Stumpfe Krallen und Zähne – Auftaktsieg des FCR 01 Duisburg gegen Lokomotive Leipzig

Am heutigen 1. Spieltag traf der FCR 01 Duisburg gegen den Aufsteiger Lokomotive Leipzig an. Unter den Gästen befand sich eine alte Bekannte. Ex-Löwin Anne von Bonn. Trainer Marco Ketelaer musste heute auf Stammspielerin Inka Grings verzichten, da diese zur Zeit mit einer fiebrigen Erkältung zu kämpfen hat.

1.870 Zuschauer fanden sich bei herrlichem Wetter im PCC-Stadion ein. Im ersten Spielverlauf zeigten sich die Gäste von einer äußerst angriffslustigen seite, womit die Gastgeberinnen nicht gerechnet hätten. Bereits in der 15. Spielminute erhielten die Löwinnen ihren ersten „Dämpfer“. Lokomotive Leipzig ging durch ein Traumhaften Pass von Patzke an Stürmerin Meyer in Führung. Ohne Probleme netzte die Leipzigerin für ihr Team zum 0:1 ein, da Schluss-Frau Bellinghoven patzte und sich viel zu weit aus dem eigenen Kasten entfernt hatte.

Die Löwinnen gaben natürlich alles und erhöhten den Druck auf ihre Gegnerinnen enorm. Ihre Mühen sollten leider nicht belohnt werden. In der 41. Spielminute sollte der Anschlußtreffer nicht sein. Alexandra Popp traf lediglich das Lattenkreuz. Zahlreiche Fehlpässe und zu große Freiräume boten wenig Erfolgschancen.

In der zweiten Halbzeit übten die Löwinnen weiterhin enormen Druck auf ihre Gegnerinnen aus. Ein Freistoß in der 58. Spielminute sollte nun die Grundlage der Erlösung bieten. Mandy Islacker spielte den Ball souverän in den Strafraum in dem Teamkollegin Alexandra Popp den Ball zum 1:1-Ausgleich einköpfte.

Im weiteren Spielverlauf zeigten sich mehr Bemühungen als Erfolge. Stefanie Weichelt konnte in der 85. Spielminute die 2:1-Führung erzielen, nachdem Barbara Müller den Ball durch einen Strafstoß in den Sechszehner der Gegnerinnen platzierte. Dort versuchte sich zunächst Alexandra Popp mit einem Kopfball und dann zweimal zu Fuß. Doch Torhüterin Härling konnte zweimal Schlimmeres verhindern. Doch in dem ganzen „Geraffel“ konnte sich überraschend Stefanie Weichelt durchsetzen und netzte die Kugel ein.

Die Fotostrecke zum Spiel können sie unter folgenden Link abrufen:

http://xtranews.de/imagedesk/index.php/FCR01-Duisburg/vs-Lok-Leipzig
Aufstellung:


FCR 2001 Duisburg:

Bellinghofen –  Himmighofen, Krahn, Neboli, Silva  – Islacker, Oster, Laudehr, Ando – Popp, Wensing

 

 

Lokomotive Leipzig:

Härling –  van Bonn, Krengel,  Schneider, Lübcke – Lahr, Herrmann, Heller, Toth – Patzke,  Meyer

 

 

Die Stimmen zum Spiel:

 

 

Luisa Wensing:

„Wir haben heute zu viele Fehlpässe gespielt. Es ist eh das erste Spiel gewesen und meist nicht leicht.“

 

 

Linda Bresonik:

„Wir hatten heute 1.800 Zuschauer. Das ist schon ganz gut. Ich denke mal, das sich alles im Laufe der Zeit normalisieren wird und beim Alten bleiben wird. Leipzig hatte heute ja nichts zu verlieren. Es war das erste Spiel für sie in der Bundeliga und sie wollten und das Leben schwer machen. Das haben sie ja dann auch gemacht. Wir müssen uns auch noch finden. Wir haben viele Neuverpflichtungen auf dem Platz gehabt und waren am Ende dann froh 2:1 gewonnen zu haben. Ich denke, wir müssen uns alle noch ein bisschen finden.“

 

 

Christina Bellinghoven:

„Das war ein scheiß Spiel und auch ich habe scheiße gespielt. Da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Man hat es ja gesehen. Und das erste Ding ging nun mal auf meine Kappe. Ich denke mal, die erste Viertelstunde war richtig, richtig gut. Und wir hatten in den ersten Minuten zweihundert prozentige Chancen gehabt. Wir müssen zusehen, das wir immer so weiter spielen und uns nicht so runter ziehen lassen. Wenn wir die ganze Zeit so durchgespielt hätten, dann hätten wir das Ding haushoch gewonnen, denke ich. Konzentriert waren wir ja. Das hat man ja gesehen, als wir angefangen haben. Wir müssen nicht nur konzentrierter sein, sondern auch stabiler. In der Halbzeit hat uns der Trainer ganz klar gesagt, was wir falsch machen. Er hat jetzt nicht herum geschrien oder so. Er war sachlich und es hat was gebracht. Er hat ganz gut analysieren können, was schief läuft und was gut gelaufen ist.“

 

 

Stephanie Weichelt:

„Das Spiel war jetzt nicht all zu doll. Die ersten zehn bis fünfzehn Minuten waren wir richtig gut, dann haben wir ein blödes 1:0 gefangen und dann haben wir leider Gottes extrem nachgelassen. Man merkte das ein Bruch drin war und die Mannschaft das erst einmal verdauen musste. Wir hatten zwar noch Möglichkeiten, aber wir hätten nach den Chancen die Leipzig hatte noch höher nach hinten liegen können. Wir haben dann schon verdient in der zweiten Halbzeit das 1:1 dann gemacht. Aber es war sehr, sehr viel Krampf dabei. Viel Krampf und wenig Spiel, das muss man mal sagen. Ich glaube schon, das wir ganz gut angefangen haben und gezeigt haben, das wir es können. Man hat schon gemerkt, das eine gewisse Konstanz fehlte, aber es war das erste Saisonspiel. Man weiß ja, wie das ist. Ich sag mal, ich spiele am ersten Spieltag lieber gegen einen Favoriten, weil man kann dabei nur gut aussehen. Aber wenn man der große Favorit ist hat man es grundsätzlich immer schwer. Aber ich denke mal, das sich das alles noch ein bisschen einspielt. Wir haben gezeigt, das wir es können und ich denke mal, das das in den nächsten Wochen auch besser wird. Und Fehler machen wir ja alle. Und wenn der Torwart einen Fehler macht, dann ist das meist leider auch gleich ein Tor. Ich muss aber auch sagen, das die 4er-Kette in diesem Moment auch nicht so gut aussah. Sie wollte raus, aber der Weg war dann doch ein wenig zu weit. Sie hatte erst gezögert und lief dann doch raus. Das sah nicht gut aus. Aber in dem Moment hätte sich die Abwehr aus der Kette jemand absetzen muss und einer den Sechser herauf gehen. Dann passiert so was auch nicht. Die Schuld an dem Gegentor sollte man auf mehrere Schultern dann verteilen. Wir müssen in solchen Situationen ruhiger bleiben, einfach weiter Fußball spielen und dann funktioniert das auch. Ich denke mal, das sich das alles in den nächsten Wochen einpendeln wird. Mehr miteinander und niemand alleine. Mehr mannschaftlicher spielen und das, was wir uns vor genommen haben auch mehr umsetzen. Dann wird das schon werden.“

 

 

Simone Laudehr:

„Man darf nicht vergessen, das unser letztes Bundesligaspiel einige Monate her ist. Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung. Ich weiß nicht, ob es die Aufregung war. Wir haben sehr gut angefangen und dann haben wir uns von einem dummen Fehler mit dem Tor dazu verleiten lassen uns nicht mehr zu konzentrieren. Dann kamen die Bälle nicht mehr an, dann haben wir auch nicht mehr die Bälle so in die Mitte gespielt, dann haben wir auch nicht mehr auf die Kommandos gehört, haben aber immer wieder trotzdem versucht aufs Tor zu gehen und auch das Tor zu machen. Das Abseitstor weiß ich jetzt nicht,ob es tatsächlich ein Abseits war. Dort hätte es auch schon 1:1 stehen können. Ich denke mal, wir haben schon die richtige Ansprache vom Trainer in der Halbzeit bekommen und dann wurde das ja auch besser. Und Torhüter können auch Fehler machen. Wir machen auch Fehler. Zum Beispiel treffen wir aus einem Meter das Tor nicht. Man kann einer Torhüterin sowas nicht übel nehmen. Sie ist auch nur ein Mensch. Manchmal macht sie halt mal ein Fehler. Mein Gott. So ist nun mal Fußball und ich denke wir haben schon bewiesen, das wir das umbiegen können, nachdem sich Leipzig schon in die eigenen Hälfte zurück gezogen hatte und nur noch das Tor verteidigen wollte. Ich denke, wir haben das trotzdem gut gemacht.“

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