Mariame Clément inszeniert „Figaro“ an der Oper Dortmund – Premiere: 23.2.2013, 19.30 Uhr, Opernhaus Dortmund

Mariame Clement. Opera Garnier Foto: Elisa-Haberer-2.jpg

Mariame Clement. Opera Garnier Foto: Elisa-Haberer-2.jpg

Mit Le Nozze di Figaro (Die Hochzeit des Figaro)  setzt Opernintendant Jens-Daniel Herzog seine Mozartreihe am Theater Dortmund fort, die in der vergangenen Spielzeit mit Così fan tutte höchst erfolgreich begonnen hat. 

Erstmals stellt sich die junge französische Regisseurin Mariame Clément in Dortmund vor. Die studierte Kunsthistorikerin, die Assistenzen bei Regiegrößen wie Harry Kupfer, Willy Decker und Christof Loy absolviert hat, legte an der Oper Lausanne mit Rossinis Il Signor Bruschino ihre erste Regiearbeit vor. Es folgten Inszenierungen in Bern, Lübeck, Nantes und am Staatstheater Braunschweig. Soeben hat sie an der Opéra National du Rhin in Straßburg Mozarts Zauberflöte in Szene gesetzt, eine frühere Arbeit dort war RameausPlatée. Am Theater an der Wien inszenierte sie Rameaus Castor et Pollux (Dirigat: Christophe Rousset). Für die Festspiele in Glyndebourne inszenierte sie Donizettis Don Pasquale.Im Anschluss an ihre Regiearbeit in Dortmund wird sie Humperdincks Hänsel und Gretel an der Opéra National de Paris (Palais Garnier) inszenieren.

Zurzeit gehören sie und ihre Bühnen- und Kostümbildnerin Julia Hansen zu den gefragtesten Regie-Teams der europäischen Opernlandschaft, Julia Hansen zeichnet auch für die Ausstattung von Mozarts Figaro in Dortmund verantwortlich.

Als Gräfin debütiert Ensemblemitglied Eleonore Marguerre, die in dieser Spielzeit bereits große Erfolge als Massenets „Manon“ und Monteverdis „Poppea“ feiern konnte und in der vergangenen Spielzeit als Fiordiligi in der Herzog-Inszenierung von „Così fan tutte“ glänzte. Marguerre war am Nationaltheater Weimar engagiert und hat bereits an der Wiener Staatsoper, dem Teatro la Fenice, bei den Bregenzer Festspielen und an der Mailänder Scala gastiert. 2014 wird sie ihr Debüt an der Pariser Opéra de la Bastille in einer Neuinszenierung von Mozarts „Zauberflöte“ geben. Am Theater Dortmund war sie vergangene Spielzeit außerdem in Cavallis „L’Eliogabalo“ zu erleben.

Mittlerweile kann man schon von einem veritablen Dortmunder Mozart-Ensemble sprechen. Neben Eleonore Marguerre zählen dazu auch die Susanna dieser Produktion, die alternierend von Julia Amos und Anke Briegel gesungen wird, Gerardo Garciacano (Graf Almaviva), Christian Sist (Bartolo), Ileana Mateescu (Cherubino, alternierend mit Katharina Peetz). Außerdem sind u.a. zu hören Morgan Moody (Figaro), Ks. Hannes Brock (Basilio), Katharina Peetz / Andrea Rieche (Marcellina) und Tamara Weimerich (Barbarina).

Die Neuinszenierung des „Figaro“, deren musikalische Leitung Generalmusikdirektor Jac van Steen innehat, ist eine Koproduktion mit dem Staatstheater Nürnberg; die Produktion wird als erstes in Dortmund gezeigt. Es spielen die Dortmunder Philharmoniker, die Einstudierung des Chores des Theater Dortmund hat Granville Walker.

Wolfgang Amadeus Mozarts commedia per musica „Die Hochzeit des Figaro“ mit dem Libretto von Lorenzo da Ponte ist eines der unvergänglichen Meisterwerke des Musiktheaters. Bis heute hat das Werk, das auf Beaumarchais‘ gleichnamigem Drama basiert, nichts von seiner Aktualität, aber auch von seiner Zeitlosigkeit eingebüßt. Entstanden am Vorabend der Französischen Revolution, können die in der Oper verhandelten Konflikte paradigmatisch für eine Gesellschaft im Umbruch verstanden werden.

Termine: 23.2., 19.30 Uhr; 3.3., 18 Uhr; 9.3., 19.30 Uhr; 23.3., 19.30 Uhr, 31.3., 18 Uhr; 21.4., 31.5., 8.6., 28.6., 14.07.

Preise: Premiere von 20,- bis 59,- Euro; Folgevorstellungen 10,- bis 49,- Euro

Kartenvorverkauf HIER

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