Konzerthaus Dortmund: „Es gibt nur eine Sechste“ Jonathan Nott und die Bamberger Symphoniker interpretieren Mahlers Riesenwerk

Jonathan Nott Bild 4 © Thomas Müller- www.MUELLER-foto.com

„Ich brauche doch nicht zu sagen, von wem sie ist, es gibt doch nur eine Sechste, trotz der Pastorale.“ Ob wir uns nun diesem Urteil von Alban Berg anschließen wollen oder nicht, Beethoven hin oder her: Fest steht immerhin, dass die Sinfonie Nr. 6 in a-moll von Gustav Mahler ein gigantisches Werk ist, das bis heute seine Hörer fasziniert, ihnen aber auch Rätsel aufgibt. Angesichts von Mahlers Sechster „können wir alle einpacken“, äußerte Berg außerdem. Mit „wir“ waren die Komponisten der zweiten Wiener Schule gemeint – Schönberg, Webern und Berg – die sich allesamt auf Mahler beriefen, der für die Entwicklung einer neuen Musik im frühen 20. Jahrhundert von nicht zu überschätzender Bedeutung war.

Mahler, als Operndirektor in Wien geradezu vollständig von dieser Tätigkeit in Anspruch genommen, fand nur während der Theaterferien im Sommer Zeit zum Komponieren. In den Sommermonaten der Jahre 1903 und 1904 entstand auch die sechste Sinfonie, die ein so großes Orchester vorsieht, wie Mahler es zuvor noch nie verwendet hatte. Aus der Ferne klingende Herdenglocken werden im Schlagzeug imitiert, berühmt sind die Hammerschläge im Finale – ein Allegro moderato übrigens, dessen 800 Takte eine Aufführungsdauer von mehr als einer halben Stunde vorsehen (und damit mehr als ein Drittel der Gesamtsinfonie ausmachen). Eine Besonderheit weist das Werk auf: Im Gegensatz zu den anderen Mahler-Sinfonien klingt die Sechste mit keinem Triumph aus. Der Satz bricht in sich zusammen, Antworten finden sich kaum in diesem riesenhaften Werk, existentielle Fragen werden gestellt, die das Werk heute noch so aktuell erscheinen lassen.

Spezialisten für die Deutung dieser faszinierenden Musik sind die Bamberger Symphoniker: Mahler nimmt seit geraumer Zeit eine zentrale Stellung in der künstlerischen Arbeit der Bayerischen Staatsphilharmonie ein, und dies nicht zuletzt seit dem Amtsantritt von Jonathan Nott, unter dessen Leitung Mahlersche Werke unüberseh-, vor allem aber unüberhörbar eine feste Säule in den Auftritten des Orchesters bilden.

 

 

Sonntag, 15.01.2012, 16.00 Uhr
Bamberger Symphoniker

Jonathan Nott, Dirigent
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6
Während des Konzerts gibt es eine kostenlose Kinderbetreuung. Um vorherige Anmeldung wird gebeten: T 0231-22 696 213

 

Einzelpreise in Euro

79,00 | 69,00 | 59,00 | 49,00 | 26,00 | 13,00
zzgl. 10% Service- und 1,50 Euro Systemgebühr.
RWE-Jugendrabatt 12,50 Euro (inkl. Gebühren)

 

Infos & Tickets:       T 0231 – 22 696 – 200

0231 – 22 696 – 222

ticket@konzerthaus-dortmund.de

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