Piratenfraktion NRW zur aktuellen Entwicklungen bei der „Westfälischen Rundschau“

„Wenn ein Zeitungsverlag eine komplette Redaktion entlässt, das Blatt aber mit Zulieferungen von Wettbewerbern fortführt, ist dies eine Verhöhnung der Leser. Der Leser ist doch nicht dumm! Er wird merken, wenn das lokale Informationsangebot dünner und austauschbarer wird. Gerade der lokale Nachrichten-Marktplatz braucht einen Vermittler für die Informationen und jemanden, der die Ereignisse einordnet, nicht nur auf bedrucktem Papier.

 

Die WAZ-Gruppe hat offensichtlich keine Strategie für die digitalen Märkte von heute und morgen. Der andauernde Arbeitsplatzabbau, das Ausdünnen des Angebots und das offensichtliche Hoffen auf eine ‚Internet-Steuer‘ in Form eines ‚Leistungsschutzrechtes‘ sind wenig Erfolg versprechende Ansätze für die Zukunft.

 

Die WAZ-Gruppe war es, die in den 90er Jahren das Internet als einen ‚vorübergehenden Trend‘ bezeichnet hat; die WAZ-Gruppe war es, die alle Benefits einer freien Gesellschaft bei Lohnverhandlungen, Entlassungen, etc. gerne mitnimmt, auf der anderen Seite aber alle Nutzer möglichst beschränken und per Leistungsschutzrecht alles kontrollieren und abschöpfen will.

 

So geht die Medienvielfalt in NRW zu Grunde; es wird höchste Zeit für moderne Ideen. Die WAZ-Gruppe sollte die Marke „Westfälische Rundschau“ lieber verschenken, z. B. an eine Gruppe kreativer und innovativer Menschen, die einen digitalen Neuanfang machen wollen.“

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