DGB für Einleitung der Umverteilung

Angesichts der explosionsartigen Entwicklung privater Vermögen in der Bundesrepublik zeigt sich der Deutsche Gewerkschaftsbund empört. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Vermögenden in Deutschland sogar in der Wirtschaftskrise immer mehr Geld und Besitz horten und gleichzeitig die öffentlichen Haushalte immer stärker in die Schulden rutschen. Der DGB-Kreisvorsitzende Ralf Köpke: “ Hier zeigt sich doch deutlich, wo die Probleme liegen und wo Anpackmöglichkeiten bestehen, anstatt immer nur zu jammern, dass gerade in den Kommunen nichts mehr ginge.

Der DGB und die Gewerkschaften am Niederrhein erneuern daher ihre Forderungen nach einer Wiedereinführung der Vermögensteuer, der Erhöhung der Erbschaftsteuer und der Einführung einer Finanztransaktionsteuer. Nur mit diesen Mitteln sei es möglich, die enormen Vermögen von über neun Billionen Euro auch dem Gemeinwohl zugute kommen zu lassen. Hierbei gehe es aber nicht darum, den kleinen Sparern ihr Geld abzunehmen. Die Forderungen der Gewerkschaften zielten ab auf die 60 Prozent des Vermögens, die in den Händen von gerade einmal 10 Prozent der Bevölkerung gebündelt seien. „Diese geballte finanzielle Leistungsfähigkeit muss für die Konsolidierung der kommunalen Haushalte viel stärker genutzt werden, es ist doch keinem Bürger mehr zu vermitteln, warum soziale Leistungen eingeschränkt werden müssen, warum die kommunale Infrastruktur bedroht ist und warum angeblich so wenig in Bildung investiert werden kann“, so Köpke abschließend.

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