Borussia Mönchengladbach II siegt mit 2:4 beim FC Kaiserslautern II – Torfestival am Betzenberg

Am heutigen Samstagnachmittag empfing die Zweitvertretung des FC Kaiserslautern die „Kleinen Fohlen“ aus Gladbach. Die Zweitvertretung der Borussia gastierte am Betzenberg und stand vor Beginn der Partie auf Rang drei der Regionalliga West. Die Gastgeber dagegen gingen als „Underdog“ in die Partie, denn die Mannschaft von FCK-Trainer Alois Schwartz startete als Tabellen 16ter.

(Foto: FC Kaiserslautern)

Bereits vor der Partie herrschte eine angenehme Atmosphäre im Fritz-Walter Stadion, denn in den Business Räumlichkeiten fand eine Elektronik-Messe statt.

„Für unsere Besucher ist das natürlich optimal. So können sie sich auch noch ein Fußballspiel anschauen. Dass ist aber reiner Zufall.“ so der Veranstalter der Messe vor der Partie. Auch die Wetterverhältnisse waren optimal, denn die Sonne stand über dem Betzenberg in Kaiserslautern.

Um Punkt 14 Uhr war es dann soweit. Schiedsrichter Ingo Müller aus Ansbach pfiff die Regionalliga-Partie an.

„Ein Schuss, ein Tor“ hieß wohl das Motto bei Spielbeginn bei FCK-Spieler Andrew Wooten, der es in der 3. Minute gleich mit einem Torabschluss versuchte und den „Underdog“ mit einem Schuss aus rund 10 Metern in Führung brachte(1:0, 3. Spielminute).

(Foto: FC Kaiserslautern)

Im weiterem Verlauf der Anfangsphase tasteten sich beide Teams vorsichtig ab bevor die Gladbacher in der 15. Spielminute eine „Dicke“ Chance zum Ausgleich hatten, doch Alexander Bieler schaffte es aus rund 7 Metern knapp 15 Meter über das Tor zu schießen. Aber davon ließen sich die Gladbacher nicht unterbuttern. Mathew Leckie versuchte es nur eine Minute später erneut. Er setzte sich gegen drei Defensivspieler des FCK durch und musste nur noch links ins Eck einschieben. Lautern-Keeper Marco Knaller war ohne Chance, diesen Treffer nur ansatzweise zu verhindern, da er von seinen Vorderleuten ordentlich im Stich gelassen wurde.

Mitte der ersten Halbzeit wurde die Partie richtig attraktiv. Zwar sahen die rund 200 Zuschauer wenige Offensivaktionen jedoch tolle Passkombinationen, wo erkennbar ist, dass beide Teams im technischen Bereich weit entwickelt sind.

In der 28. Spielminute dann der große Schock für den FCK, denn die Gladbacher Offensive nutzte erneut nur eine kleine Unsicherheit der „Roten Teufel“ aus. So konnte Elias Kachunga die Partie ohne wirkliche Gegenwehr drehen und verwandelte per Flachschuss aus rund 22 Metern zum 1:2 Führungstreffer für die Gäste.

Die Gastgeber versuchten dennoch die Partie wieder in den Griff zu bekommen, so versuchte es Adam Nemec per Distanzschuss, doch dieser Ball war für Gladbach-Keeper Blaswich keine große Herausforderung. Blaswich stammt übrigens aus der Torwartschule von Uwe Kamps. Sein Gegenüber Marco Knaller vom FC Kaiserslautern ist derzeit ein „Rohdiamant“ der Gerry Ehrmann Torwartschule. „Marco wird seinen Weg gehen, davon bin ich fest überzeugt,“ äußerte FCK-Torwarttrainer Ehrmann vor Kurzem.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang dem FCK dann die Wende FCK Stürmer Hendrik Zuck verwandelte sicher zum 2:2 Ausgleichstreffer. Die Gladbacher Defensive allerdings sah nicht gerade sicher aus. Torwart Blaswich war wie sein Gegenüber allerdings bei allen Gegentoren Chancenlos.

Um Punkt 14.46 Uhr ertönte der Halbzeitpfiff. Beide Teams mussten sich mit einem Remis zufrieden geben.

Mit Beginn der 2. Halbzeit dann plötzlich die Wende. Der FC Kaiserslautern bestimmte das Spielgeschehen, die Gladbacher Defensive liess der Mannschaft von FCK-Trainer Alois Schwartz viele Freiräume, doch die Chancenauswertung der Offensivabteilung des FCK war mangelhaft.

Mitte der zweiten Hälfte gingen beide Teams mit mehr Aggressivität in die Zweikämpfe. So bekam Schiedsrichter Müller ein wenig mehr zu tun. Der FCK versuchte den einen Punkt zu halten, doch die Gladbacher gaben sich mit einem Punkt beim Tabellen 16ten nicht zufrieden uns spielten auf den Sieg, mit Erfolg. Denn in der 71. Spielminute erzielte Elias Kachunga den 2:3 Führungstreffer für die Gäste aus Gladbach.

Den 2:4 Endstand markierte dann erneut Elias Kachunga in der 81. Spielminute. So neigte sich ein angenehmer Samstagnachmittag im Fritz-Walter Stadion dem Ende zu.Um Punkt 15.47 Uhr war dann Schluss.

Schiedsrichter Ingo Müller beendete die Partie und Gladbach siegte verdient mit 2:3. Anzumerken sei allerdings, dass der FCK sich deutlich besser präsentierte als ein Tabellen 16ter. Die Zuschauer sahen zudem 5 Treffer.

Die Stimmen zum Spiel:

Julian Korb (Borussia Mönchengladbach): „Mir hat es natürlich Spaß gemacht, hier in diesem riesen Stadion zu spielen, auch wenn nicht viele Zuschauer da waren, aber es war Okay!“

Zur sportlichen Leisung äußerte sich Korb wie folgt: „Wir haben einen frühen Gegentreffer hinnehmen müssen, doch die gesamte Mannschaft hat Moral bewiesen, wir haben uns nicht unterbuttern lassen und anschließend unsere Torchancen konsequent genutzt.“

Auf die Frage, ob Borussia um den Aufstieg in Liga 3 schielt konterte er mit einer bodenständigen Aussage.  „Um so etwas zu äußern ist es viel zu früh und ich glaube wir fahren am besten, wenn wir uns weiterhin von Spiel zu Spiel konzentrieren.“

Julian Korb über die Zusammenarbeit mit Ex-MSV Co-Trainer Manfred Stefes: „Herr Stefes ist ein ruhiger Typ von dem ich persönlich viel lernen kann und gerade für uns Nachwuchsspieler ist er ein wichtiger Mann, da er die gesamten Abläufe koordiniert.“

Janis Blaswich (Torwart Borussia Mönchengladbach):

Auf die Frage, ob es Spaß gemacht hat im Fritz-Walter Stadion aufzulaufen: „Natürlich ist es etwas besonderes, in so einem Stadion spielen zu dürfen auch wenn nicht gerade viele Zuschauer anwesend waren.“

Zum Spiel äußerte sich Blaswich wie folgt:

„Wir stehen in der Defensive ziemlich gut. Natürlich müssen wir einige Fehler weiterhin abstellen bzw. reduzieren, doch wir befinden uns auf einem guten Weg.

 

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