Loveparade-Gedenken: Steine gegen das Vergessen und für das Erinnern

Vor über zwei Monaten hatte eine Gruppe von überwiegend Duisburger Loveparade-Aktivisten die Idee, mit Steinen einen Hügel der Erinnerung am Ort der Loveparade-Tragödie zu errichten. Mittlerweile ist dieser Steinhügel deutlich größer geworden, weil viele Menschen diese Idee aufgriffen und ebenfalls beschriftete Steine beim Besuch der provisorischen Gedenkstätte an der Rampe ablegten.

Die Idee, mit beschrifteten Steinen ein Zeichen der Erinnerung und Verbundenheit mit den vielen toten und überlebenden Opfern der Tragödie von 2010 zu setzen, kam den Aktivisten Anfang Juni 2011. In vielen Gesprächen suchten sie nach Alternativen, wie Erinnerung und Gedenken gestaltet werden kann, ausser durch Blumen und Kerzen. Die Idee mit den Steinen hatte dann die Duisburger Aktivistin Angelika Köhler. Ihre Idee wurde sofort von allen geteilt und kurz danach in die Tat umgesetzt. (xtranews berichtete). Was am Anfang noch ein überschaubarer Hügel war, hat sich mittlerweile zu einem zentralen Punkt innerhalb der provisorischen Gedenkstätte entwickelt.  Die Akzeptanz der Besucher der Gedenkstätte ist groß. Immer wieder müssen die Aktivisten für Steinenachschub sorgen. Nicht nur am ersten Jahrestag der Loveparade-Tragödie, am 24.7.2011, haben sehr viele Menschen die Möglichkeit genutzt, selbstbeschriftete Steine auf dem immer größer werdenden Hügel abzulegen.

Die Initiatoren dieser Steineidee haben daher seit Beginn ihrer Aktion immer einen mit Steinen gefüllten Kübel bereitstehen, sowie entsprechendes Schreibmaterial. Die nötige Finanzierung übernehmen die Aktivisten aus eigener Tasche, wie zwei Teilnehmerinnen, Mona Ziemes und Janine Marsollek, auf Nachfrage bestätigten. Und sie legen auch Wert auf die Tatsache, dass dieses eine private Aktion von Menschen ist, die teilweise selbst Betroffene und Opfer des Unglücks sind.

Steine gegen das Vergessen am Ort dieses Duisburger Dramas abzulegen, bewies sich als eine von den Besuchern der provisorischen Gedenkstätte, viel genutzte Idee. Einen Stein zu beschriften, oder auch nicht, und ihn an dieser Stelle abzulegen, ist ein Zeichen der Erinnerung und des Gedenkens, welches viele Menschen anspricht. Unabhängig von Religion oder sonstigen Einflüssen können sich die meisten Besucher mit einer solchen Aktion identifizieren.

Das die Idee nicht nur bei Besuchern der Rampe angenommen wird, belegt auch, dass der Duisburger Opferverein Never Forget e.V. seit neuestem auf seiner offiziellen Facebookseite ebenfalls dazu aufruft, Steine gegenüber der provisorischen Gedenkstätte zu hinterlegen.  Dort schreibt der Verein am 12.8.2011: “ Es gibt eine andere Gruppe die mit Steinen erinnern möchte. Never ruft deshalb auf. Ergreift diese Idee und sammelt Steine die Ihr beschriftet. Laßt uns neue Steine auf der anderen Seite der Unglückstelle plazieren um zu zeigen wie groß so ein Steinhaufen sein kann. Gegen das Vergessen.“

Von dieser Aktion distanzieren sich die Organisatoren des Steinhügels der Erinnerung. Sie wollen, dass ihre stille Idee weiterhin von den Besuchern der provisorischen Gedenkstätte angenommen wird, und zwar an dem Ort, wo sie den Hügel am 11.6.2011 errichtet haben. Bereits in den nächsten Tagen werden sie dort wieder einen neuen Vorrat an Steinen deponieren.  Dafür sind sie regelmäßig vor Ort.

Das Gedenken und Erinnern fast völlig lautlos und unspektakulär ablaufen kann, haben diese Duisburger Frauen und Männer mit ihrer schönen und letztlich auch beeindruckenden Aktion bewiesen.

40 thoughts on “Loveparade-Gedenken: Steine gegen das Vergessen und für das Erinnern

  1. Warum wollen die Menschen, die sich im Verein „Never Forget“ zusammengeschlossen haben, immer so ausdrücklch von allen anderen Aktivitäten im Gedenken an die von Menschen mutwillig herbeigeführte Tragödie bei der Loveparade in Duisburg seperieren? Als ich vor gut zwei Wochen erstmals davon erfuhr, habe ich mir die Webseite von Never Forget“ angesehen und auf deren eMail-Funktion geschrieben, bis heute kein Feedback erhalten. Diese Menschen wollen unter sich bleiben. Das ist ihr gutes Recht. Es ist aber nicht ihr gutes Recht, andere Menschen, insbesondere Opfer und deren Angehörige, mit ihren Aktivitäten und öffentlichen Äußerungen zu verletzen. Das richtet sich auch gegen die Menschen, um die sie selbst trauern. Ich wünsche mir von und für die Menschen im Verein „Never Forget“, das sie für sich einen Weg finden, ihre seelische Erstarrung aufzuweichen. Um ihrer selbst willen. Und dem gemeinsamen Gedenken.

    • herr lothar klouten, sie werden keine antwort von never forget bekommen, wenn in ihrer e-mail kritik geübt worden ist, denn sowas hat die vorsitzende frau hendrix überhaupt nicht gerne!
      sie haben alles gut erkannt und es ist die wahrheit, die sie beschrieben haben!
      ich hoffe es kommen noch sehr viel mehr menschen dahinter!
      lg kerstin

      • Heute kann ich mich korrigieren. Frau Hendrix hat mit mir Kontakt aufgenommen. Und dann ein längeres Telefonat mit mir geführt. Bei dem wir uns sachlich über viele Aspekte unterhielten.
        Ein Resümee von mir: Da ist in der Kommunikation etwas passiert, was einen Graben des Schweigens aufgerissen hat. Von beiden Seiten. Zwischen Menschen, die real dasselbe Ziel verfolgen.
        Worum ich bitte: Der anderen Seite bis zum Beweis des Gegenteils erst einmal keine böswilligen Absichten zu unterstellen. Und sich in der Wortwahl zu mäßigen. Damit wäre schon ein wenig erreicht.
        Ansonsten, wie ich an anderer Stelle vorher schrieb: Ein Mediator, ein Mensch, dem beide Seiten vertrauen, kann ein Minimum an Kommunikation vermitteln, damit das nicht weiter eskaliert, sondern das gemeisame Ziel zivilisiert weiterverfolgt wird.

    • Herr oder Frau „Beobachter“, beobachten bedeutet im Wortsinn: Etwas im Detail und aus verschiedenen Perspektiven betrachten, um dann eine fundiert begründete Meinung zu vertreten. Aus dieser Perspektive: Woher nehmen Sie mit diesen beiden Pauschalsätzen diesen Anspruch?

  2. Das Gedenken und Erinnern fast völlig lautlos und unspektakulär ablaufen kann,..[ ]

    Detlef, durch Sticheleien wird es nicht besser. Beide Vereine, dazu die Angehörigen, die Traumatisierten, würden zukünftig benachteiligt, wenn die Visionen von Greulichs unterirdischem Gruselkabinett Wirklichkeit würden bei der Flächennutzung.

    Wir alle haben wechselseitig an uns den Frust ausgelassen, den auch diese LoPa mit ihren Folgen auslöste. Unter diesem Gesichtspunkt ist es zu verstehen, dass immer und immer wieder alte seelische Verletzungen aufbrechen und man sich in die Waden beißt.

    Nun stehen wir aber am Scheideweg: Sind wir so borniert, entgegen unsere gemeinsamen Interessen zu handeln? Kippt die Rampe doch zu, weg mit der Gedenkstätte, weg mit Nevers, scheiß auf die LoPa und Sauerland soll noch mal kandidieren in 2014. Er hat sich doch so verdient gemacht. Und der Karl Lehr Tunnel weist in eine schöne neue Höffner Welt, wo nichts mehr daran erinnert, auf welche Weise dort Menschen ums Leben kamen. Man muss doch auch mal eine Fünf gerade sein lassen, einen Strich machen können. Ach ja? So einfach haken wir die Opfer ab und nutzen nicht die Chance, den OB zum Teufel zu jagen? Die Zeit heilt alle Wunden?

    Willst Du das, Detlef? Möchtest Du dafür die Verantwortung tragen? Für diesen Scherbenhaufen? Wie zur Hölle bekommen wir es hin, Ziele zu erreichen, die wichtig sind? Die Abwahl des OBs in Duisburg. Eine würdige Gedenkstätte am Unglücksort. Dauerhaft und nicht unterirdisch sondern unter freiem Himmel. Frei zugänglich.

    Es ist mir dabei wumpe, wer mit dieser verkackten Zofferei anfängt. Manches läuft auch schief mitunter aus blonder Dusseligkeit und nicht immer aus Gemeinheit. Für mich ist wichtig, wer hört mit diesem andauernden Kleinkrieg zuerst auf.

    • Das ausgerechnet Sie den moralischen Zeigefinger hochhalten, Herr Rohn, ist schon eine beachtliche Leistung!

      Ich kann in diesem Artikel keine Sticheleien oder ähnliches feststellen. So wie ich den Artikel lese, geht es hier um eine schöne Aktion. Und die ist so schön, das Never Forget sie glatt „übernimmt“. Aber das Sie nun so tun als wären Sie der Friedensengel aller Duisburger ist doch lächerlich. Jeder weiss doch um Ihre Kleinkriege mit der Vorsitzenden von Never forget oder Ihrer weiteren Kollegin, dieser sogenannten Frau Semmel (?)! Von beiden distanzieren Sie sich, dann nähern sie sich alle wieder an, dann distanzieren sie sich alle wieder usw, usw. Das Frau Semmel (?) Sie zwischenzeitlich abserviert hat, wissen Sie ja selbst.

      Ausserdem: Ihre beiden Facebookseiten Rampenretter+Sauerland-raus bringen es zusammen noch nicht einmal auf 100 Mitglieder. Dort sollten Sie was tun. Und vor allem sollten Sie mal was machen und Ihre Meinung auf Dauer möglichst beibehalten. Mal der große OB Sauerland-Fan, dann sein großer Gegner…mal der kurzfristige Pressesprecher von Never Forget, dann mit der Vorsitzenden vorm Kadi (alles unappettliche doch überall nachzulesen gewesen)…mal die Semmel als Inspiration gefeiert und dann mal wieder verteufelt…….da wirds einem schwindelig

          • Der richtige Name von Semmelchen steht ja nun im Impressum, worauf ich verlinkte.Sie ist auch für die betreffenden Domains eingetragen als Inhaber bei der Denic.

            Ja, sie ist eine Frau:

            http://a1.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc6/197408_193839183987439_100000840764947_446220_7747758_n.jpg

            Man kann zudem recherchieren, das sie sich für Stuttgart 21 und die Anti Atom Bewegung engagiert. Weitere Informationen liegen mir nicht vor.

            Ich habe zu meiner beruflichen Entlastung kurzfristig noch eine Teilzeitkraft einstellen können. Daher habe ich persönlich wieder mehr Zeit. Mehr Zeit für die Projekte mit Semmelchen und mehr Zeit für meine Online Zeitung, die ich vorbereite.

            Wie Sie sehen, gibt es keinen Grund für wilde Spekulationen. 😉

          • AHA, das ist Semmel! Im Facebook las ich neulich, dass sich diese Personen seit 30 Jahren politisch engagiert. Fing sie im Taufbecken damit an—wenn ich mir das Foto so ansehe?
            Wieso wurde Frau S.S. (was für Initialen! Wieso wählt sie eigentlich solche Namenskombinationen??) nie In Duisburg gesichtet? Wieso hat sie Sie versetzt, als Sie sich mit ihr verabredet hatten? Wieso nähren Sie Spekulationen über diese Person? Zwar löschen Sie schnell wieder aber vieles wird dann doch noch gelesen. Wieso arbeiten Sie mit dieser Person zusammen? Wieso suchen Sie sich, Herr Rohn, keine Verbündeten in Duisburg? Wer steht denn hinter Frau S.imone S.emmel?

            Viele Fragen, auf die Sie keine Antwort haben! Oder doch? 😉

    • @Jürgen: Dies ist ein Artikel über eine private Aktion. Hier geht es nicht um eventuell konkurrierende Verbände oder Vereine. Von daher kann ich an meinem, von Dir beanstandetem Satz, nichts negatives entdecken. Wie diese privaten Aktivisten politisch (in Bezug auf DU Belange) denken oder handeln, ist mir kaum bekannt und war auch nicht Inhalt meines Berichtes.

  3. Lieber Herr Rohn,

    es hat nichts mit Kleinkrieg zu tun. Wenn Never Forget auch nur in irgendeiner Weise an den Wünschen und Meinungen der Hinterbliebenen und Geschädigten liegen würde, dann wären sie nicht mehr da.Zumindest nicht so intensiv und penetrant.Wenn mir viele Menschen sagen, dass ich irgendwo unerwünscht bin, dann hätte ich das Format,mich zurückzuziehen. Besonders bei einem so sensiblen Thema. Das beste Beispiel ist doch wieder die Steineaktion.Sie müssen einen Steinhaufen errichten,aber natürlich auf der anderen Seite. Wenn sie doch so friedliebend und kooperativ sind,dann könnte man doch einfach den vorhandenen Steinhaufen erweitern.Aber nein, man ist ja was besonderes.Wo herrscht nochmal der Kleinkrieg? Und ihre Kommentare Herr Rohn,klangen auch schon mal anders.Was hat Sie zum Lämmchen werden lassen?

    • >>>>>Wenn sie doch so friedliebend und kooperativ sind,dann könnte man doch einfach den vorhandenen Steinhaufen erweitern

      Sicher kann man das.

      >>>>>Und ihre Kommentare Herr Rohn,klangen auch schon mal anders.Was hat Sie zum Lämmchen werden lassen?

      Weder bin ich eine „tickende Zeitbombe“, wie K.H. zähneschlotternd einmal glaubte, noch bin ich ein Lämmchen. Ich versuche aufgrund meiner Informationen sachlicher zu werden. Klappt nicht immer, das gebe ich zu.

      >>>>50 Laiendarsteller werden von Never Forget gesucht um in der Duisburger Innenstadt die Massenpanik nachzuspielen. Kranker Mist..[ ]

      Den Zweck hat K.H. bis dato nicht bekanntgegeben. Es sind Gerüchte, die verbreitet werden. Und mit dem Ausdruck „krank“ würde ich sparsam umgehen. Die Nazis befanden im Dritten Reich Homosexuelle, Zigeuner und Juden „krank“.

      Solange alles legal ist, sollte man jedem die Stilmittel überlassen, sich für seine Angelegenheiten einzusetzen. Ob ich das persönlich für geschmacklos halte von Fall zu Fall, interessiert dabei nicht.

      Sollte meine neue Online Zeitung für Duisburg bis dahin im Netz sein, werde ich darüber unparteiisch berichten.

  4. 50 Laiendarsteller werden von Never Forget gesucht um in der Duisburger Innenstadt die Massenpanik nachzuspielen. Kranker Mist…aber passt zu Never Forget! Sollten sich lieber darauf konzentrieren, als mal wieder Ideen zu klauen! Was soll das werden? Eine Art Sch***vergleich? Meiner ist grösser als deiner?
    Man darf gespannt sein!

    • „Dingel Dangel“, wie ich nun verbindlich geklärt habe, muss Ihr Verständnis von dem, was Never Forget in der Innenstadt Duisburg plant, auf einem Missverständnis beruhen. Da ist nicht vorgesehen „die Massenpanik nachzuspielen“.
      Sie erwarten von Never Forget „kranken Mist“. Deswegen ist es verständlich, dass sie Informationen so interpretieren, dass es Ihrer Erwartungshaltung entrspricht.
      Können Sie Ihre Erwartunsghaltung ändern?

      • Herr Klouten, ich kann meine Erwartungshaltung nicht ändern, da ich aus sicherer Quelle weiss, was Never Forget vor hat. Denn nicht jeder der auf Facebook bei NF gefällt mir klickt, findet gut, was NF macht. Auf der Facebookseite gibt NF nicht Preis, wozu sie die Laiendarsteller brauchen, dies wird nur am Telefon oder per Privatmail preisgegeben und diese Info wurde eben weiter gegeben. Wissen Sie was die vorhaben? Lasse mich gerne korrigieren!
        Die damalige Engel-Henker Aktion halten Sie sicherlich auch nicht für kranken Mist? Na dann prost Mahlzeit.
        Schön wenn die Vorsitzende Sie einlullen konnte, sicherlich klagte sie wieder: “ Ich bin doch nur eine Frau und habe doch niemals nicht etwas getan!“
        Haben Sie ihre Meinung und lassen mir und vielen Anderen unser WISSEN.

          • Witzig wie ihr immer denkt wer wohl wer sein mag! Ich bin nicht Frau Z. und ICH will sehr wohl noch was schreiben. Sonst nichts Sinnvolles beizutragen ausser ein lustiges Ratespiel?

        • „Dingel Dangel“, ich lasse mich von niemadem einlullen. Da verwechseln Sie etwas: Mit einem Menschen kommunizieren ist nicht sich einlullen lassen. So, wie sich für mich die Situation darstellt, bedeutet für u.a. Sie das: Mit diesem Meschen generell nicht zu kommunizieren. Sich lieber auf „sichere Quellen“ verlassen. Wer oder was ist das hier konkret? Und was sind die konkreten Informationen der „sicheren Quelle“ in der Sache? Hat sie -die „sichere Quelle“- ihre Informationen direkt und verbindlich von den Organisatoren? Oder sind es -wovon ich ausgehe- reine Spekulationen? Beruhend auf einem Feinbild. Das besagt: Was auch immer von dort kommt -der auch nicht kommt: Es ist das Böse schlechthin. Und wenn von dort etwas formuliert wird, das nicht den Anschein macht: Dann wird es so um-interpretiert. Verstehen Sie, was Sie und Andere da treiben? Die Zeit der Hexenverbrennungen war im -finsteren- Mittelalter. Im Angesicht der 21 Lovepadade-Toten rufen sie diese Geister, und sie werden sie nicht mehr los. Die von Menschen mutwillig aus Geltungssucht und Machtgeilheit herbeigeführte Loveparade-Katastrophe sollte Mahung sein, seinen Verstand zu gebrauchen und alle Menschen als Menschen zu behandeln. Wie es so schön in der UN-Menschenrechtserklärung heißt: Unabhängig von Nationalität, Ethnie, Glauben, Überzeugung, Geschlecht. sexueller Orteintierung – und was da sonst für Kriterien beschrieben werden können, um Menschen -vermeintlich gut begründet- zu diskriminieren.

          • Date: Mon, 11 Apr 2011 16:57:20 +0200
            Subject: Herr verteile Hirn
            From: k.h.(Emailadresse edit.)
            To: XXX
            Herr XXX, manchmal frage ich mich ob Sie als Kind zu oft auf den Kopf gefallen
            sind.
            Oder bekommt man durch seine
            Homosexualität weniger Hirn???
            Ich werde mir das von Ihnen nicht mehr bieten lassen darauf können Sie sich
            verlassen.
            Sollten Sie Herr XXX diese Mail weiterleiten oder veröffentlichen so werde ich
            dagegen angehen.–

            Soviel zum Thema….da zeigt eine Frau Vereinsvorsitzende doch mal ihr wahres Gesicht!

  5. RampenRetter Wer führt auf XN ernsthaft noch welche Diskussionen?
    13. August 2011 – 18:36(Edit)
    […] Wieso nähren Sie Spekulationen über diese Person? Zwar löschen Sie schnell wieder aber vieles wird dann doch noch gelesen. Wieso arbeiten Sie mit dieser Person zusammen? Wieso suchen Sie sich, Herr Rohn, keine Verbündeten in Duisburg?

    … Das ist der Schrotthaufen, der am Unglücksort den bemalten Schutthaufen etablieren will. Zu Schade, aber bei mir klemmt die Kommentarfunktion.
    vor 2 Minuten

    Da bröselt die Semmel aber anständig vor sich hin! Frau Gaby Simon-Schmitd….wie wärs mal mit Schandmaul halten? Dann bekommen sie vllt. auch mehr Fans! Ekelhaftes Verhalten!

    • Tja, das sind die wahren Rampenretter a la Rohn und Semmel! Wieso halten diese beiden sich nicht endlich mal heraus?

  6. Man kann kaum glauben, was bei Facebook auf der Seite von „Rampenretter“, die bekanntlich besagter Frau Semmel zuzuordnen ist, zu dem Steinhaufen zu lesen ist:

    RampenRetter Zumindest fällt auf, dass wir nicht mehr dem Ritual enprechend von kleinen Steinen reden, die man einfach so in der Hand hält, sondern jetzt werden brüchige Pflaster- und Backsteingrößen rangekarrt. Abgesehen davon, dass es optisch zu dem Flusssteinen überhaupt nicht passt, weicht es vom Ritual voll ab. Insofern ist die Frage berechtigt: Wer will damit warum was bezwecken?

    Verehrte Frau Semmel: ich frage mich, wie sie aus der ferne beurteilen können, wie der Haufen sich zusammen setzt.
    Aber es ist richtig, dass dort einige zerbrochene Pflastersteine beschrieben wurde. Wohl welche, die auf dem Gelände zu finden waren; zum Steinvorrat gehören sie nicht. Vielleicht auch von Menschen genutzt, die mehr als nur einen kleinen Gedanken aufschreiben wollten…..

    Aber es wird ja noch schlimmer bei den Rampenrettern:

    „… Das ist der Schrotthaufen, der am Unglücksort den bemalten Schutthaufen etablieren will. Zu Schade, aber bei mir klemmt die Kommentarfunktion.“

    …………….wirklich schade, dass die Mommentarfunktion bei Ihnen klemmt!
    Würde mich – und sicherlich auch Andere – nämlich brennend interessieren, wie sie das den Menschen erklären wollen, die sich Gedanken dazu machen, was sie auf die Steine schreiben. Dass sie mit ihren Gedanken, ihrer Trauer, ihrer Verzweiflung, ihren Ängsten, ihrer Wut einen bemalten Schutthaufen bauen?

    • Gegen das Vergessen Sa, 13 Aug 2011 at 20:02:16 -

      hab es gerade selber gelesen. Das ist unglaublich! Und diese Gestalten arbeiten mit Never Forget zusammen. Ich hoffe inständig, das wird an zuständigen Stellen gelesen! Herr Rohn schämen Sie sich, falls Sie das überhaupt noch können!!!!!

  7. Ich bin entsetzt darüber, wie hier Menschen wie insbesonder dieser Herr Rohn auftreten. Der in seinem ganzen Stil das Gedenken der Opfer und ihrer Angehörigen verbal mit Füßen tritt.
    Andereseits hat es auch etwas für sich: So kann jeder wissen, was man von ihm zu halten hat. Und seinen vermeintlichen Aktivitäten. Reine Selbstdarstellung.

    • Vollste Zustimmung Herr Klouten! Und wissen Sie: viele Menschen haben es auch schon begriffen. Leider ziehen Unglücke immer derartige Selbstdarsteller an. Ein Phänomen, welches das Internet bedauerlicherweise noch verstärkt.

  8. stiller Beobachter Sa, 13 Aug 2011 at 20:50:48 -

    Ein Brötchen aus Hamburg,eine verkrachte Existenz aus Oberhausen,gibt es in deren Städten nicht genug zu tun ?

  9. Ich möchte nur anmerken, dass NF ihre Finger von dem Steinhaufen lassen sollte. Wird der angerührt oder weggeräumt/umgeräumt, werde ich persönlich die NF-Gedenkstätte umräumen!

    • Hallo „Dingel Dangel“!
      Cool bleiben, sich nicht provozieren lassen. Das wirk viel mehr. Und angemessen reagieren.

  10. Da ist er also; seit geraumer Zeit: der Steinhaufen der Erinnerung.

    Offenbar trifft er den Nerv der Betroffenen und Opfer. Wie sonst könnte es sein, dass er in diesem doch relativ kurzem Zeitraum so gewachsen ist ( ich erinnere den ersten Artikel dazu hier – das war es noch ein kleines Häuflein).
    Auch ich habe bei einem meiner Besuche an der Rampe einen Stein beschriftet und dort abgelegt.

    Nun könnte man annehmen, dass dieser stetig wachsende Haufen nicht nur ein Trost für die Opfer und Betroffenen sein kann, weil nicht nur sie, sondern auch „neutrale“ Besucher ihren Gedanken und ihrem Mitgefühl Ausdruck verleihen.
    Nein, dieser Haufen sollte doch auch eine helle Freude für all die sein, ddie um den Erhalt der Rampe kämpfen. Wie sonst könnte man deutlicher zeigen, dass die Menschen diesen Ort brauchen, als geschätzte 1000 Steine von vermutlich ebenso vielen Menschen beschriftet? Eine beeindruckendes Argument!

    Aber………..wie kann man heute bei Never Forget auf der Facebook-Seite lesen?

    „Never Forget – den Opfern der Love Parade
    Die Steine für die Trauersprüche werden immer Größer. Wir benötigen Helfer die mit uns den noch nicht genutzten Platz säubern. ( gegenüber der Gedenkstätte) Ansonsten wird die Gedenkstätte unter Steinen verschwinden.“

    Wohlgemerkt. Hier protestieren ausgerechnet die gegen den Steihaufen, die um den Erhalt des Ortes nach eigenen Angaben seit über einem Jahr kämpfen.
    Und nun droht die provisorische Gedenkstätte unter den Steinen zu verschwinden?!?!?
    Man mag sich fragen, wo das Problem liegen könnte. Wo ist der Unterschied, ob nun Blumen und Sträuchlein, Kerzen und Gras den Platz besetzten, oder pflegeleichte Stein?.
    Man kann sich fragen, was dem Erhalt der Rampe förderlicher ist. Ein gerademal eine handvoll Mitglieder umfassender Verein, oder die inzwischen zu im wahrsten Sinne des Wortes zu Stein gewordenen Gedanken von hunderten von Menschen, die dort Steine ablegen?
    Man muss sich fragen, um was es hier wirklich geht. Um den Erhalt der Rampe, für die, die Gedenken und Erinnern wollen, oder doch nur der Ego-Trip einer Vereinsvorsitzenden, die für sich allein das Recht beansprucht, über die Gestalltung der provisorischen Gedenkstätte entscheiden zu dürfen?

    Ich weiß, dass es hier sehr viele Leser gibt. Stille Leser, die nicht kommentieren, aber trotzdem Interesse an der Erhaltung des Unglücksortes haben.
    Ich fordere sie Alle auf; nen, ich bitte sie von Herzen: Lassen Sie es nicht zu, dass eine egomanische Vereinsvorsitzende Ihrer Aller Werk zerstört!
    Es sind Ihre Gedanken, Ihre gute Wünsche, Ihre Hoffnung, Ihre Verzweiflung die dort auf den Steinen geschrieben steht. Erlauben Sie es nicht, dass man das, was Sie erschaffen haben, einer Frau zum Opfer fällt, der die Interessen der Opfer und Betroffenen schlicht egal sind…………wie sonst könnte sie solch abfällige Worte über ein Werk so vieles Menschen schreiben?

    • Hallo Lilliana!
      Danke für das, was Du geschrieben hast. Weil es nicht nur mir wesentliche Aspekte verständlich macht.
      Diese Vereinsvorsitzende und die Mitwirkenden in „ihrem“ Verein sind -auch- Menschen. Leider ganz offensichtlich auf einem Irrweg. Auf dem sie das schädigen, das sie vorgeblich vertreten: Das Gedenken der Opfer und ihrer Angehörigen.
      Mein Eindruck ist, das es da zwischen diesem Verein und seiner Vorsitzenden und den anderen Aktiven keine Gesprächsebene mehr gibt. Damit da nicht noch mehr beschädigt wird: Bemüht Euch um einen Mediator, einen Menschen, dem beide Seiten vertrauen. Der ein Minimum an Vermittlung schafft, damit es da nicht zu realen -ggf. handgreiflichen- Konfliken in Bereich der Gedenkstätte kommt.

    • @Lilliana

      Hier soll doch nichts von den wunderschönen Steinen zerstört werden. Im Gegenteil, sie verdienen mehr Beachtung und einen Ehrenplatz auf der anderen Seite der Rampe, wo der Blick nicht abgelenkt wird von Gras, Blumen, Kerzen.

      Für soviel Weitsicht ist Konni Hendrix zu danken. Diese Steine brauchen eine karge schmutzige Umgebung, so wie die Rampe ohne Konnis Bemühungen vorher aussah. Eben ohne provisorische Gedenkstätte und rein historisch.

  11. die steineaktion in allen ehren, aber wer den hintergrund kennt, der sollte sich nicht zum zum gehilfen machen von menschen, die mit dieser aktion nur eines bezwecken, nämlich die gedenkstätte zu einer toten, nichtsaussagenden fläche umzugestalten! Das ist nämlich das ziel, nichts anderes! es wird euch nicht gelingen! wir haben nicht ein jahr lang diesen platz geschützt und gepflegt, damit dann irgendwann irgendwelche frustrierte diesen ort zu einer sterilen steinwüste umwandeln, bestimmt nicht!! traurig, das xtranews sich als sprachrohr dafür missbrauchen lässt.was sagen die eltern, die freunde der toten zu dieser steinwüste??;- schonmal nachgefragt??

    • Herr Karling,
      Sie und NF haben die Rampe geschützt? Vor wem?
      Vor den Angehörigen? Vor den Opfern? Vor Betroffenen?
      Wir müssen nicht nachfragen, wie die Angehörigen über den Steinhügel denken. Wir waren am Gedenktag an der Rampe, zusammen mit den Angehörigen und Opfern, und haben gesehen und gehört wie der Steinhügel angenommen wurde und immer noch wird.

  12. Herr Karling,
    Schon mal drüber nachgedacht, wie viele Angehörige einen Stein beschriftet haben?!
    Ich war dabei!
    Der Steinhaufen wurde gut angenommen!
    Keine Sorge!
    Lg

  13. Angelika Köhler So, 14 Aug 2011 at 11:16:19 -

    Nun muss ich ich als Mitinitiatorin doch einmal zu Wort melden.
    Herr Karling, wir haben tatsächlich von vielen Angehörigen der Verstorbenen und auch anderen Menschen, die ihnen nahe stehen, ein Feedback erhalten. Und viele von ihnen haben selbst Steine dort abgelegt. Von daher erübrigt sich ihre Frage.
    Alle werden nie einverstanden sein; aber ein großer Teil begrüßt die Aktion.
    Und NIEMAND will die provisorische Gedenkstätte „zu einer toten, nichtsaussagenden fläche umzugestalten“.
    Die Idee war, den Menschen, die den Ort aufsuchen, eine Möglichkeit zu bieten, sich aktiv an der Gestalltung zu beteiligen, bzw. ihnen eine Möglichkeit zu schenken, ihren Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Es konnte keiner – und erst Recht nicht wir als Ideengeber – ahnen, dass dieser Steinhaufen so gut angenommen wird.Vielleicht haben sie die kleine Fläche, die wir mit Granulat vorbereitet haben, gesehen. Es war nicht absehbar, dass der Haufen so rasant wchsen würde.
    Dass es so ist, beweist doch nur, dass die Betroffenen nach einer Möglichkeit suchen, sich in ihrem Schmerz auszudrücken.
    Wir sind uns doch alle darin einig, dass die Rampe erhalten werden muss.
    Ob nun ein Stück davon mit Blumen bepflanzt ist, oder mit liebevoll beschriebenen Steinen, ist doch zweitrangig. Das Ziel bleibt das Gleiche.
    Nur gestalltet einmal ihr Verein den Ort, einmal die Besucher selbst.