Michael Rubinstein zu Bruckhausen, zur Zinkhüttensiedlung und das geplante Duisburger FOC

Duisburgs OB-Kandidat Michael Rubinstein Foto: Thomas Rodenbücher

Michael Rubinstein, unabhängiger Kandidat für das Amt des Duisburger Oberbürgermeisters, ist auf seiner Facebook-Seite gefragt worden, was er im Falle seiner Wahl „in Sachen Bruckhausen und dem geplanten Abriss der Zinkhüttensiedlung für das geplante FOC zu unternehmen“ gedenke. Wir veröffentlichen die Antwort mit freundlicher Genehmigung des Autors.

 

Der Duisburger Norden, aber auch die ganze Stadt brauchen einen breiten demokratischen Dialog über das Ob und Wie eines „Rückbaus“. Die „visionäre“ Abbruchpolitik des ehemaligen Baudezernenten kann so nicht weitergehen!

 

Meinem bisherigen Informationsstand zufolge ist auf die Mieter am Zinkhüttenplatz – zumindest in einigen Fällen – in unanständiger Weise Druck ausgeübt worden. Das halte ich für völlig inakzeptabel, zumal die Einlösung des Versprechens der jetzigen Stadtspitze, keine Hinterzimmerpolitik betreiben zu wollen, für mich nicht erkennbar ist. Die Wahrung ureigener Bürgerinteressen muss über den Interessen des Investors stehen.

Es ist richtig: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Doch mein Eindruck ist, dass gegenwärtig in atemberaubendem Tempo Fakten geschaffen werden. Bis zur Amtsübernahme im Fall meiner Wahl ist es noch gut en Vierteljahr hin. Ich befürchte, dann nicht mehr viel für die Mieter machen zu können. Ich verspreche, unverzüglich nach Übernahme der Amtsgeschäfte den Sachstand im Interesse der Betroffenen zu prüfen.

 

Ich bin davon überzeugt, dass wir die nördlichen Stadtteile stärken müssen – aber nachhaltig, also mit Augenmaß und in enger Abstimmung mit den Betroffenen und Beteiligten. Investitionen in unserer Stadt sind wichtig. Aber nur, wenn sie Duisburg wirklich etwas bringen – sprich Arbeitsplätze für Duisburgerinnen und Duisburger und Steuereinnahmen für unsere Stadt – und nicht für den Verwaltungssitz des Investors irgendwo anders.

Bei einem Projekt wie dem FOC muss alles stimmen und stimmig sein: die Finanzkraft des Investors, die Verkehrsverträglichkeit, die Verträglichkeit für die Anwohner und für die bestehende Wirtschaft am Ort. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, ist ein „Gewinn“ für die Stadt nicht erkennbar, müssen politische Entscheidungen überdacht werden.

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10 thoughts on “Michael Rubinstein zu Bruckhausen, zur Zinkhüttensiedlung und das geplante Duisburger FOC

  1. so spricht/schreibt der richtige Mann für Duisburg ! Michael Rubinstein zeigt mit jeden Satz denn er schreibt ,das er sich für die Interessen der Bürger einsetzen will und das er Sachverstand hat . Weiter so..

  2. Mit Michael Rubinstein bekommt diese Stadt endlich die Möglichkeit ihr verlorenes Gesicht wiederherzustellen. Die Wahl Michael Rubinsteins könnte weit über die Grenzen Duisburgs hinaus neue Zeichen setzen. Die Duisburger Bürger haben gezeigt was in ihnen steckt.Unterstützen wir ihn alle!

    • Der Stadtdirektor ist und bleibt Dr. Peter Greulich.

      Der kommissarische Oberbürgerbürgermeister ist Benno Lensdorf.

      Die Zwischenphase hat gewisse Vorteile. Lensdorf muss nicht auf Dauer mit Greulich klarkommen und als Bürger kann man dann durchaus mal Dampf beim Interim-OB Lensdorf ablassen.

      Jeder kann an den Bürgerbürgermeister „persönlich“ schreiben, so steht das im Internet-Auftritt der Stadt Duisburg.

      Nun – die „persönlichen“ Eingaben weden von der Chefin des Oberbürgermeisterbüro Frau A.S. bearbeitet (abgefangen) und ohne Hinweis an die Bürger geschickt, dass sie im Auftrag des Oberbürgermeisters gehandelt hätte.

      Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde abgeschirmt: Gewollt oder ungewollt?

      Deshalb empfiehlt es sich, „persönliche“ Mitteiligungen an den Interim-OB Benno Lensdorf an seine private Ruhrorter Adresse nachrichtlich zu schicken. Die Adresse steht im Telefonbuch.

  3. > (abgefangen) und ohne Hinweis an die Bürger geschickt, dass sie
    > im Auftrag des Oberbürgermeisters gehandelt hätte.

    Korrektur: … (abgefangen) und ihre Antworten an die Bürger ohne den Hinweis geschickt, dass sie im Auftrag des Oberbürgermeisters gehandelt hätte.

    Escht voll Duisburg P-R-O-L-L. Projektion Ruhrgebiet Ohne Langfristige Lösung.

    • Guter Hinweis. Hatte ich – ehrlich gesagt – noch nie drüber nachgedacht. An dem Beitrag auf „neusprech.org“ ist etwas dran; und doch: „mit Augenmaß“ wird m.E. eher mit Adverbien wie „maßvoll“ oder „gemäßigt“ konnotiert.

  4. Ihr Kommentar wird von der Moderation freigeschaltet

    Kann ich nur inhaltlich unterstützen.
    Bruckhausen, ein Kleinod mit Geschichte wird vernichtet. Natürlich nur Thyssen zuliebe, die sich breitmachen wollen und Raum brauchen.
    Denkmalgeschützte Häuser mit viel Geschichte und MENSCHEN, die den Ort lieben und sich dafür einsetzen, nicht wichtig. Dümmer geht´s immer.
    Genau wie Zinkhüttenplatz. Das Alte und die alten Menschen haben ihre
    Schuldigkeit getan. Da gehen wir doch mit dem Rasenmäher drüber.
    Während sich Gutverdienende aus der Stadtpolitkkaste ihr Häusle oder ihre Villa an schönen, ausgesuchten Plätzen bauen, wo sie nicht verscheucht werden — dürfen Arbeiter und Angestellte, der gemeine
    Bürger, der den ehemaligen Wohlstand der Stadt erarbeitet hat, verscheucht werden. “Alte Bäume verpflanzt man nicht”
    Ich würde mir mehr Respekt vor der Leistung dieser Menschen wünschen.
    Geld allein ist nicht alles !!! Ehrenwerter Stadtrat.
    Sie erwarten doch auch Respekt vor ihrer Leistung vom Bürger.
    Das ist keine Einbahnstrasse. Ehrenwerter Stadtrat.

    Nun mal eine Frage an ortskundige Mitmenschen:
    Ich habe gestern im Botanischen Garten die traurigen Glasruinen
    gesehen. Kann man die nicht abreissen? Da dort Wasseranschlüsse sind, ein kleines Wasserspiel, Planschecke für Kinder bauen. Nichts Großes, Pompöses.Klein aber fein. Eltern, Großeltern und Kinder hätten dort ein kleines sicheres Eckchen zum Spielen und Genießen.

    ODER ist der perfide PLAN folgender: Der Botanische Garten wird ganz entfernt, wegen der Zufahrt, Anfahrt für ein kommendes Einkaufscenter in Hamborn, Zinkhüttenplatz? Ist dort ein Zusammenhang zu seh´n ?
    ODER ist dort nichts zu befürchten und meine Angst unbegründet?
    Liege ich falsch ?

    Frohe Pfingsten, wer immer es liest

    Katharina
    26. Mai 2012 auf 09:04

  5. Liebe Katharina,
    wahrscheinlich liegen Sie sehr richtig mit Ihrer Vermutung, denn das vorliegende Verkehrsgutachten bescheinigt ja noch etliche Mängel, von denen einer auf die von Ihnen vermutete Art bereinigt werden könnte. Das die Sicherheit des Glasdaches eine dicke Lüge war, weiss inzwischen jeder.

    Auch Ihnen frohe Pfingsten

  6. Lass es Hirn regnen Mi, 30 Mai 2012 at 14:08:49 -

    Da war Pfingsten wohl das Fest des unheiligen Geistlosen? Der Vernunft sei Dank helfen die Bagger in Abbruchhausen Probleme zu lindern. Leider ist mancherlei Armut nicht mit Geld abzuhelfen. Klassenkrampf zwischen Rentner-Romantik und Klischee löst keine drängenden Fragen. Musealisierung für das nostalgische Gefühl lindert den Veränderungsschmerz. Wir treffen uns bei der Einweihungsfeier des FOC und beim Grillfest im Grüngürtel 😉