Gewerkschaftsjugend: „Kein Naziaufmarsch in Duisburg-Neudorf!“

Duisburg – Der für den kommenden Samstag geplante Aufmarsch neonazistischer Gruppen in Duisburg-Neudorf stößt bei der DGB Jugend Niederrhein auf Empörung. „Die Gewerkschaftsbewegung war dem Terror der Nazionalsozialisten im besonderen Maße ausgesetzt. Es ist nicht hinnehmbar“, so Ünsal Başer, Vorsitzender der Gewerkschaftsjugend im Niederrhein, „dass diese menschenverachtende Ideologie auf Duisburgs Straßen Raum einnimmt.“

Die DGB Jugend ruft dazu auf, sich an den Protesten gegen den Neonazi-Aufmarsch friedlich zu beteiligen.

Bundesweit ist zu beobachten, dass die neonazistische Szene versucht mit populistischen Forderungen, wie nach einer Todesstrafe für Sexualstraftäter, Zuspruch in der Bevölkerung zu erhalten.

Die DGB Jugend lehnt die Todesstrafe kategorisch ab. Sie widerspricht den Werten einer aufgeklärten Gesellschaft und führt keinesfalls zu einem friedlichen Zusammenleben der Menschen. „Als Jugendverbände“, so Eric Schley, Jugendbildungsreferent der DGB Jugend, „sind wir immer wieder erstaunt wie unwissenschaftlich und polarisierend die Diskussion um sexualisierte Gewalt geführt wird. Nicht erst nach den Missbrauchsfällen der vergangenen Jahre beschäften wir uns mit dem Thema. In ca. 90% der Fälle sexualisierter Gewalt ist der Täter kein Fremder, sondern ein Bekannter oder Verwanter des Opfers. Um diese Verbrechen zu verhindern gilt es hinzuschauen und präventiv zu handeln und nicht mit menschenverachtenden Forderungen Stimmung zu machen.“

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