Frankfurter Rundschau und Arbeitnehmervertreter erzielen Einigung über Umbau der Redaktion

Geschäftsführung und Betriebsrat des Druck- und Verlagshauses Frankfurt am Main sowie die Gewerkschaft ver.di und der Deutsche Journalistenverband DJV haben sich am 27. Juni 2011 auf Maßnahmen zum Umbau der Redaktion der Frankfurter Rundschau verständigt. Die Parteien unterzeichneten eine Vereinbarung, die den Rahmen für eine neue redaktionelle Organisation der Frankfurter Rundschau setzt. Mit der Vereinbarung ist der sozialverträgliche betriebsbedingte Abbau von 58 Stellen über einen Interessenausgleich und Sozialplan abgeschlossen.
"Wir begrüßen die Vereinbarung sehr. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre schaffen wir mit diesem Ergebnis eine zukunftsfähige Basis für die Frankfurter Rundschau", so Karlheinz Kroke, Geschäftsführer der Frankfurter Rundschau.
Am Standort Frankfurt wird von August an das neue digitale Redaktionszentrum für die Frankfurter Rundschau und die ebenfalls zur Mediengruppe M. DuMont Schauberg gehörende Berliner Zeitung entstehen. Dieser Bereich mit hohem Zukunftspotenzial wird in den kommenden Jahren noch weiter ausgebaut werden.
Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main und die beteiligten Gewerkschaften sind im Rahmen der Verhandlungen übereingekommen, dass die Außenredaktionen der Frankfurter Rundschau weiterhin Bestandteil des Druck- und Verlagshauses bleiben. Die Lokal- und Rhein-Main-Redaktion am Standort Frankfurt werden gestärkt. Die überregionalen Seiten der Frankfurter Rundschau werden künftig in Berlin von Redakteuren des Druck- und Verlagshauses Frankfurt, der DuMont-Redaktionsgemeinschaft und der Berliner Zeitung produziert.
Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage einigten sich die Vertragspartner auf den betriebsbedingten Abbau von 58 Stellen und vereinbarten einen gemeinsam erarbeiteten Interessenausgleich und Sozialplan für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
"Wir haben das unter den Umständen Bestmögliche für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreicht. Um die Frankfurter Rundschau für die deutsche Zeitungslandschaft zu erhalten, mussten wir große Opfer bringen. Unter Abwägung der Situation haben wir jedoch das ausgehandelt, was möglich war", kommentiert Lothar Birzer, Betriebsratsvorsitzender der Frankfurter Rundschau, die Verhandlungen.
Die Umstellung auf die neuen Strukturen soll ab 1. August 2011 vollzogen werden.

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