SV Waldhof Mannheim – 1.FC Nürnberg 1:1 – Waldhof-Fans sorgen für eine herrliche Kulisse

Foto: www.oc-ma.de

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Am heutigen Samstagnachmittag empfing der SV Waldhof den „Club“ aus Nürnberg. Die „Elf“ von Club-Coach Michael Wiesinger stand besonders unter Druck, denn mit nur 17 Punkten aus 19 Spielen (0,89 Punkte pro Partie) und Rang 16 war die Ausbeute nicht gerade nennenswert und Punkte waren dringend nötig.

Der SV Waldhof Mannheim dagegen konnte in 19 Spielen 23 Punkte sammeln (1.21 Punkte pro Partie). Als Aufsteiger schien diese Situation nicht gerade schlecht, doch auch die Mannheimer haben höhere Ansprüche. Die Partien in den vergangenen Monaten bestätigen eine positive Entwicklung im sportlichen Bereich.

Um 14:04 Uhr, auf Grund einer Trauerminute für den verstorbenen Fritz Rößling (Ehemaliger Waldhof-Kicker) und Simon (Fan der nur 16 Jahre alt wurde), ein klein wenig verzögert, erfolgte der Anstoss.

Zu Beginn der Partie tasteten sich beide Teams zunächst nur vorsichtig ab. Allerdings deutete sich bereits in den ersten 10 gespielten Minuten an, dass die Partie im Carl-Benz Stadion eine schnelle attraktive Begegnung sein würde.

Die erste große Chance hatte der SV Waldhof Mannheim. Martin Wagner startete über die linke Außenbahn mit einem Sololauf, und brachte anschließend eine perfekt gezielte Flanke auf Vllaznim Dautaj. Dieser versuchte es per Kopf. Er verfehlte das Gehäuse von „Club“-Keeper Rakovsky allerdings nur knapp (13. Spielminute).

Foto: www.oc-ma.de, kurpfalzonkel.de

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Während die Partie um die 20. Spielminute ein wenig hin und her plätscherte, sorgten die Waldhof-Anhänger für eine gute Stimmung im Stadion. Diese Idee war vielleicht gar nicht so schlecht, denn es herrschten eisige Temperaturen im Carl-Benz Stadion.

Beim „Club“ aus Nürnberg fiel ein Spieler besonders auf, Philipp Klement, ein großes Talent welches vor der Saison vom 1. FC Kaiserslautern zum 1. FC Nürnberg wechselte und eigentlich zur Lizenzspielerabteilung gehört. Er bewies sich als besonders Zweikampf stark. Der 19-jährige trainierte bereits bei den „Roten Teufeln“ im Profibereich mit.

In der 32. Spielminute versuchte es Klement dann per Freistoß aus rund 19 Metern. Doch er verpasste das Gehäuse von Waldhof-Keeper Adolf nur knapp.

Zur Halbzeitpause stand es 0:0. Die Zuschauer sahen eine relativ attraktive Regionalliga Partie inklusive schneller Passkombinationen, Zweikampfverhalten sowie einige herrliche Offensivaktionen. Die größere Anzahl an Torchancen in Hälfte Eins hatten die Gastgeber.

Zu Beginn der zweiten Hälfte schlugen die Gäste aus Nürnberg gleich eiskalt zu. Jann George machte es aus dem Spiel heraus, nachdem er ein Zuspiel von der linken Seite aus annehmen konnte. George traf somit zum 0:1 Führungstreffer für die Gäste.

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Im weiterem Verlauf der zweiten Hälfte sahen die 2701 Zuschauer eine schnelle attraktive Regionalliga-Partie mit richtig ansehnlichen Pässen, die gezielt auf den Mann kamen. Im Passspiel verdienten sich beide Teams heute Note 2.

In der 65. Spielminute wurde es laut im Carl-Benz Stadion. Grund hierfür, eine Riesen Torchance für den SV Waldhof durch Rabihou, der es aus rund 6 Metern per Kopf versuchte, die Kugel jedoch nicht versenken konnte.

Gleich eine Minute später versuchte es Rabihou erneut, doch es sollte nicht so sein. Dass Team von Waldhof-Coach Reiner Hollich konnte die „Kugel“ einfach nicht versenken.

Dennoch ließen sich die Spieler und Fans des SV Waldhof davon nicht unterbuttern.Sie peitschten ihre Mannschaft lautstark nach vorne, mit Erfolg. Denn die Kicker auf dem Feld kämpften, kämpften und kämpften.

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Dieser Kampf zahlte sich aus, denn in der 71. Spielminute wurde die Truppe von Waldhof-Coach Reiner Hollich belohnt. Daniel Reule zog ab und zwar kräftig. „Club“-Keeper Rakovsky war ohne jegliche Chance diesen Ball abzuwehren und somit stand es 1:1.

Der SV Waldhof Mannheim war in der Schlussphase dominierender und konsequenter im Torabschluss. Auch in der Anfangsphase waren die Mannheimer die ein klein wenig bessere Mannschaft. In der Mitte der Partie konnte der FC. Nürnberg die Partie gestalten.

So sahen die 2701 Zuschauer eine sehr attraktive Regionalliga-Partie zum Jahresabschluss, die verdient mit einem 1:1 Remis endete.

Nach der Partie drehte die Mannschaft von Waldhof-Coach Reiner Hollich eine Ehrenrunde, denn sie verabschiedeten sich von ihren heimischen Fans und tauschten Weihnachtswünsche sowie Neujahreswünsche aus.

Die Stimmen zum Unentschieden:

Martin Wagner (SV Waldhof Mannheim): „Die erste Halbzeit lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, denn wir haben viele Fehler gemacht. Doch in der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder für unsere Fans gespielt. Das haben die auch gemerkt und standen hinter uns wie eine Eins. Anschließend konnten wir uns sicher präsentieren. Insgesamt können wir zufrieden sein mit dem Ergebnis. Wichtig ist, dass wir jetzt mit viel Selbstbewusstsein nach München fahren.“

Torschütze Daniel Reule (SV Waldhof Mannheim): „Das Publikum in Mannheim ist für uns ein wichtiger Rückhalt, dass haben wir heute erneut gesehen. Doch der Fehler der uns den 0:1 Rückstand kostete, darf einfach nicht zustande kommen.“

Auf die Frage, warum die Mannschaft des SV Waldhof sich immer wieder als Einheit präsentiert, antwortete Reule wie folgt: „Wir verstehen uns alle untereinander. Hier gibt es keine getrennten Gruppen, sondern nur ein Miteinander. Daher ist das Klima angenehm.“

Klaus Gjasula: „Die Partie heute war ein wenig schwieriger als sonst. Wir haben uns viel vorgenommen. Genug Torchancen waren vorhanden. Wir müssen konsequenter im Torabschluss werden, und wir haben heute für unsere Fans gekämpft. Wir werden dennoch unser Ziel einstelliger Tabellenplatz nicht aus den Augen lassen.“

Philipp Klement (1.FC Nürnberg) im Interview:

Hallo Philipp, Ihr habt heute beim SV Waldhof Mannheim vor 2700 Zuschauer einen Punkt ergattern können, war das ein schönes Erlebnis?

Philipp Klement: „Selbstverständlich war das ein schönes Erlebnis, vor allem weil Mannheim nahe gelegen an meiner Heimat ist und wenn die Familie inklusive Freundin dann auch noch im Stadion ist, macht es besonders viel Spaß.“

Ihr hattet dennoch eine schwere Phase als ihr den 1:1 Ausgleichstreffer der Mannheimer

verarbeiten musstet. Dann hat der SV Waldhof erneut Druck ausgeübt. Wie habt Ihr diese Situation als Mannschaft gemeistert?

Philipp Klement:„Ich würde sagen, insgesamt haben wir in der Mannschaft Fortschritte gesehen, denn das Stellungsspiel hat sich im Gegensatz zu den anderen Partien deutlich gebessert.“

Wir haben ausgerechnet, dass ihr in den 20 Spielen durchschnittlich nur 0,9 Punkte pro Partie geholt habt. Das ist eine Bilanz, die sich nicht gerade zeigen lässt, oder?

Philipp Klement: „Ja das stimmt (lacht)! Es ist sicherlich keine einfache Situation als Ausbildungsmannschaft. Wir können aber in Zukunft auf unsere Stärken aufbauen, dann entwickelt sich auch etwas.“

Du bist ja eigentlich im Kader der Lizenzspielerabteilung. Willst Du dort auch wieder aktiv am Ball sein?

Philipp Klement: „Das ist auf jeden Fall mein Ziel, dafür bin ich hier beim 1.FC Nürnberg. Ich war auch schon ein paarmal beim Training dabei. Das Ziel von mir heißt aber: erst gesund werden, dann mal sehen was kommt.“

Du machst gerade das Abitur. Wie wichtig ist ein zweites Standbein für Dich?

Philipp Klement: „Für mich ist das Abitur sehr wichtig, denn man weiß nie was in Zukunft passiert anschließend konzentriere ich mich voll auf Fußball.“

Hast Du dich gut eingelebt in Bayern?

Philipp Klement: „Ja, doch! Mir gefällt die Stadt sehr. Langsam fühle ich mich wohl in Nürnberg.“



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