Gysi hält Lafontaine im Saarland für unterfordert

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, 63, macht sich erneut für eine größere Rolle Oskar Lafontaines stark, wie der Spiegel vorab meldet. „Er ist wieder gesund, er ist quicklebendig. Sicher ist er im Saarland auch etwas unterfordert“, sagte Gysi dem SPIEGEL. Bei der Suche nach neuen Parteivorsitzenden warb Gysi dafür, am bisherigen Modell mit Doppelspitzen aus Mann und Frau und Ost und West festzuhalten, „anders geht es nicht“. Die mögliche Kandidatin für den Parteivorsitz Sahra Wagenknecht lobte Gysi: Sie „hat sich entwickelt, und dadurch hat sich auch meine Einstellung zu ihr verändert“. Sie kämen jetzt „gut miteinander klar“. Selbstkritisch zeigte er sich über sein Ergebnis bei den Wahlen zum Fraktionsvorstand der Linken im Bundestag vergangene Woche. „Das war ein Dämpfer für alle. Auch für mich.“

 

Heftig attackierte Gysi die anderen Oppositionsparteien im Bundestag: „SPD und Grüne sind durch die Umfragewerte überheblich geworden. Die hoffen immer noch, dass wir einfach wieder verschwinden“, sagte Gysi. „Die denken, sie brauchten uns nicht, weil sie sowieso eine eigene Mehrheit schaffen.“ Das werde aber nicht passieren, „es sei denn, Union und FDP sind noch bescheuerter als man denkt“.

 

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