und Juli auf den Bühnen der Deutschen Oper am Rhein

Es summt und brummt wieder auf den Wiesen – und auch auf den Bühnen der Deutschen Oper am Rhein, denn „Il barbiere di Siviglia“, der bereits in der dritten Spielzeit in Düsseldorf und Duisburg zu erleben ist, spielt in einem Insektenlaboratorium. Das Sirren, Flirren und Zischeln der Musik von Gioacchino Rossini ist von solch narkotisierender Wirkung, dass sich Regisseur Claus Guth dadurch zu seiner Inszenierung inspirieren ließ. Hier lässt er den Grafen Almaviva, die von ihm begehrte schöne Rosina und den umtriebigen Barbier Figaro, die gemeinsam den alten Querkopf Bartolo übertölpeln wollen, als liebestolle Gliederfüßer im wahrsten Sinne des Wortes ins Netz gehen. Seine in Basel, München und Leipzig umjubelte Inszenierung entwickelt aus der Musik Verhaltensmuster, die tumbe Hummeln, flotte Falter und hyperaktive Eintagsfliegen in ihrem triebgesteuerten Liebeswahnsinn erstaunlich menschlich erscheinen lassen.

Nachdem „Il barbiere di Siviglia“ vergangenen Donnerstag am Theater Duisburg wieder ins Programm genommen wurde, wird es noch sechs weitere Vorstellungen geben, bevor die Oper am 21. Juli zum vorerst letzten Mal gezeigt wird. Mit José Manuel Zapata ist Graf Almaviva in Premierenbesetzung zu erleben. Die Rolle des Figaro übernehmen alternierend der russische Bariton Dmitry Lavrov und der rumänische BaritonBogdan Baciu.

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Vorstellungen:

Fr  28.06., 19.30 Uhr /  So 30.06., 18.30 Uhr im Theater Duisburg

Do  11.07., 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf

Sa  13.07. / Di  16.07. / Fr  19.07. – jeweils um 19.30 Uhr im Theater Duisburg

Zum vorerst letzten Mal:

So  21.07., 18.30 Uhr im Theater Duisburg

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