Rot-Rot-Grün gegen kulturellen Kahlschlag in Duisburg

Duisburg – Die Fraktionen von SPD, Linke und Grünen wehren sich gegen den Kahlschlag im Kulturbereich.
Schon bei der Aufstellung des von Oberbürgermeister Sauerland vorgeschlagenen Sparpakets im Jahr 2010 gab es eine klare Ablehnung von Rot-Rot-Grün. Der Widerstand dauert seitdem an. Eine Zustimmung zu den Sparvorschlägen hätte nach Einschätzung der Bündnispartner einen immensen Verlust an Lebensqualität in Duisburg zur Folge.
Insbesondere das Kinder- und Jugendtheater „Der Spielkorb“ mit über 400 Veranstaltungen im Jahr und tausenden von begeisterten Besuchern wird als besonders schützenswert angesehen.
Aber auch die Kulturangebote in den Bezirken haben es den kulturpolitischen Sprechern von rot-rot-grün angetan. Der Ratskeller Hamborn, der Kulturbunker Bruckhausen und das Reibekuchentheater in Rheinhausen soll weiter gefördert werden.
Für die Kulturausschuss-Sitzung am Donnerstag haben deshalb SPD, Linke und Grünen eine Reihe von Anträgen eingebracht, die die Sparvorschläge des Oberbürgermeisters erneut zurückweisen. Die Bündnispartner fordern die komplette Auszahlung der Zuschüsse. Besonders widersinnig erscheint es den Kulturpolitikern, dass in einigen Bereichen Einsparungen vorgenommen werden sollen, in dem Wissen, dass dann wie z. B. beim Kulturbunker Bruckhausen Fördergelder an das Land bzw. EU zurückgezahlt werden müssen oder bei den Museen ohne Ausstellungsetat viele zahlende Besucher einfach wegbleiben.
Udo Vohl, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, erhofft sich ein breites Bündnis gegen diese Einsparvorschläge: „Die genannten kulturellen Angebote halten Duisburg lebenswert. Dafür sollten wir gemeinsam kämpfen.“ Doris Janicki, kulturpolitische Sprecherin der Grünen, macht sich für die Förderung der freien Kulturarbeit stark: „Wir brauchen weiter die Unterstützung der freien Initiativen und Vereine, um die kulturelle Vielfalt in Duisburg zu erhalten.“ Filiz Kurt, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion sorgt sich um die Besucher: „Der Besuch von Kultureinrichtungen ist für viele Menschen eine Chance, soziale Kontakte zu bekommen. Bei Einsparungen fällt diese Möglichkeit weg.“

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