Strukturwandel in Duisburg Marxloh – Runder Tisch lädt zur Klausurtagung ein

Marxloh steht vor großen Herausforderungen.

Die EG DU zieht sich fördertechnisch geplant zurück- die Phase der sozialen Stadt ist beendet. Bis 2015 greifen noch Förderungen aus dem Grüngürtel, die allerdings vorrangig zur Finanzierung des Landschaftsbauwerkes eingesetzt werden müssen.

In den Startlöchern steht das städtebauliche Entwicklungskonzept für Marxloh, welches den massiven Rückbau von Wohneinheiten wegen des kontinuierlichen Einwohnerschwundes der Vergangenheit und der prognostizierten Zukunft vorsieht.

Gleichzeitig wurden Marxloh und Hamborn zum Hauptzentrum neben der City aufgestuft. Hauptzentrum zu werden bedeutet jedoch planungsgemäß einen Aufschwung für Gewerbe und letztlich auch die Wohnungsbelegung.

In Kürze sollen Bürgerinnen und Bürger in Veranstaltungen an den diversen Projektplanungen der Stadt beteiligt werden.

„In der Regel fühlen sich die Bürger überbenachrichtigt, aber unterinformiert“ meint Haydar Özbas, einer der vier Sprecher des Runden Tisches Marxloh e.V. (RTM).

„Von ihnen wird erwartet, ohne fachliche Kenntnisse Bewertungen abzugeben, die dann in Entscheidungsfindungen einfließen“.

Aus diesem Grund hat der RTM beschlossen, sich selbst und interessierte Einwohner intensiv auf die diversen Themen vorzubereiten.

Vom 26.-28.April will man sich ein Wochenende lang im Sauerland in Klausur begeben.

Mit einer Gruppe von 30 Personen geht es am Freitag nach Burbecke. Die Themen sind dicht gepackt. Politische Beteiligungsprozesse, das Hauptzentrenkonzept, die zukünftige Stadtteilarbeit und die Auswirkungen des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für den Stadtteil werden intensiv besprochen und bewertet.

„Unser Ziel ist es, Multiplikatoren mit Fachwissen zu schaffen, die zukünftig aktiv die diversen Planungen begleiten“ erklären Renate Gerstmann und Yasin Öztürk, Vorstände des Bürgerforums.

Ein weiterer Schwerpunkt, der sich durch den gesamten workshop ziehen wird ist das Thema der Bürgerbeteiligung in politischen Prozessen. Bevor eine Planung abgesegnet wird, gibt es für den einfachen Bürger zahlreiche Möglichkeiten, seinen Standpunkt in politische Planungen einzubringen. Knackpunkt hierbei ist, dass der Laie immer einem Vollprofi gegenüber steht. So werden bei den üblichen Prozessen der Bürgerbeteiligung oft lange Statements abgegeben, die letztendlich nicht in die Bewertung einfließen, weil sie zwar aus Sicht des Vortragenden maßgeblich, jedoch aus behördlicher Sicht nicht themenrelevant sind.

Die angedachten Planungen werden Marxloh verändern, ist man sich beim RTM sicher. Oberste Priorität hat aber immer eine Veränderung im Interesse der Bürger.

Es liegen bereits 20 Anmeldungen für den workshop vor. 10 Plätze können noch besetzt werden. Wer sich dafür interessiert, was in den nächsten Jahren für Marxloh geplant ist, kann sich unter marxloh@live.de oder direkt beim RTM in der Rolfstraße 7 für die Teilnahme anmelden. Die Eigenbeteiligung beträgt 45.-€. Hierin enthalten sind  die Hotelunterbringung im DZ (EZ Zuschlag 15.-€/Nacht) und die Vollverpflegung ohne Getränke.

Für die Anfahrt organisiert der RTM bei Bedarf Mitfahrgelegenheiten

Bevorzugt werden Bürger, Hauseigentümer, Gewerbetreibende und Vereine, die in den Marxloher Bereichen mit erhöhtem Handlungsbedarf leben bzw. dort Objekte besitzen und so besonders betroffen sind.

Die Ergebnisse des workshops werden in der Maisitzung des Bürgerforums allen Marxloherinnen und Marxlohern vorgestellt und diskutiert. Danach wird es zusätzliche Veranstaltungen im Stadtteil geben.

„Natürlich hätten wir uns auch im Stadtteil an drei Tagen treffen können“ erklärt Dieter Stradmann, Sprecher des RTM „Nachteil hierbei ist jedoch, dass man nach dem offiziellen Teil schnell wieder auseinander geht und die Ergebnisse des Tages abends im persönlichen Gespräch nicht mehr vertiefen kann.“

 

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