Frauenfußball: Abschied für Martina Müller gegen Frankreich

Martina Müller beendet ihre Laufbahn in der Frauen-Nationalmannschaft mit der Begegnung gegen Frankreich am 29. November (ab 15.15 Uhr, live in der ARD) in Halle an der Saale. Die 32-jährige Angreiferin vom VfL Wolfsburg ist von Bundestrainerin Silvia Neid in das 23 Spielerinnen umfassende Aufgebot für die Partie gegen den Olympia- und WM-Vierten berufen worden.

Müller absolvierte bislang 100 Länderspiele in der DFB-Auswahl und erzielte dabei 37 Tore. Mit der Nationalmannschaft wurde sie zweimal Welt- und Europameisterin und gewann 2004 bei den Olympischen Spiele in Athen die Bronzemedaille. Ihr erstes Länderspiel bestritt sie am 22. Juli 2000 in Braunschweig gegen die USA.

“Der Spagat zwischen Beruf, Nationalmannschaft und Verein ist zuletzt immer schwieriger geworden”, begründet Martina Müller ihren Rücktritt. “Durch die kürzeren Regenerationszeiten merke ich auch, dass mein Körper das eine oder andere mal sagt: Bis hierhin und nicht weiter. Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um zurückzutreten. Die 100 Länderspiele sind erreicht, wir haben eine super EM-Qualifikation gespielt, zu der ich meinen Teil beitragen konnte, und wir haben ein tolles und sehr angenehmes Team, in dem es Spaß macht zu spielen. Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören.”

Bundestrainerin Silvia Neid würdigt die Angreiferin: “Sie war immer eine Spielerin, auf die man sich verlassen konnte und die stets hundertprozentigen Einsatz gezeigt hat. Ich finde es beeindruckend, welchen Weg sie gegangen ist – und dass sie es geschafft hat, die 100 Länderspiele zu erreichen. Als Trainerin wünscht man sich genau so eine Spielerin, bei der man sicher sein kann, dass sie immer mit unheimlich viel Leidenschaft dabei ist.”

Das Aufgebot für das Testspiel gegen Frankreich entspricht bis auf eine Position dem Kader, der bei der USA-Reise im Oktober zwei Unentschieden gegen den Olympiasieger erreichte. Nur Dzsenifer Marozsan vom 1. FFC Frankfurt muss auf Grund einer Adduktorenzerrung passen, dafür rückt Josephine Henning vom VfL Wolfsburg ins Team.

“Die Spielerinnen haben während der Maßnahme in den USA einen guten Eindruck hinterlassen”, sagt Silvia Neid. “Wir haben erneut 23 Spielerinnen nominiert, weil das auch die Größe des EM-Kaders sein wird. Das gibt uns die Gelegenheit, umfassende Eindrücke zu sammeln.”

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