Piraten NRW: Zweites Treffen mit Fans zum Thema Gewalt in Stadien

Anlässlich der aktuellen Debatte um Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen in Stadien hat sich die Piratenfraktion im Landtag NRW gestern zum zweiten „Fanhearing“ mit Fans und Fanvertretern getroffen. „Statt wie NRW-Innenministerium und DFL nur darüber zu reden, sich mit Fans zu treffen, haben wir es bereits zum zweiten Mal tatsächlich getan“, erklärt Frank Herrmann, innenpolitischer Sprecher der Piratenfraktion.

 

Das einhellige Fazit der Fans: Das Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) „Sicheres Stadionerlebnis“ enthält inakzeptable Vorschläge. Die DFL fordert nicht nur, dass sich die Fans zum Verzicht auf Gewalt und Pyrotechnik verpflichten. In dem Papier befinden sich auch Vorschläge, die den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte massiv einschränken würden. Zukünftig erwartet die DFL beispielsweise Auskünfte über den Stand von polizeilichen Ermittlungen, Mitteilung über Identitätsfeststellungen durch die Polizei und vermehrte beschleunigte Verfahren. Außerdem soll es in den Stadien „Personen-Körperkontrollen“ in Containern geben – durchgeführt von Privatpersonen.

 

„Die Forderungen von DFL und Innenministerkonferenz sind rein populistisch“, urteilt Herrmann. „Sie sollen das, was in unseren Stadien passiert, skandalisieren. Bei jedem großen Volksfest gibt es mehr Verletzte. Da würde es niemandem einfallen, so einschneidende Maßnahmen zu fordern.“ Vorfälle bei einzelnen Spielen − wie etwa beim Derby Dortmund gegen Schalke am vergangenen Samstag − seien kein Grund, Fußballfans unter Generalverdacht zu stellen.

 

Ein weiteres Fanhearing der Piratenfraktion ist für November geplant.

 

Bitte beachten Sie auch die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Piratenfraktion zu diesem Thema: https://blog.piratenpartei-nrw.de/fraktion/files/2012/10/Antwort-auf-die-Anfrage-Anzahl-von-Verletzten-in-Fußballstadien.pdf

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