Arbeitslose in Duisburg unter 30.000er Marke

Duisburg – „Der November hat erstmals seit 2008 die Zahl der in Duisburg arbeitslos gemeldeten Personen wieder knapp unter die 30.000er Marke sinken lassen“, so Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg zur aktuellen Entwicklung am Duisburger Arbeitsmarkt.
Arbeitslosenzahl im November: – 212 auf 29.956
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: – 912
Arbeitslosenquote im November: unverändert bei 12,4 Prozent

Mit 29.956 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im November 212 oder 0,7 Prozent weniger Personen als im Vormonat arbeitslos gemeldet. Damit sind aktuell 912 Personen oder 3,0 Prozent weniger Menschen als im Vorjahresmonat arbeitslos gemeldet.
Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 12,4 Prozent. Im November des Vorjahres lag die Quote bei 12,7 Prozent.
Betrachtet man die Entwicklung getrennt nach den Rechtskreisen, so ist die Arbeitslosenquote im November im Versicherungsbereich (SGB III) leicht um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 2,2 Prozent gesunken. Im Vorjahresmonat lag sie bei 2,4 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im November 2011.
In der Grundsicherung (SGB II) sank die Arbeitslosenquote in diesem November ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent. Sie ist damit um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat, wo sie noch bei 10,4 Prozent lag.
„Der Arbeitsmarkt in Duisburg ist weiterhin stabil. Beide Rechtskreise profitieren hiervon“, erläuterte Schoofs.
Wie schon in den Vormonaten, so wird auch im November die günstige Entwicklung gegenüber dem Vorjahr unterzeichnet, weil der statistische Entlastungseffekt durch den Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen geringer ausgefallen ist als noch vor einem Jahr. Die Zahl der Personen, die in Qualifizierungen, Aktivierungsseminaren und Arbeitsgelegenheiten beschäftigt waren, und deshalb nicht als Arbeitslose gezählt werden (Unterbeschäftigung im engeren Sinne), lag im November 2011 um 3.198 oder 7,8 Prozent niedriger als vor einem Jahr.
Der Rückgang der Unterbeschäftigung im engeren Sinne ist damit deutlicher ausgefallen als der in der Arbeitslosenstatistik ausgewiesene Rückgang der Arbeitslosigkeit, die sich gegenüber November 2010 um 912 oder 3,0 Prozent verringert hat.
Im November waren 5.387 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Absolut sind das 144 oder 2,6 Prozent weniger als im Oktober. Die aktuellen Werte liegen damit im Bereich des Arbeitslosengeld I-Bezuges auch weiterhin, wie schon in den Vormonaten, unter den Werten des Vorjahresmonats. Diesmal um 350 oder 6,1 Prozent.
In der Grundsicherung sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im November geringfügig auf jetzt 24.569 Menschen (- 68 Personen oder – 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat). Die Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung lag damit um 562 Personen oder 2,2 Prozent unter den November-Zahlen des Vorjahres.
Die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit ist im November saisontypisch an-gestiegen. Lag sie im Oktober noch bei 5.243, so ist sie im November auf jetzt 5.728 gestiegen (+ 485 oder + 9,3 Prozent). Im November des Vorjahres verzeichneten wir 5.793 Zugänge in Arbeitslosigkeit, d.h im Vorjahresmonat waren die Zugänge um 65 oder 1,1 Prozent höher.
Von den 5.728 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen 1.718 aus einer vorher-gehenden Erwerbstätigkeit. Gegenüber dem Vormonat, wo dieser Wert noch bei 1.709 Personen lag, bedeutet dies eine Steigerung um 9 oder 0,5 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Zugänge aus vorheriger Erwerbstätigkeit aber weiterhin rückläufig (1.818 im November 2010, was einen Rückgang um 100 Personen oder 5,5 Prozent bedeutet).
Die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit ist im November mehr Menschen als im Vormonat gelungen. Mit 1.625 Personen sind es 193 oder 13,5 Prozent mehr als im Oktober 2011. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat gelang dies 144 Personen (+ 9,7 Prozent) mehr als im November 2010, wo dieser Wert noch bei 1.481 lag.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im November 5.960 Personen. Das waren 547 mehr als im Oktober 2011 und 147 mehr als im November 2010.
Die Zahl der Kurzarbeiter für den Monat April 2011 lag bei 642 Personen in 59 Betrieben. Für den Monat Juni 2011 zeigt sich im Moment in der Hochrechnung folgende Situation: 45 Betriebe mit 408 betroffenen Personen.
„Die Entwicklung von Stellenzugang und–bestand zeigen die saisonübliche Entwicklung. Mit den ersten kalten Tagen reagieren die witterungsabhängigen Gewerke. Wie Stabil die Konjunktur aber dennoch trägt zeigt das Beispiel des verarbeitenden Gewerbes. Hier verzeichnen wir zum Vormonat beim Stellen-bestand ein Plus von 5,1 Prozent und zum Vorjahresmonat um 8,8 Prozent. Auch im Stellenzugang haben wir hier gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 9,1 Prozent“, so Schoofs.
Mit 957 neuen ungeförderten Stellen lag der Stellenzugang geringfügig unter den Zugangszahlen vom Oktober 2011 mit 992 neu gemeldeten Stellen (- 35 oder – 3,5 Prozent), aber deutlich über denen vom November 2010 mit 823 neu gemeldeten Stellen (+ 134 oder + 16,3 Prozent).
Der Bestand an Stellenangeboten ist im November gegenüber dem Oktober um 172 oder 5,5 Prozent auf nun 2.968 Stellenangebote gesunken. Im Vorjahresmonat waren 2.622 Stellenangebote im Bestand (346 oder 13,2 Prozent weniger als in diesem November).
„Die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit zeigt weiter eine positive Entwicklung. Wir verzeichnen in diesem November den niedrigsten Novemberwert seit 2008 und den zweitniedrigsten seit 2000“, erläutert Schoofs.
Die Jugendarbeitslosigkeit sank im November auf 2.503 Personen. Im Vormonat lag dieser Wert noch bei 2.532 (- 29 oder – 1,1 Prozent). Im November 2010 waren noch 2.689 junge Menschen arbeitslos gemeldet (- 186 oder – 6,9 Prozent).
Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Personen ist im November auf jetzt 8.089 gesunken (- 15 oder – 0,2 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnen wir eine Steigerung um 774 oder 10,6 Prozent.
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre ist eben-falls geringfügig auf jetzt 4.461 gesunken (- 2). Auch hier haben wir gegen-über dem Vorjahresmonat (3.849) höhere Werte (+ 612 oder + 15,9 Prozent).
Im Berichtsmonat waren 8.319 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind 19 oder 0,2 Prozent mehr als im Vormonat, aber 183 oder 2,2 Prozent weniger als im November des Vorjahres.
Die Langzeitarbeitslosigkeit hat im November leicht auf jetzt 13.876 Personen zugenommen (+ 27 oder + 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat). Im November 2010 waren 13.620 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen (+ 256 oder + 1,9 Prozent).
„Der Arbeitsmarkt im November zeigt sich bislang von allen negativen Prognosen unbeeindruckt. Die Arbeitslosenzahlen sinken, Stellenbestand und –zugang befinden sich weiter auf einem hohen Niveau“, so Schoofs. „Ich hoffe, dass die Konjunktur weiter trägt und die Unternehmen ihre Bemühungen zur Rekrutierung von Fachkräften, unabhängig von der Konjunkturentwicklung, weiter forcieren. Noch besser wäre es, wenn die Unternehmen bei der Arbeitskräftesuch auch diejenigen Personen berücksichtigen würden, die als zweitbeste aus dem Verfahren hervorgegangen sind.“

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