Traumzeitfestival 2012: Es ist tot, Jim!

Deutsch: Flagge der Stadt Duisburg English: Fl...

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Räumen wir doch endlich mal die Schuttreste beiseite, lassen die Dialogfetzen mal auf der Wäscheleine flattern und seien wir gegenüber uns selbst aufrichtig was das Thema Traumzeit in Duisburg anbelangt. Es fehlen immer noch 200.000 Euro. Es gibt – mal wieder – eine verschobene Deadline. Es gibt einen Vorstoß des Festivalbüros, eine Ratsmehrheit die das Festival auch in diesem Jahr noch will, aber seien wir doch mal vernünftig. Sagen wir doch: Das wird dieses Jahr nichts mehr anstatt dass wir, die und alle anderen unangenehm bedrückt durch die Gegend gucken, Absichtserklärungen formulieren und betreten zu Boden blicken wenn das Thema angeschnitten wird.

Sorry, tut uns leid, aber Traumzeit 2012 – ist nicht. Wird auch nicht mehr möglich sein, die Zeit ist zu kurz, die Möglichkeit da noch was zu machen mit Sponsoren oder Fundraising ist einfach in diesem Jahr zu knapp, das lassen wir lieber, wir werfen das Handtuch in den Ring und geben zumindest für dieses Jahr auf.

Und – aber das muss man dann nachschieben und mit aller Kraft betonen: Wir ziehen uns nicht komplett zurück, wir nehmen nur etwas Anlauf und sind dann 2013 mit neuem Sponsor wieder dabei. Wir nutzen das Jahr um nach neuen und anderen Finanzierungen zu suchen. Wir werden alles Mögliche tun um die Traumzeit nicht komplett sterben zu lassen, müssen aber momentan in diesem Jahr eine Pause einlegen.

Dass der rot-rot-grüne Rat jetzt – na, die kommen ja früh drauf – betont, man wolle das Traumzeitfestival retten ist eine reine Absichtserklärung, mehr nicht. Wenn Politiker der Ratsfraktionen das Traumzeitfestival wirklich stützen wollen würden hätten sie wohl zumindest im Hinterkopf, welche Sponsoren sie ansprechen müssten um die Lücke zu füllen. Allein: Es hat sie ja bis jetzt keiner gehindert es zum Wohl des Festivals zusätzlich zur Stadt zu versuchen.

Ich sehe die Gefahr auch, dass das Festival nach einer Sommerpause -sich vielleicht nicht mehr etablieren können wird. Allein: Ich glaube das nicht. Es gibt eine gute Fanbasis, es gibt in der Orga Leute denen etwas am Festival liegt, es existieren bestimmt auch Sponsoren, die man für das nächste Jahr in Ruhe ansprechen können wird. Einem gewissen anderem Festival hat eine Ruhepause und die Absage einer Stadt nun auch nicht geschadet – auch wenn das ein etwas ungünstiges Beispiel ist.

Dabei wäre es ja ein Leichtes sich mal umzuhören wie es andere Festivals schaffen Gelder zu bekommen. Vielleicht wäre ein Blick nach Esslingenjetzt genau der Richtige. Oder frage ich doch mal ganz dumm: Warum geht es denn nicht ohne diese 200.000 Euro in diesem Jahr? Bisher ist mir nicht so recht klar warum die nötig sind oder wofür die gebraucht werden. Aber was mach ich mir Gedanken, ist doch sowieso schon klar wie das alles enden wird: Einen, zwei Monate redet man noch darüber mit heißer Luft, dann kühlt diese ab, sinkt zu Boden und verschwindet dann als Wind hinaus in die Welt. Da muss ich nicht drauf wetten, war ja bei den früheren Themen genau so…

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One thought on “Traumzeitfestival 2012: Es ist tot, Jim!

  1. Es gibt da ein Gutachten, das für die Katz war.
    400.000 € oder 420.00€
    Ohne Genehmigung des Stadtrates eigenmächtig vom OB eingeholt.
    Kann man das Geld nicht zurückholen?
    Wer haftet für den Sch….?
    Wer muß das einklagen?
    Für dieses Jahr wäre es zu spät, aber , wenn wir Glück haben und die Majas haben Unrecht, kommt das nächste Jahr bestimmt.