DGB-Niederrhein: Noch 1100 Ausbildungsplätze fehlen in der Region

Confederation of German Trade Unions

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Duisburg – Die DGB-Region Niederrhein, die die Arbeitsamtsbereiche der Stadt Duisburg und der Kreise Wesel und Kleve umfasst, weist auf eine noch immer klaffende Ausbildungslücke hin.

„Zwar gibt es in unserer Region mittlerweile deutlich weniger Schulabgängerinnen und Schulabgänger und damit auch weniger Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsplätze“, teilt Angelika Wagner von der DGB-Region Niederrhein mit, „auch ist nach langen Jahren des Rückgangs mittlerweile ein leichter Anstieg von angebotenen Ausbildungsplätzen zu verzeichnen, aber trotzdem gibt es in der Summe noch längst nicht genügend Ausbildungsstellen für unsere Region. Aktuell, also mit Stand Juli 2011, sind noch 2647 Bewerberinnen unversorgt und 1544 offene Ausbildungsplätze sind noch gemeldet. Allein rein rechnerisch fehlen also über 1100 Stellen. Hinzu kommt, dass Angebot und Nachfrage nicht immer eins zu eins übereinander passen. Die Bewerberin, die beispielsweise eine handwerkliche Ausbildung machen möchte, ist nicht automatisch auch gut aufgehoben in einem kaufmännischen Beruf oder andersherum.“

Der DGB weist außerdem darauf hin, dass die Anzahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen in der Region überproportional hoch ist. Zwar ist ein Anstieg im Vergleich zum Vormonat saisontypisch und durch die Ferienzeit zu erklären. Bei dem eigentlich maßgeblichen Vergleich zum Vorjahresmonat stellt sich jedoch heraus, dass auch hier die Entwicklung in der Region der Entwicklung im Durchschnitt des Landes Nordrhein-Westfalens hinterher hinkt.

„Viele junge Menschen in unserer Region, werden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung nicht übernommen“, kritisiert Angelika Wagner weiter. „Dabei ist es unverzichtbar nach der Ausbildung Berufspraxis zu erlangen. Die Debatte um einen kommenden Fachkräftebedarf wird immer lauter und wir lassen hier ein riesiges Potential schlummern. Unsere Region muss dringend aufpassen, jetzt den Anschluss nicht zu verlieren. Es muss mehr für Erstausbildung und auch für Weiterqualifizierung von jungen Fachkräften getan werden.“

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